Shell-Tipps

Know-how für die Kommandozeile

13.07.2012
Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sich manche Aufgabe schneller bewältigen lässt als in grafischen Programmen. Wir stellen die wichtigsten Anwendungen vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.

Tipp: Mutt: Besser in den Mails navigieren

Im Konsolen-Mailclient mutt verwenden Sie die Tastatur, um durch Ihre elektronische Post zu navigieren. Mit [Tab] springen Sie zur nächsten ungelesenen Nachricht, mit der Kombination [Esc],[Tab] zur vorigen ungelesenen Mail. Die erste Mail im Index erreichen Sie über [Umschalt]+[0], also "=", und den letzten Eintrag über [Umschalt]+[+], also "*". Mit den Pfeil- und den Bildlauftasten blättern Sie zeilen- und seitenweise.

Zusätzlich bringt Mutt eine praktische Abkürzung mit, um ganz gezielt zu einer Mail zu springen: Wollen Sie beispielsweise im Index zum Eintrag mit der Nummer 23 springen, tippen Sie einfach die Zahl. Am unteren Rand erscheint die Meldung: Springe zu Nachricht: 23. Drücken Sie dann die Eingabetaste, und schon sind Sie da. Alternativ können Sie auch mit [Rückschritt] die 23 wieder löschen und eine andere Zahl eingeben.

Tipp: Informative Statuszeile für "screen"

Im Guru-Training der letzten Ausgabe [1] haben wir den Terminalmanager screen vorgestellt, mit dem Sie Terminals im Terminal starten und mehrere Shell-Sitzungen in einem einzigen Fenster verwalten. Der Artikel erwähnt auch die Statuszeile am unteren Fensterrand, die Sie temporär über [Strg]+[A],[W] einblenden. Um die informative Zeile dauerhaft auf den Schirm zu holen, geben Sie im laufenden screen das folgende Kommando ein:

screen -X caption always

Gefällt Ihnen die Bildunterschrift so gut, dass Sie diese nicht jedes Mal von Hand aktivieren, sondern schon beim Start des Terminalmanagers einblenden wollen, schreiben Sie die Option caption always in die Konfigurationsdatei ~/.screenrc. Diese bearbeiten Sie mit einem Texteditor Ihrer Wahl, und der Eintrag gehört in eine eigene Zeile.

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