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Kubuntu 12.04 installieren

13.07.2012 Kubuntu ist die KDE-Variante der populären Ubuntu-Distribution. Die aktuelle Version 12.04 finden Sie auf der Heft-DVD, und hier erklären wir die nötigen Schritte, um das System zu installieren.

Als Canonical Kubuntu kürzlich die Finanzierung entzog, sprang nicht nur recht schnell ein großzügiger Spender aus Deutschland in die Bresche, in den Foren fanden auch zahlreiche Kubuntu-Anhänger lobende Worte für den KDE-Desktop. Es geht also weiter mit KDE und Ubuntu. Diese Kontinuität zeigt sich auch bei der Installation der jüngsten Variante, die keine großen Neuerungen gegenüber den vergangenen Versionen aufweist. Nutzen Sie bereits Kubuntu 11.10, empfehlen wir ein Upgrade auf Version 12.04 – wie das geht, lesen Sie im Kasten Upgrade von Kubuntu 11.10.

Upgrade von Kubuntu 11.10

Nutzen Sie bereits Kubuntu 11.10, müssen Sie die Distribution nicht neu installieren, sondern können upgraden. Das klappt gewöhnlich problemlos, dennoch sollten Sie für den Fall der Fälle Ihre wichtigsten Daten vorher sichern. Zugleich müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Rechner am Stromnetz hängt und ins Internet kommt, da Kubuntu die Daten aus dem Internet lädt.

Dann spielen Sie über die Aktualisierungsverwaltung (unter Anwendungen / System / Aktualisierungsverwaltung) sämtliche Updates ein, die bisher vorliegen. Dazu bedienen Sie den Button Auf Aktualisierungen prüfen und klicken dann auf Vollständige Aktualisierung / Änderungen anwenden. Im nächsten Schritt booten Sie den Rechner neu. Kubuntu 11.10 sollte Sie nun über die Benachrichtigungsanzeige rechts unten auf dem Desktop darüber informieren, dass eine neue Kubuntu-Version zum Download bereit steht. Klicken Sie auf die Anzeige und geben Sie Ihr Benutzerpasswort ein, um das Upgrade-Tool zu starten.

Erscheint die Benachrichtigung nicht, drücken Sie [Alt]+[F2] und geben in die Zeile do-release-upgrade -m desktop -f kde -d ein. Ähnlich wie die Installation dauert der Upgrade-Prozess eine Weile.

Sie finden Kubuntu 12.04 auf unserer Heft-DVD und installieren es neu, indem Sie die DVD als Bootmedium verwenden (siehe Kasten Bootprobleme). Dazu legen Sie sie in das Laufwerk und starten den Rechner neu. Dieser greift dann nicht wie gewohnt auf die Festplatte zu, um dort nach dem Bootsektor zu fahnden, sondern schaut erst im DVD-Fach nach, ob er eine bootbare DVD findet. Ist das der Fall, erscheint das Bootmenü aus Abbildung 1.

Bootprobleme

Auf einem unserer Testrechner – vermutlich ein Einzelfall – gab es ein Problem mit dem Installationsabbild von Kubuntu 12.04: Die DVD-Variante für 386er-Rechner zeigte nicht einmal den Bootloader an. Der Versuch, das Image auf einen USB-Stick zu schieben, scheiterte daran, dass der Bootloader nicht geschrieben wurde. Tritt bei Ihnen ein ähnliches Verhalten auf, verwenden Sie am besten die CD-Variante von Ubuntu 12.04 [1].

Abbildung 1

Abbildung 1: Das Bootmenü von Kubuntu 12.04 erscheint nur, wenn Ihr Rechner DVDs als Bootmedium akzeptiert und der Festplatte vorzieht.

Unglücklicherweise schauen nicht alle Rechner automatisch im DVD-Fach nach, bevor sie das System booten. Erscheint das Bootmenü also nicht, müssen Sie Ihrem Rechner dieses Verhalten erst beibringen. Dazu ändern Sie im BIOS die Reihenfolge der Geräte, auf die der Rechner nach dem Einschalten zugreift, um nach dem Bootsektor zu fahnden. In das BIOS gelangen Sie, indem Sie direkt nach dem Einschalten des Rechners einmal oder mehrmals eine spezifische Tasten drücken – häufig [Esc],[Entf],[F2],[F9] oder [F12]. Hilft das nicht weiter und zeigt der Bildschirm auch keine Taste an, über die Sie im BIOS landen, hilft oft das Handbuch zum Rechner weiter.

Bootzeit

Einmal im BIOS, suchen Sie nach den Bootoptionen, um die Reihenfolge der Bootmedien zu ändern. Irgendwo auf dem Schirm finden Sie meist Hinweise dazu, mit welchen Tasten Sie eine Option auswählen und verändern. Stoßen Sie auf eine Liste mit Bootmedien, schieben Sie das CD/DVD-Laufwerk an die oberste Stelle und verlassen das BIOS, wobei Sie die Einstellungen speichern.

Im Bootmenü warten nun mehrere Optionen auf Sie, die wir hier kurz vorstellen. Üblicherweise wählen Sie Start Kubuntu, um die Distribution erstmal zu testen, bevor Sie zu einer Installation schreiten. In diesem Fall landen Sie bei einer Abfrage (Abbildung 2), über die Sie nicht nur die Sprache für Kubuntu einstellen, sondern auch wählen, ob Sie die Distribution nur ausprobieren oder gleich installieren wollen – über einen grafischen Installer.

