Versionsvielfalt
Verschiedene Java-Versionen unter Linux
Aktuelle Linux-Distributionen enthalten in der Regel OpenJDK an Stelle von Sun Java als Standard-Java-Version. Suns Version ließ sich aber bei vielen Distributionen bis 2010 noch problemlos über Partner-Repositories installieren. Da Oracle mit dem Erwerb von Sun im Sommer 2011 die Lizenzbedingungen für Java änderte, können die Distributionshersteller nicht mehr "Oracle Java" als Installationspaket in die eigenen Paketquellen aufzunehmen. Damit ist die Situation rund um Java ein wenig unübersichtlich, zumal neben den verschiedenen Java-Varianten (Sun, Oracle, Open Source) auch verschiedene Versionen (5, 6, 7) im Umlauf sind.
Wir erklären die Unterschiede zwischen den Java-Varianten und zeigen, wie Sie den Umgang mit unterschiedlichen Versionen auf einem System praktisch handhaben können. Eine Empfehlung für eine bestimmte Version geben wir nicht; die einzige sinnvolle Empfehlung ist ganz praktischer Natur: Stellt Ihr Browser eine Java-basierende Webseite nicht korrekt dar, probieren Sie schlicht eine andere Variante. Außerdem verwenden wir im Folgenden meist die allgemeine Bezeichnung Java, auch wenn es bedeutsame Unterschiede zwischen JRE, JDK und JVM gibt. Eine kurze Erläuterung findet sich im Kasten Wortwahl. Für unsere Tests haben wir Ubuntu 11.04 und OpenSuse 12.1 verwendet.
Wortwahl
Ist allgemein von "Java" die Rede, meint der Begriff meist das Java Runtime Environment (JRE, dt. Java-Laufzeitumgebung). SE steht übrigens für Standard Edition. Gleichwertige Bezeichnungen in diesem Zusammenhang sind JRE, Java Virtual Machine, Virtual Machine, Java VM oder JVM. Ein JRE ist stets erforderlich, um Java-Programme ausführen zu können, egal ob auf dem lokalen PC oder als Webanwendung. Wer selbst Java-Programme entwickeln
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