Fazit

Was sich die in Kassel ansässige Black Pants Studio GmbH da für ihr Erstlingswerk hat einfallen lassen, ist gleichermaßen abgedreht wie spaßig. Tiny & Big hat nicht umsonst zahlreiche Preise auf mehreren Videospiel-Festivals abgeräumt. Laser und Enterhaken sind innovativ, lassen Raum für verschiedene Lösungswege und wecken den Bastler im Spieler. Die handgezeichnete Comic-Grafik ist stimmungsvoll und passt perfekt zum bizarren Szenario: Geräusche schreibt das Spiel wie in einem richtigen Comic noch einmal mit fetten Buchstaben in die Landschaft, die Gespräche laufen in Sprechblasen ab.

Einziger Makel ist die fummelige Steuerung. Insbesondere in Hüpfpassagen springt man recht häufig versehentlich neben die rettende Plattform und somit unweigerlich in den Tod. Zudem dauert es eine Weile, bis man mit Schneidbrenner und Haken präzise umgehen kann. Apropos Schneidbrenner: Jeder Schnitt ist endgültig. Hat man sich verschnitten, muss man eine andere Lösung suchen oder den kompletten Abschnitt noch einmal von vorne beginnen. Kleiner Tipp: Wenn man gar nicht mehr weiterkommt, sollte man sich probeweise in den Tod stürzen. In den meisten Fällen baut das Spiel dann auch die zuvor zerstörten Felsen wieder auf.

Hat man sich jedoch erst einmal an die Steuerung gewöhnt, hüpft man immer wieder gerne durch die Wüstenlandschaft. Die zahlreichen versteckten Bonusgegenstände motivieren dazu, auch bereits gespielte Abschnitte erneut in Angriff zu nehmen. Die moderaten 13 bzw. 15 Euro ist Tiny & Big jedenfalls mehr als wert.

Tiny & Big in Grandpa's Leftovers

Bezugsquelle http://www.tinyandbig.com
Entwickler Black Pants Studio GmbH
Lizenz Kommerziell
Preis 12,99 Dollar
Voraussetzungen Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, mindestens einen Prozessor der Leistungsklasse Core2Duo oder Athlon X2 mit 2.4 GHz, als Grafikkarte mindestens eine GeForce 8800 oder Radeon 2900

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