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EasyLinux-News

22.05.2012

LPI-Prüfung für Anfänger

Das Linux Professional Institute (LPI) hat mit "Linux Essentials" [1] ein neues Zertifizierungsprogramm angekündigt, das sich vor allem an Neueinsteiger und Schüler richtet.

Im Unterschied zu den für Sysadministratoren gedachten übrigen Programmen des LPI konzentrieren sich die Essentials auf Endanwender und vermitteln daneben allgemeines Grundwissen über Open Source. Die Lerninhalte heißen z. B. "Grundlagen der Linux-Kommandozeile, Dateien und Skripte" und "Open Source Software und Lizenzen verstehen".

Das LPI bemüht sich bei dem neuen Zertifikat insbesondere um die Zusammenarbeit mit Schulen. Die Städtische Berufsschule für Informationstechnik in München und die Elektronikschule in Tettnang gehören zu den ersten Kooperationspartnern, bei denen die Schüler die Linux Essentials absolvieren können.

Die neue Prüfung soll ab Juni 2012 in Europa ablegbar sein, die Gebühr wird 50 Euro in akademischen Testcentern und 65 Euro bei kommerziellen Testcentern betragen. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.lpi.org/linuxessentials

KDE 4.9 im August 2012

Das KDE-Projekt hat den Zeitplan für Version 4.9 seiner freien Desktopumgebung veröffentlicht.

Der Plan sieht die Veröffentlichung der fertigen Version 4.9 für den 01.08.2012 vor. Stationen auf dem Weg dorthin sind ein harter Feature-Freeze am 17.05. und eine erste Betaversion am 30. Mai. Ab September folgen die Wartungs-Releases mit den Nummern 4.9.x. Der Zeitplan ist auf den Seiten der KDE-Techbase nachzulesen [1].

Die geplanten Features der kommenden KDE-Version sind ebenfalls öffentlich einzusehen [2], aber offenbar noch nicht komplett. Die Geografie-Anwendung Marble möchten die Entwickler als Touch-Version für Plasma Active und Android fit machen. Daneben sollen die Anwender Fotos mit ihren Orten einfügen können. Schattenwürfe für Hügel sind bereits in Arbeit. Ebenfalls geplant sind Verbesserungen am Spiel Kajongg sowie Last.fm-Unterstützung für die Jukebox Juk. (Mathias Huber/hge)

[1] http://techbase.kde.org/Schedules/KDE4/4.9_Release_Schedule

[2] http://techbase.kde.org/Schedules/KDE4/4.9_Feature_Plan

Linux-Buch als Gratis-E-Book

Galileo Computing hat die fünfte Auflage seines Buchs "Linux – Das umfassende Handbuch" als kostenloses OpenBook veröffentlicht. Der Band verspricht, alles Wissenswerte rund um und über Linux zu liefern. Inhaltlich möchte das "umfassende Handbuch" gleichermaßen Einsteiger wie auch Profis ansprechen. Dabei richtet es sich an Nutzer aller Distributionen.

Die Autoren Johannes Plötner und Steffen Wendzel dringen nach der Installation und einem kleinen Rundgang durch KDE und Gnome rasch in die Tiefen eines Linux-Systems vor. Schon früh werfen sie einen genaueren Blick auf den Kernel, die Shell und die typischen Arbeitskonzepte eines Linux-Systems.

Einen Großteil des Buches nehmen die Shellprogrammierung und die Beschreibung zahlreicher nützlicher Kommandozeilenprogramme ein. Letztgenannte ziehen die Autoren auch bei der Benutzerverwaltung, der Einrichtung des Netzwerks und weiteren Verwaltungsaufgaben heran.

Nach der Besprechung einiger typischer Netzwerkdienste behandeln die nachfolgenden Kapitel die Einrichtung eines Mail- und DNS-Servers, das Aufsetzen eines LAMP-Stacks sowie die Virtualisierung. Ebenfalls nicht zu kurz kommen das X11-System mit den verschiedenen Desktopumgebungen sowie die Vorstellung einiger Multimediaprogramme – diese gerade für viele Einsteiger interessanten Themen tauchen erstaunlicherweise aber erst im hinteren Teil des Buchs auf.

Anschließend werfen die Autoren noch einen genaueren Blick auf Prozesse, den Bootvorgang und das Dateisystem. Softwareentwickler erhalten einen Überblick über häufig unter Linux genutzte Programmiersprachen nebst passenden Werkzeugen und dürfen an einem "Crashkurs in C und Perl" teilnehmen. Den Abschluss bilden schließlich Kapitel zur Computer- und Netzwerksicherheit.

Das insgesamt 1282 Seiten starke Werk kann man kostenlos auf der Homepage von Galileo Computing [1] lesen. Alternativ lädt man sich alle HTML-Seiten in einem ca. 20 MByte großen Zip-Archiv [2] herunter, das Sie auch auf der Heft-DVD finden. Für 49,90 Euro bekommt man im Buchhandel auch eine gedruckte Fassung. Ihr liegen zusätzlich noch zwei DVDs mit etwas älteren Distributionen sowie weiteren OpenBooks bei. Die ISBN ist 978-3-8362-1822-1. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://openbook.galileocomputing.de/linux/

[2] http://www.galileocomputing.de/katalog/openbook/?GPP=oplinux5

Google Chrome 17 errät Webseiten

Mit der neuen Version 17 seines Webbrowsers Chrome [1] verspricht Hersteller Google mehr Leistungsfähigkeit. Im Chrome-Blog schreibt Google-Entwickler Noé Lutz, dass Chrome nun bereits beim Eintippen von URLs versucht, die gewünschte Seite mit Hilfe der Browserchronik vorauszuahnen und bereits im Hintergrund zu laden. Klappt dies, bekommt der Nutzer das passende Ergebnis deutlich schneller geliefert.