Abbildung 2

Abbildung 2: Hier legen Sie nicht nur die Sprache fest, sondern entscheiden auch, ob Sie Kubuntu als Live-System testen oder gleich installieren.

Für fortgeschrittene Nutzer bietet das Bootmenü auch die Möglichkeit an, Kubuntu mit einem Text-Installer (Install Kubuntu in text mode) auf die Platte zu bannen – das sollten Sie aber nur als fortgeschrittener Benutzer versuchen oder falls die Installation im Grafikmodus scheitert. Die Option Check disc for defects sollte zum Einsatz kommen, wenn merkwürdige Fehler bei der Installation auftreten und Sie prüfen wollen, ob die DVD unversehrt ist. Über Test memory untersuchen Sie zudem den Arbeitsspeicher auf Fehler. Bleiben noch die Funktionen Boot from first hard disk und Rescue a broken system: Erstere lädt den Bootloader der Festplatte, über den Sie wie üblich an Ihr Windows oder andere Systeme gelangen. Sie erweist sich als praktisch, wenn Sie die DVD im Laufwerk vergessen. Die zweite Option richtet sich auch eher an fortgeschrittene Benutzer, die mit Hilfe einer Kubuntu-DVD ein beschädigtes System untersuchen und möglicherweise dessen Dateien retten wollen – ein eher kommandozeilenlastiges Unternehmen.

Läuft beim Booten etwas schief und bleibt der Bildschirm schwarz, müssen Sie nicht verzweifeln: Hier helfen oft die Bootoptionen weiter. Drücken Sie im Bootmenü die Taste [F6], erscheint ein Menü mit Optionen, die Sie über [Leertaste] auswählen (Abbildung 1). Die beeinflussen dann den Kernel beim Booten des Systems und beheben so Probleme mit Grafikkarten (nomodeset) und mit einer fehlerhaften Energieverwaltung (acpi=off, noapic, nolapic).

Sie können zudem in die weiße Zeile klicken, die unten im Bootmenü erscheint und dort mit den Pfeiltasten navigieren. Diese Zeile initialisiert den Bootvorgang und übergibt die Bootoptionen an den Kernel Entfernen Sie zum Beispiel die Einträge quiet und splash, erscheint beim Booten nicht der übliche Bootsplash, sondern Sie sehen dank einer Textausgabe, was Kubuntu gerade im Detail tut. Über [F5] schalten Sie Funktionen zur Barrierefreiheit ein, über [F4] verwenden Sie die DVD, um einen Server oder ein reines Kommandozeilensystem zu installieren. Auch eine OEM-Installation bietet der Installer an, die sich vor allem an Hersteller und Verkäufer von Hardware richtet und den Installer nach der Auswahl von Start Kubuntu mit Zusatzoptionen versorgt.

Live ist live

Gewöhnlich sollten Sie davon ausgehen, dass Ihr Rechner Kubuntu auch ohne zusätzliche Bootoptionen erfolgreich auf den Schirm bringt. Laut Wiki [2] läuft es schon ab 384 MByte RAM – hier war aber wohl jemand deutlich zu optimistisch oder hat einen faible für Diashows. Wer flüssig mit Kubuntu arbeiten will, sollte laut Wikipedia [3] mindestens einen Rechner mit 1 GHz Taktfrequenz und 1 GByte Arbeitsspeicher mitbringen sowie eine Festplatte mit 10 GByte freiem Speicherplatz – mehr wäre besser. Steht bei Ihnen zu Hause ein älterer Rechner, geben Sie Lubuntu [4] eine Chance, das genau solche Rechner anpeilt und einen sehr schlanken und doch gut zu bedienenden Desktop mitbringt.

Wählen Sie im Bootmenü die Option Start Kubuntu und dann Kubuntu ausprobieren, schaufelt der Rechner alle dafür nötigen Daten in den Arbeitsspeicher. Der Bootvorgang dauert bis zum Erscheinen des KDE-Desktops deutlich länger als bei einem fest installierten System und die Anwendungen laufen langsamer – Sie sollten die Performance also nicht an der Live-Version festmachen.

Interessant ist, wie gut Kubuntu die Treiber erkennt: WLAN sollte in der Live-Variante (von einigen Ausnahmen abgesehen) ebenso funktionieren, wie der Support für – sagen wir – Bluetooth. Erscheint der Desktop mitsamt Installations-Button (Abbildung 3), können Sie zudem davon ausgehen, dass Kubuntu einen funktionierenden Treiber für die Grafikkarte mitbringt.

Abbildung 3

Abbildung 3: Wählen Sie die Option "Kubuntu ausprobieren", landen Sie auf dem Desktop von KDE und können Kubuntu über einen Button installieren.

Sie können Kubuntu nun mit der Live-Variante intensiv testen und so arbeiten, wie Sie es mit einem gewöhnlichen Kubuntu tun würden: Sie spielen Programme ein, browsen im Internet, chatten, twittern und schreiben E-Mails. In der Tat ist es auf diesem Weg möglich, Kubuntu auf einem Rechner auszuführen, der keine Festplatte besitzt.

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