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EasyLinux-Nachrichten

07.10.2012

OpenSuse 12.2 als Box

Der Verlag Open Source Press bietet die neue OpenSuse-Version 12.2 als Box mit einigen Zugaben an [1]. Die Packung enthält eine Doppel-DVD mit 32- und 64-Bit-Fassungen und eine weitere DVD mit Live-Versionen zum Ausprobieren sowie Add-ons. Dazu gesellt sich ein gedrucktes Handbuch mit rund 350 Seiten in deutscher Sprache. Der Verlag packt aus seinem Programm noch das Buch "Bash – Arbeiten und programmieren mit der Shell" als PDF-Datei dazu. Außerdem gibt es Rabattgutscheine für LPI-Trainings, für die Vollversion der Finanzverwaltungssoftware Moneyplex sowie für die Bildbearbeitung PaintSupreme [2].

Die Box ist zum Preis von rund 60 Euro im Handel erhältlich. Daneben gibt es ein Abo, das die einzelnen Boxen günstiger macht. Open Source Press gibt an, von jeder verkauften Box eine Spende an das OpenSuse-Projekt weiterzuleiten. (Mathias Huber/hge)

[1] https://www.opensourcepress.de/index.php?26&tt_products=368

[2] http://www.braindistrict.com/de/paintsupreme/

Audio Video Linux 6.0

AV Linux, eine Debian-basierte Distribution mit Software für Audio- und Video-Produktion, ist in Version 6.0 erschienen. Die Release aktualisiert den Kernel auf Version 3.0.36. Beim Qt-Toolkit setzen die Entwickler auf eine ältere Debian-Squeeze-Version, da es Probleme mit Qt 4.8 gab. Auch den Bootprozess und einzelne Plug-ins für Multimedia-Software haben die Macher aufgeräumt, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Der Drumcomputer Hydrogen erhielt neue Kits, der Windows-Emulator Wine ein Update auf 1.4. Zur aktualisierten Software gehören der Audiorecorder Audacity 2.0, der Harddisk-Rekorder Ardour in Version 2, Rosegarden 12.04, Guitarix 0.24, Handbrake 0.9.6 und eine Entwicklerversion von Openshot 1.4.2. Kdenlive und VLC liegen als maßgeschneiderte Pakete vor.

Weitere Informationen sowie zwei Videos zur neuen Version finden sich in den Release Notes [1]. Das rund 2,5 GByte große DVD-Image steht als Torrent und auf dem FTP-Server zum Download bereit [2].

Der Hauptentwickler hat angekündigt, dass diese Version die letzte sein wird. Zu den Hauptgründen zählt unter anderem die mangelnde Spendenbreitschaft. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.remastersys.com/forums/index.php?topic=2530.0

[2] http://www.bandshed.net/DownloadInstall.html

Freie Schrift von Adobe

Das sonst eher für seine proprietären Produkte bekannte amerikanische Unternehmen Adobe gibt eine Schrift frei, die sich für den Einsatz auf Webseiten und in Print-Produkten eignet. Die Schrift "Source Sans Pro" ist unter einer freien Lizenz erhältlich. Adobe bietet die verschiedenen Schnitte und Stile als OpenType- und TrueType-Fonts an. Zudem stehen die Schriftdaten auf Adobe Typekit [1] und Google Web Fonts [2] bereit, was das dynamische Einbinden in Webseiten erlaubt.

Adobe selbst plant den Einsatz der Schrift in seinen Open-Source-Anwendungen, wie dem Webkit-basierten Editor Brackets [3]. Eine frühere Variante kam bereits im Strobe Media Playback Framework [4] zum Einsatz, damals unter dem Namen "Playback Sans". Wer sich für die konkreten Schriftdaten interessiert, um diese als Grundlage für eigene Entwicklungen zu verwenden, den bedient Adobe ebenfalls und stellt diese zum Download bereit. Alle Schriftdaten stehen unter der SIL Open Font License [5]. (Andreas Bohle/hge)

[1] https://typekit.com/fonts/source-sans-pro

[2] http://www.google.com/webfonts/specimen/Source+Sans+Pro

[3] http://brackets.io/

[4] http://www.osmf.org/strobe_mediaplayback.html

[5] http://opensource.org/licenses/openfont.html

Autoren-Tool Calligra Author

KDEs Office-Suite Calligra bekommt Zuwachs: Ein spezielles Tool für Autoren längerer Texte soll die Sammlung der Module erweitern. Es wird die Möglichkeit bieten, vom ersten Plot bis zur ausführlichen Geschichte mit komplexer Struktur alle Arbeiten in einer Applikation zu erledigen.

Eine normale Textverarbeitung bietet über einen ordentlich strukturierten Text und die Gliederungsansicht zwar die Möglichkeit, einen Überblick über die Teile des Textes zu behalten. Aber die inhaltlichen Stränge der Geschichte holt diese Technik selten ans Licht. Spezielle Tools, wie Celtx [1], verfügen über zusätzliche Datenbanken für Orte, Personen oder Handlungsabläufe. Diese zeigen auf einen Blick, welche Teile des Textes in Bezug zueinander stehen. Nun wollen mehrere Mitglieder aus dem Calligra-Projekt die Suite um eine neue Komponente erweitern, die genau diese Funktion mitbringt.

Die neue Komponente soll den Name Calligra Author [2] tragen. Im ersten Anlauf planen die Entwickler einen Umfang, der das Schreiben einer Zusammenfassung, den eigentlichen kreativen Prozess sowie das Publizieren der Geschichte erlaubt. Im nächsten Schritt wollen sie es dann ermöglichen, Multimedia-Elemente einzubinden. (Andreas Bohle/hge)

[1] https://www.celtx.com/about.html

[2] http://www.calligra.org/news/calligra-announces-author/

Thunderbird ohne Weiterentwicklung

Die Mozilla Foundation ändert das Entwicklungsmodell ihres beliebten E-Mail-Programms Thunderbird. Eine letzte Version soll im November erscheinen, danach wird es von der Stiftung selbst nur noch Sicherheitsupdates geben.