Was die Sicherheit betrifft, soll Chrome 17 nun besser auf Schadcode via Download vorbereitet sein, indem er sowohl bekannte Schadsoftware anhand von Blacklists filtert und – unter Windows – nun auch EXE- und MSI-Dateien gegen eine Whitelist abgleicht. Google Chrome ist für Linux, Windows und Mac OS X zu haben. (Ulrich Bantle/hge)

[1] https://www.google.com/chrome

Kubuntu verliert Finanzierung

Jonathan Riddell hat auf der Kubuntu-Mailingliste mitgeteilt, dass Canonical seine Arbeit an Kubuntu nicht länger finanziert.

Mit dem Erscheinen der Kubuntu-Ausgabe 12.04, einer LTS-Release, werde Canonical die Finanzierung einstellen und auf eine Unterstützung umstellen, wie sie auch Edubuntu und Xubuntu erfahren: die Bereitstellung von Infrastruktur.

Riddell schreibt, dass er damit nicht länger an der KDE-Variante von Ubuntu arbeiten könne, zudem werde es keinen bezahlten Support mehr für die Distribution geben [1]. Es sei eine nachvollziehbare wirtschaftliche Entscheidung von Canonical, so Riddell, die Kubuntu-Ausgabe sei in den sieben Jahren ihres Bestehens aus unternehmerischer Sicht nicht in die Gänge gekommen.

Abseits von den Versuchen, eine mit der hervorragenden KDE-Technologie ausgestatteten Linux-Ausgabe zu bauen, und der wundervollen Community sei der kommerzielle Erfolg ausgeblieben, und es gäbe keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern werde. Nun stelle sich die Frage: "Braucht die Welt Kubuntu?" Wenn ja, dann müsse ein Ruck durch die Community gehen, und es müssten sich mehr Leute beteiligen, so Riddell. Als Beispiel nennt er das ISO-Testen, eine langwierige, langsame und undankbare Aufgabe, für die er schwerlich Leute gefunden habe. Er selbst werde nur noch sehr wenig für die Entwicklung tun können, weshalb er Entwickler aufrufe, sich bei der Ubuntu-Entwicklerkonferenz anzumelden, damit dort eine Diskussion über die Zukunft von Kubuntu stattfinden könne.

Kubuntu ist eine der von EasyLinux unterstützten Distributionen. Wenn es dabei bleibt, dass keine Kubuntu-Versionen nach 12.04 mehr erscheinen, werden wir unseren Support auf Ubuntu (mit nachinstallierten KDE-Paketen) umstellen. (Ulrich Bantle/hge)

[1] http://thread.gmane.org/gmane.linux.ubuntu.devel.kubuntu/5798

Linux Mint 12 mit KDE

Das Linux-Mint-Team hat die KDE-Version seiner Linux-Distribution fertiggestellt. Mit KDE 4.7.4 folgt Linux Mint 12 nun mit einer Desktop-Alternative zu Gnome und dem daraus abgeleiteten Eigengewächs Cinnamon.

Neu ist unter anderem die Option, Linux Mint über Hybrid-ISO-Images auf USB-Sticks zu installieren, heißt es in den Release Notes. Außerdem wurde mit Duck Duck Go eine neue Standardsuchmaschine eingebunden. Linux Mint will über Verträge mit Suchmaschinenbetreibern Einnahmen generieren. Einige Partner habe man bereits gefunden. Die Entwickler bitten die Nutzer darum, diese mögliche Geldquelle für das Projekt bei der Wahl der bevorzugten Suchmaschinen wohlwollend zu bedenken. Projektleiter Clement Levefbre erläutert am Beispiel von Duck Duck Go in seinem Blog die Funktionsweise dieser Partnerschaften [1]. Alle nötigen Informationen und die Downloadmöglichkeiten sind in der Linux-Mint-Ankündigung verlinkt [2].

(Ulrich Bantle/hge)

[1] http://blog.linuxmint.com/?p=1884

[2] http://www.linuxmint.com/rel_lisa_kde.php

Kubuntu Active macht Fortschritte

Die erste Kubuntu-Ausgabe mit KDEs Plasma-Active-Oberfläche für Tablets macht Fortschritte. Das berichtete der Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell. Das Tablet-Kubuntu soll mit der kommenden Ubuntu-Release 12.04 "Precise Pangolin" fertiggestellt werden. Derzeit befindet es sich in Entwicklung, tägliche Builds kann man nun zum Testen herunterladen [1]. Die Entwickler bitten um Feedback in ihrem Bugtracker [2]. Derzeit sind nur Images für die x86-Architektur erhältlich, ARMv7-Downloads soll es geben, sobald die Ausgabe für diese Architektur etwas stabiler ist. (Mathias Huber/hge)

[1] http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu-active/daily-live/

[2] https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/kubuntu-active-meta

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