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13.07.2012
Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Paket e und Installationshinweise.

Delaboratory – Helligkeits- und Kontrastkorrekturen auf Profiniveau

Profis bevorzugen das teure Adobe-Programm Photoshop gegenüber dem freien Gimp nicht bloß wegen der fehlenden Spezialeffekte, sondern vor allem, weil Gimp keine ausreichend große Farbtiefe für professionelle Ergebnisse unterstützt.

Wer den Kontrastreichtum seiner Digitalfotos voll ausschöpfen möchte, braucht eine Software, die mindestens 16 Bit Farbtiefe (65536 Abstufungen) für jeden der drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau) unterstützt.

Das verbreitete Gimp muss hier mit maximal 8 Bit pro Kanal passen, nicht jedoch die erst gut ein Jahr alte Farb- und Belichtungskorrektur-Software Delaboratory [1] (Abbildung #). Sie verarbeitet die RAW-Dateien von Digitalkameras verlustfrei, eignet sich aber auch zum Bearbeiten von Grafiken mit niedrigerer Farbtiefe.

Abb. #: Die meisten Funktionen der Fotokorrektur-Software Delaboratory (hier der Farbkurveneditor) bietet auch Gimp. Doch mit dem recht neuen Spezialprogramm leuchten die Farben dank der höheren Farbtiefe viel schöner.

Delaboratory ändert lediglich Helligkeit, Farbe, Kontrast und Schärfe der Bilder – Malwerkzeuge und Effekte bietet es nicht. Dafür schickt der Send to GIMP-Button das Bild nach der Bearbeitung per Mausklick an Gimp. Wichtig ist dabei, das Bild erst nach fertiggestellter Farb- und Helligkeitsanpassung in den nur 8 Bit tiefen Farbraum von Gimp zu konvertieren.

Voll ausgeschöpft

Zwar reichen die 256 Stufen pro Kanal für die Darstellung auf dem Bildschirm, führen Sie aber innerhalb des beschränkten 8-Bit-Farbraum Helligkeits- oder Kontrastanpassungen durch, so entstehen durch die Rundungsverluste Einbußen, die auch auf dem Monitor auffallen. Die Verluste aller Farb- und Helligkeitskorrekturen summieren sich, darum wirken mit Gimp bearbeitete Bilder oft matt und kontrastarm. Nutzen Sie für die Farb- und Helligkeitsanpassung jedoch Delaboratory und beschränken sich in Gimp auf Operationen, die sich nicht auf Farbe und Kontrast auswirken, so schöpfen Sie das 8-Bit-Farbformat zumindest voll aus.

Wer Krita [2], das Bildbearbeitungsprogramm der Calligra-Office-Suite (früher KOffice) benutzt, kann sogar im 16-Bit-Farbraum weiterarbeiten.

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