LibreOffice Presenter

Nutzen Sie ein Notebook zur Präsentation mit einem Beamer, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können einfach die Anzeige vom Notebook-Display auf den Beamer verdoppeln (spiegeln) und dann Ihre Präsentation starten. Das Präsentationsprogramm von LibreOffice unterstützt aber separate Anzeigen auf beiden Ausgängen und bietet dann ein komfortables Feature, bei dem auf dem Notebook-Display nicht nur die jeweils aktuelle Folie, sondern auch eine Vorschau auf die nächste Folie sowie einige Navigationshilfen erscheinen (Abbildung 11).

Abbildung 11: Praktisch für Vortragende: LibreOffice zeigt auf dem Notebook-Display (linke Hälfte der Abbildung) eine Vorschau auf die nächste Folie und die seit dem Beginn der Präsentation vergangene Zeit an.

Damit Sie diese Funktion nutzen können, müssen Sie den angeschlossenen Beamer als separates Display (mit eigenen Inhalten) einrichten. LibreOffice erkennt automatisch, dass Sie zwei Displays verwenden, bringt aber eventuell die Reihenfolge durcheinander. Wenn beim Start der Präsentation (mit [F5]) die Vollbildfolien auf dem Notebook und die Navigationshilfe auf der Leinwand erscheinen, rufen Sie über den OpenOffice-Menüpunkt Bildschirmpräsentation / Bildschirmpräsentationseinstellungen ein Einstellungsfenster auf, in dem Sie im unteren Bereich Mehrere Bildschirme einen anderen Präsentationsbildschirm eintragen: Wechseln Sie von Bildschirm 1 (primär) zu Bildschirm 2 (Abbildung 12).

Abbildung 12: Anzeigen vertauscht? Wenn LibreOffice bei der Präsentation die Navigationsansicht an den Beamer schickt, ändern Sie die Einstellungen.

Gut, nicht sehr gut

Was das automatische Anpassen des Desktops beim Ein- und Ausstöpseln von Monitoren angeht, hat Linux im Vergleich zu Windows oder Mac OS noch ein wenig Nachholbedarf. Die erforderlichen manuellen Schritte sind aber erträglich, und wenn Sie Ihren Rechner dauerhaft mit zwei Bildschirmen betreiben, sind sie auch nur einmal nötig. Danach erfreuen Sie sich an einem gigantisch großen Desktop.

Infos

[1] Einrichten der Nvidia- und ATI-Treiber: Martin Loschwitz, "Flotte Grafik", EasyLinux 04/2011, S. 44 ff.

[2] Dokumentation zu RandR: http://wiki.ubuntuusers.de/RandR

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Kommentare
geht doch
FK (unangemeldet), Mittwoch, 23. Mai 2012 06:00:07
Ein/Ausklappen

"Den zweiten Monitor schalten Sie lediglich bei Bedarf hinzu; das Ziel wäre, dass Linux selbständig erkennt, wann der zweite Monitor vorhanden ist, und in dem Fall den Desktop erweitert. Schalten Sie das Gerät wieder aus, sollte das idealerweise rückgängig gemacht werden. Diese Maximalanforderungen lassen sich leider nicht umsetzen, beim An- und Abstöpseln ist unter Linux fast immer Handarbeit nötig."

ich hab das ganze neulich noch ausprobiert, arch linux mit gnome 3.4.2 hier auf einem thinkpad t400 mit intel grafik und war baff - es läuft ohne probleme. einmal eingestellt kann ich jetzt munter ein und aus stöpseln, er stellt das gewünschte 2-monitor layout wieder her und bei bedarf wieder aus.


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