Tipp: Fenster minimieren und maximieren

Der neue Gnome-Desktop verzichtet auf die Knöpfe zum Minimieren und Maximieren der Fenster. In der Fensterleiste der Programme befindet sich lediglich ganz rechts ein Knopf zum Schließen. Dabei handelt es sich nicht etwa um Schikane – die Entwickler haben sich durchaus etwas dabei gedacht. Per Mausgeste etwa vergrößern Sie Fenster in den Vollbildmodus. Dazu reicht es, eine Anwendung an der Fensterleiste anzufassen, an den oberen Bildschirmrand zu ziehen und loszulassen. Ein Doppelklick mit der Maus auf die Fensterleiste und die Tastenkombination [Alt]+[F10] bewirken dasselbe. Bewegen Sie das Fenster zurück auf den Desktop oder klicken Sie erneut doppelt auf die Leiste, nimmt die Anwendung wieder ihre Originalgröße an.

Was das Minimieren betrifft, begründen die Gnome-Macher den fehlenden Button damit, dass der neue Desktop einfach keinen Bereich anbietet, wohin ein verkleinertes Fenster verschwinden könnte. Ein unteres Panel mit einer Fensterliste existiert nicht länger, und die neuen virtuellen Desktops (siehe Tipp ##) bieten eigentlich ausreichend Platz, so dass es nicht mehr nötig ist, Fenster zu verkleinern. Sie starten eine andere Anwendung oder ein weiteres Fenster einer laufenden einfach auf dem nächsten Arbeitsplatz – fertig.

Wer dennoch Fenster von Hand minimieren möchte, der erreicht eine entsprechende Funktion per Rechtsklick auf die Fensterleiste. Benötigen Sie das Feature häufiger und möchten Sie zum Verkleinern nicht jedesmal zur Maus greifen, richten Sie wie folgt einen neuen Tastatur-Shortcut ein:

  1. Öffnen Sie die Systemeinstellungen (siehe Tipp ##) und wechseln Sie im Bereich Hardware zu Tastatur.
  2. Gehen Sie zum Reiter Tastaturkürzel und dort in die Abteilung Fenster. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Zeile Fenster minimieren, wo in der Voreinstellung kein Kürzel, sondern Deaktiviert steht.
  3. Geben Sie die gewünschte Tastenkombination ein. Sollte diese bereits für eine andere Funktion in Verwendung sein, warnt ein Dialogfenster und verrät auch, wo der Shortcut zum Einsatz kommt. Dann können Sie den Vorgang abbrechen oder die vorhandene Funktion überschreiben.

Tipp: Die neuen virtuellen Desktops

Das Konzept der virtuellen Arbeitsflächen ist nicht neu – auch Gnome 2 bot dieses Feature an. Unten im Panel befand sich ein entsprechender Umschalter, über den Sie per Mausklick die vier voreingestellten Flächen erreichten. Auch Tastenkürzel waren für die schnelle Navigation per Keyboard vorhanden. Die neuen virtuellen Desktops der Gnome Shell erscheinen nicht in festgelegter Anzahl, sondern nur bei Bedarf. Sie erreichen sie nicht länger über einen Umschalter, sondern indem Sie die Aktivitäten anklicken (bzw. [Alt]+[F1] drücken) und dann mit der Maus in den rechten Bereich fahren. Noch schneller wandern Sie über die Tastatur hoch und runter: [Strg]+[Alt]+[Pfeil hoch] und [Strg]+[Alt]+[Pfeil runter] bringen Sie vor und zurück.

Um eine Anwendung direkt auf einem bestimmten Desktop zu starten, bleibt nur der Umweg über die Favoriten. Von dort aus ziehen Sie ein Icon per Drag & Drop auf den gewünschten Desktop. Alternativ öffnen Sie ein Programm, klicken mit der rechten Maustaste auf die Fensterleiste und wählen aus dem Kontextmenü Auf Arbeitsfläche darüber verschieben bzw. Auf Arbeitsfläche darunter verschieben. Per Tastatur erreichen Sie das Gleiche über [Umschalt]+[Strg]+[Alt]+[Pfeil hoch] und [Umschalt]+[Strg]+[Alt]+[Pfeil runter].

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