KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

KDE bietet zahlreiche 3-D-Effekte: Die Bandbreite reicht von Gimmicks über Eyecandy bis zu nützlichen Features. Die Effekte der Fensterverwaltung erleichtern das Zurechtfinden, wenn Sie auf mehreren Arbeitsflächen gleichzeitig arbeiten.

Der 3-D-Desktop-Würfel war vor Jahren der Vorzeige-Effekt OpenGL basierter Desktop-Technologien wie Compiz oder des KDE-Fenstermanagers KWin, der von Haus aus Compositing beherrscht. Inzwischen hat sich der Hype um 3-D etwas gelegt, und Compositing ist nach dem Überwinden der Stabilitätsprobleme früher Versionen heute Alltagstechnologie. Von Profis gelegentlich belächelt, lässt sich aktuelle Hardware mit 3-D-Grafikkarte und ausreichend Arbeitsspeicher auch durch exzessive Nutzung von GL-Effekten nicht mehr aus dem Tritt bringen, so dass Sie problemlos die von KDE 4 gebotenen Eyecatcher nutzen können.

Damit die 3-D-Features funktionieren, benötigt Linux bzw. der X-Server passendee Treiber. Das Setup proprietärer 3-D-Treiber unter OpenSuse oder Ubuntu haben wir in einem älteren Artikel besprochen [1], Sie können leicht prüfen, ob Ihr KDE-System die Voraussetzungen für das Darstellen von OpenGL-Effekten überhaupt erfüllt.

Tipp: OpenGL-Effekte ein und ausschalten

Da KDE 4 Arbeitsflächen-Effekte per Default benutzt, wenn ein 3-D-Treiber eingerichtet ist, müssen Sie nur prüfen, ob in den KDE-Systemeinstellungen im Bereich Erscheinungsbild und Verhalten der Arbeitsfläche unter Arbeitsflächen-Effekte im Reiter Allgemein das Häkchen bei Arbeitsflächeneffekte beim Start aktivieren gesetzt ist (Abbildung 1).

Abbildung 1: KDE 4 aktiviert Compositing automatisch, wenn ein passender 3-D-Treiber installiert ist.

Tipp: Nicht unterstützte Effekte finden

Mit [Alt]+[Umschalt]+[F12] können Sie Arbeitsflächen-Effekte im laufenden Betrieb ein- oder ausschalten. Ist die Funktion deaktiviert, zeigt KDE beim Aktivieren der Arbeitsflächen-Effekte automatisch an, welche Effekte nicht funktionieren (Abbildung 2).

Abbildung 2: KDE zeigt ggf. automatisch an, welche Effekte nicht funktionieren.

Mit den beiden Optionen Verbesserte Fensterverwaltung und/oder Verschiedene Animationen können Sie eine Vorauswahl der von KDE gleichzeitig aktivierten Effekte treffen, ohne im Reiter Alle Effekte jeden einzelnen Effekt gezielt an- oder ausschalten zu müssen. Darüber hinaus können Sie im Reiter Erweitert den Composit-Typ einstellen; Vorgabe ist OpenGL. Die meisten Effekte funktionieren nur mit OpenGL. Das gilt auf jeden Fall für alle Effekte, die explizit 3-D-Unterstützung benötigen, wie z. B. den Desktop-Würfel. XRender ist ein ausschließlich 2-D-beschleunigtes Backend und für Nutzer älterer Grafikkarten gedacht, die keine OpenGL-Unterstützung bieten.

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