Für diese recht drastische Maßnahme nennt Mitchell Baker, die Vorsitzende der Mozilla-Stiftung, gleich mehrere Gründe in ihrem Blog [1]. So seien die Thunderbird-Anwender mit dem bisherigen Funktionsumfang zufrieden, die Funktionen in Thunderbird somit ausreichend. Zudem hätte Mozilla es nicht geschafft, mit ihrem E-Mail-Client neue, innovative Impulse bei der Internetkommunikation zu setzen. Baker bemängelt auch das Fehlen einer wachsenden, aktiveren Mitarbeiterbasis, einzige Ausnahme wären die engagierten Übersetzerteams. Abschließend würden heutzutage auch immer häufiger Webmail-Dienste genutzt. Das Thunderbird-Team sei daher der Meinung, dass für ihr E-Mail-Programm nur noch die Stabilität im Vordergrund stünde.

Als Konsequenz schlägt die Mozilla Foundation ein neues Entwicklungsmodell vor [2]. Demnach liefert Mozilla selbst nur noch Sicherheitsaktualisierungen und Fehlerkorrekturen. Neue Funktionen sollen Freiwillige aus der Nutzergemeinschaft beisteuern können. Die Mozilla Foundation finanziert weiterhin ein kleines Entwicklerteam und stellt die nötige Infrastruktur.

Im November erscheint noch eine letzte neue Thunderbird-Version mit Langzeitunterstützung (Extended Support Release, ESR) [3]. Danach gibt es dann alle sechs Wochen Sicherheitsupdates, zumindest für ein Jahr. Diese Aktualisierungen gelten dann auch für die normale Thunderbird-Version. Wie es anschließend weitergeht, steht noch nicht fest.

Nach Angaben der Mozilla Foundation hat Thunderbird weltweit um die 20 Millionen Nutzer. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://blog.lizardwrangler.com/2012/07/06/thunderbird-stability-and-community-innovation/

[2] https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Proposal:_New_Release_and_Governance_Model

[3] http://www.mozilla.org/en-US/thunderbird/organizations/

Android: 67 % Marktanteil in Europa

Nachdem bereits im letzten Jahr jedes zweite neue Smartphone mit Android verkauft wurde, sind es nun laut einer aktuellen Studie von Kantar Worldpanel ComTech [1] im europäischen Durchschnitt bereits 67,1 Prozent. Spitzenhalter ist dabei Spanien: Hier haben sich im Testzeitraum bis Ende August sogar 86,6 Prozent der Smartphone-Käufer für ein Android-Gerät entschieden.

Gleichzeitig verlor in sämtlichen getesteten Ländern Apples iOS Marktanteile. In Deutschland kommen die Apple-Geräte noch auf 13,3 Prozent (Vorjahr: 22,3 Prozent), in Spanien sind sogar nur drei von 100 Smartphones iOS-Geräte. Gegen diesen Trend entwickelt sich England, dort konnte iOS leicht zulegen, Android aber auch.

Die aktuelle Studie zeigt zudem, dass sich rund 30 Prozent der Smartphone-Besitzer für ein Gerät mit einem großen Display (über 4,5 Zoll) entschieden haben. Mit der Display-Größe nimmt zugleich auch die Nutzung des Geräts für diverse Inhalte zu.

Die Studie wirft auch einen Blick auf die USA, Brasilien und Australien. In Amerika hat Android Martkanteile gegenüber iOS verloren und liegt nun wieder unter 50 Prozent. In Australien und Brasilien zeigt sich hingegen ein ähnliches Bild wie in Europa mit Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr zwischen 20 und 30 Prozent. (Marcel Hilzinger/hge)

[1] http://www.kantarworldpanel.com/global/News/Android-maintains-its-European-domination

Ubuntu 12.10 ohne Unity 2-D

Ubuntu 12.10 wird erstmals kein Unity 2-D (eine abgespeckte Unity-Version, die ohne 3-D-Beschleunigung funktioniert) mehr an Bord haben. Die Entwickler haben die Pakete für den 2-D-Desktop komplett aus der aktuellen Entwicklerversion 12.10 entfernt. Das schreibt Jason Warner in einer E-Mail auf der Ubuntu-Desktop-Mailingliste [1]. Es gebe nun nur noch eine Codebasis für den Ubuntu-Desktop und keine Unterschiede mehr zwischen den Desktops für aktuelle und ältere Rechner. Letztere können zukünftig LLVMpipe verwenden: Dieser Treiber auf Gallium3D-Basis [2] ermöglicht es Grafikkarten, OpenGL über Software-Rendering zu nutzen, ohne dafür spezielle Treiber zu benötigen.

Die LLVMpipe-Implementierung befinde sich laut Warner aktuell noch in der Entwicklung, die Anpassungen würden vermutlich erst mit Ubuntu 13.04 abgeschlossen sein. Zudem werde auch LLVMpipe nicht auf allen Systemen laufen. Besitzern älterer Rechner empfiehlt Warner daher, bei Ubuntu 12.04 zu bleiben oder einen anderen Desktop zu verwenden – in Frage kommen hier Lubuntu und Xubuntu mit LXDE bzw. Xfce. (Kristian Kißling/hge)

[1] https://lists.ubuntu.com/archives/ubuntu-desktop/2012-August/003940.html

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gallium3D

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