Samba unter OpenSuse einrichten

  1. Starten Sie YaST und rufen Sie darin Software / Software installieren oder löschen auf.
  2. Geben Sie in das Suchfeld "Samba" ein. Stellen Sie sicher, dass vor den Paketen samba und yast2-samba-server die Haken gesetzt sind. Ist das nicht der Fall, klicken Sie in die weißen Kästchen vor den Einträgen in der Liste und klicken danach auf Akzeptieren. Starten Sie YaST nach der Paketinstallation neu.
  3. Klicken Sie in YaST danach auf Netzwerkdienste / Samba-Server. Der Installationsassistent fragt Sie nach dem Namen der Workgroup, die Samba verwenden soll. Wenn es in Ihrem Netzwerk bereits eine konfigurierte Gruppe gibt, geben Sie deren Namen dort ein; andernfalls ist das voreingestellte WORKGROUP eine gute Alternative. Klicken Sie auf Weiter.
  4. Im nächsten Dialog wählen Sie den Eintrag Kein Domänen-Controller aus und klicken ebenfalls auf Weiter.
  5. Wählen Sie im dritten Dialog den Eintrag Beim Systemstart unter Dienst starten aus. Setzen Sie einen Haken bei Firewall-Port öffnen und klicken Sie auf Freigaben.
  6. Sie sehen eine Liste aller Freigaben, die Samba ab Werk konfiguriert hat (Abbildung 2). Wenn Sie planen, Ihre Videos in einem Unterordner Ihres persönlichen Verzeichnisses zu speichern, genügt die Standardkonfiguration. Wollen Sie stattdessen ein anderes Verzeichnis freigeben (z. B. eines, das auf einer externen USB-Festplatte liegt), klicken Sie auf Hinzufügen und tragen das Zusatzverzeichnis ein.
  7. Klicken Sie abschließend auf Ok. YaST generiert die Konfiguration von Samba und startet den Dienst anschließend neu, so dass Ihre Änderungen aktiv werden.

    Abbildung 2: Mit YaST richten Sie unter OpenSuse die Samba-Freigaben ein.

Samba unter Ubuntu einrichten

Unter Ubuntu ist die Konfiguration von Samba weniger benutzerfreundlich als bei OpenSuse/YaST. Hier richten Sie den Samba-Dienst wie folgt ein:

  1. Starten Sie die Paketverwaltung, indem Sie im K-Menü System / Paketverwaltung auswählen. Geben Sie in das Suchfeld "samba" ein.
  2. Wählen Sie die Pakete samba, samba-doc, samba-common und tdb-tools zur Installation aus und klicken Sie auf Änderungen anwenden.
  3. Samba kommt von Haus aus mit einer eigenen Benutzerverwaltung. Anders als OpenSuse legt Ubuntu nicht automatisch eine Benutzerdatenbank für Samba an, die mit den Systembenutzern übereinstimmt. Darum müssen Sie die Samba-Benutzerdatenbank mit den entsprechenden Informationen bestücken. Öffnen Sie ein Terminalfenster durch [Alt]+[F2] und Eingabe von konsole in das Schnellstartfenster.
  4. Wenn Ihr Benutzername abc ist, ist der richtige Befehl sudo smbpasswd -a abc. Das System fordert Sie dann auf, auch ein Passwort für den Samba-Benutzer einzugeben. Dieses kann identisch mit dem normalen Linux-Passwort von abc sein, muss es aber nicht.
  5. Im nächsten Schritt geben Sie in Samba das Verzeichnis frei, in welchem die Videos für den WDTV liegen. Geben Sie dazu in dem noch geöffneten Terminalfenster den Befehl kdesudo kate /etc/samba/smb.conf ein.
  6. Scrollen Sie in sich öffnenden Kate-Fenster zur Zeile, die mit ; [homes] anfängt. Entfernen Sie vor dieser und den folgenden zwei Zeilen jeweils das Semikolon am Zeilenanfang (Abbildung 3). Dann speichern Sie die Datei und schließen Kate.

    Abbildung 3: Unter Ubuntu ist Handarbeit angesagt. Indem Sie die drei markierten Zeilen bearbeiten, aktivieren Sie die Freigabe für "/home".
  7. Geben Sie dann sudo service smbd restart ein; danach folgt der Befehl sudo service nmbd restart. Damit ist die Samba-Konfiguration abgeschlossen.

Diese Anleitung geht davon aus, dass Ihre Videos in einem Verzeichnis in Ihrem persönlichen Ordner liegen. Es wäre ebenfalls möglich, mit Samba unter Ubuntu andere Verzeichnisse freizugeben; die Einrichtung ist allerdings umständlich.

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