Das Netzwerk des WD TV HD Live einrichten

Der vorgestellte Mediaplayer hat ab Werk kein eigenes Speichermedium und ist darauf angewiesen, Multimedia-Inhalte über das Netzwerk zu empfangen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Netzwerkkonfiguration passt. Falls das Netzwerk noch nicht eingerichtet hat, erledigen Sie das so:

  1. Drücken Sie auf der mitgelieferten Fernbedienung des WD TV HD die Tasten für [Pfeil runter], bis Sie beim Menüpunkt Settings angekommen sind. Drücken Sie [OK] auf der Fernbedienung.
  2. Navigieren Sie mit derselben Taste zu Network Setup und drücken Sie erneut [OK].
  3. Wie das Netzwerk zu konfigurieren ist, hängt davon ab, ob es in Ihrem lokalen Netzwerk einen DHCP-Server gibt oder nicht. Wenn ein solcher Server vorhanden ist, wählen Sie Automatic aus, andernfalls Manual (Abbildung 1).

    Abbildung 1: Die Netzwerkkonfiguration muss stimmen, damit Linux-PC und WDTV miteinander kommunizieren können.
  4. Wenn die Konfiguration automatisch passiert, holt sich der WD TV HD Live nun seine gesamte Netzwerkkonfiguration per DHCP. Im manuellen Modus geben Sie über die Bildschimtastatur und mit den Pfeiltasten der Fernbedienung die entsprechende Netzwerkkonfiguration ein (siehe Grundlagenartikel in dieser Ausgabe).
  5. Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zu Finish und drücken Sie [OK], um die Netzwerkkonfiguration abzuschließen.

Ob die Netzwerkkonfiguration funktioniert hat, testen Sie am besten mit ping. Drücken Sie auf Ihrem Linux-System [Alt]+[F2] und geben Sie konsole ein. Führen Sie dann den Befehl ping IP-Adresse aus. Kommt eine Antwort vom WD TV HD Live, funktioniert das Netzwerk.

Kasten 2: Innen hui, außen auch

Das Menü des WD TV HD Live ist optisch nicht besonders ansprechend, und die WDLXTV-Firmware ändert daran leider kaum etwas. Benutzer, die von WDLXTV begeistert waren, haben das Problem gelöst: Sie stellen "Mods" zur Verfügung, die dem Menü ein komplett neues Aussehen verpassen. Der Favorit des Autors ist das Picto2-Theme, das für eine aufgeräumte und hübsche Oberfläche sorgt. Auf der Projektseite [3] finden Sie eine Liste aller Themes, die für aktuelle Versionen von WDLXTV zur Verfügung stehen. Um Picto2 auf dem WDLXTV zu nutzen, gehen Sie so vor:

  1. Laden Sie die Datei mit der Endung .bin herunter und legen Sie diese auf dem USB-Stick ab. Benennen Sie die Datei in osd.bin um.
  2. Starten Sie den WDLXTV neu. Nach dem Neustart erscheint das Frontend von WDLXTV im neuen Gewand.

Der vorgestellte Weg ändert das Aussehen der Oberfläche von WDLXTV bis zum nächsten Neustart. Würde der USB-Stick mit osd.bin dann fehlen, entspräche das Menü wieder dem Standard. Um das Picto2-Theme oder ein anderes Theme dauerhaft zu nutzen, sollte der USB-Stick mit der passenden osd.bin-Datei also permanent am Gerät angeschlossen bleiben.

Samba-Shares einrichten

Der Medienplayer selbst ist damit für den Einsatz bereit. Nun fehlt noch die Videoquelle, die im Beispiel Ihr Linux-Rechner ist. WDLXTV beherrscht mehrere Kommunikationsprotokolle: Neben NFS gehört dazu auch das SMB-Protokoll, mit dem der WD TV HD Live auf Windows-Freigaben zugreifen kann. Auch am Linux-Rechner lassen sich Samba-Freigaben aufsetzen, die kompatibel mit dem SMB-Protokoll sind. Im Folgenden gehen wir deshalb davon aus, dass der WD TV auf sein Videomaterial über SMB zugreift.

Damit ein Linux-Rechner eine SMB-Freigabe exportiert, ist Samba notwendig. Die dazu gehörende Software liegt sowohl OpenSuse als auch Ubuntu bei, so dass Sie den Dienst nur einrichten und konfigurieren müssen.

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