Welches Linux darf es sein?

Das richtige Linux

Linux-Distributionen wie Sand am Meer: Das Angebot ist kaum überschaubar. Wir haben fünf aktuelle Vertreter für Sie getestet, drei davon finden Sie zudem auf der Heft-DVD.

Welches Linux darf es sein? Für Anwender, die sich zum ersten Mal mit dem freien Betriebssystem beschäftigen, ist es oft verwirrend, dass es nicht einfach "das Linux", sondern eine Vielzahl von Distributionen gibt. Das ist auch ein häufiger Kritikpunkt, führt es doch dazu, dass Linux-Benutzer nicht einfach beliebige Programmpakete aus dem Internet herunter laden und installieren können, wie sie es von Windows gewohnt sind. Zudem muss man sich für das eine oder andere System entscheiden, denn ein dauerhafter Parallelbetrieb mehrerer Linuxe auf demselben PC ist nur selten sinnvoll.

Dass verschiedene Distributionen (also Zusammenstellungen von Linux-Kernel, Softwarepaketen und einer Installationsroutine) um Ihre Gunst buhlen, hat aber viele Vorteile: Die Projekte können sich z. B. auf bestimmte Themen spezialisieren und dort die Meisterschaft anstreben, während sie andere Gebiete links liegen lassen. So gibt es Distributionen, die für den Server-Einsatz optimiert sind, solche mit den bestmöglichen Multimedia-Features und schließlich die Desktop-Distributionen, die für die Installation auf normalen PCs – daheim und im Büro – gedacht sind. Letztere könnte man noch in die Kategorien "einsteigerfreundlich" und "eher nicht" unterteilen.

Fünf im Test

Für die Titelstrecke haben wir eine Auswahl unter den tausenden im Internet verfügbaren Linux-Distributionen getroffen und fünf Kandidaten getestet. Immer mit dabei sind unsere "offiziellen" EasyLinux-Distributionen: Kubuntu 12.04 [2] gibt es schon seit April, die neue OpenSuse-Version [1] ist aber noch nicht fertig. Darum stellen wir – außer Konkurrenz – die zweite Betaversion von OpenSuse 12.2 vor. Komplett wird der Test durch Fedora 17 [3], den Mandriva-Fork Mageia 2 [4] und das Ubuntu-basierte Linux Mint 13 [5], das in den letzten Monaten stark an Popularität gewonnen hat.

Eine Empfehlung der "besten" Distribution geben wir absichtlich nicht: Alle Testkandidaten sind alltagstauglich und einsteigerfreundlich. Sie setzen auf unterschiedliche Desktops (KDE, Gnome oder Gnome-basierte Eigenentwicklungen) und zeigen damit einfach das große Spektrum der Geschmäcker: Was dem einen Anwender gefällt, findet der andere gruselig. Darum testen Sie doch interessante Kandidaten selbst und entscheiden Sie dann, mit welcher Linux-Version Sie die nächsten Monate verbingen möchten – oder ob Sie das Motto "Never change a running system" (frei: "Verändere kein funktionierendes System") beherzigen und bei Ihrem schon installierten System bleiben.

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