Tipp: Größe der "Aktivitäten"-Icons ändern

Gerade auf Netbooks mit ihren kleinen Displays ist die Anzeige der Anwendungen in den Aktivitäten oft etwas unglücklich – zu groß sind die Symbole und die Abstände zueinander, um ausreichend zu sehen. Wenn Sie den Griff zum Texteditor wie im vorigen Tipp nicht scheuen, gelangen Sie so zu einer übersichtlicheren Darstellung:

  1. Erstellen Sie wie in Schritt 1 bis 3 des vorigen Tipps gezeigt eine Sicherungskopie der Datei /usr/share/gnome-shell/theme/gnome-shell.css und öffnen Sie danach das Original mit Root-Rechten in einem Texteditor.
  2. Wandern Sie zum Kommentarblock /* Apps */ und passen Sie zunächst den folgenden Block an:

    .icon-grid {
        spacing: 36px;
        -shell-grid-item-size: 118px;
    }
  3. Halbieren Sie nun beide Werte, hinter spacing tragen Sie also 18px ein und hinter -shell-grid-item-size steht danach 59px:

    .icon-grid {
        spacing: 18px;
        -shell-grid-item-size: 59;
    }
  4. Damit sind die Abstände zwischen den Symbolen halbiert – es fehlen nur noch die Icons selbst. Dazu schauen Sie sich den übernächsten Block an:

    .icon-grid .overview-icon {
        icon-size: 96px;
    }

    Auch diesen Wert halbieren Sie, tragen anstelle der 96px also 48px ein.

  5. Speichern Sie die Änderungen, verlassen Sie den Texteditor und starten Sie die Gnome Shell über [Alt]+[F2] und Eingabe von r neu.

Abbildung 6 zeigt auf einem Netbook-Display den Original-Look und die neue Einstellung mit den verkleinerten Abständen und Symbolen.

Tipp: Seitenleiste in Nautilus vergrößern

Der Gnome-Dateimanager präsentiert sich in der neuen Desktopversion in der Voreinstellung im Browsermodus. Das heißt, dass Sie an der linken Seite eine Leiste sehen, die angeschlossene Geräte, verschiedene Verzeichnisse, den Mülleimer und Netzwerkfreigaben anzeigt. Die Gnome-Entwickler haben als Größe für die Seitenleiste 148 Pixel festgelegt. Reicht das nicht aus oder ist dies sogar zu breit, können Sie den Bereich mit der Maus über den mittleren Anfasser zurechtziehen. Um das nicht für jedes Nautilus-Fenster zu wiederholen, machen Sie einen eigenen Wert zur Vorgabe.

Am leichtesten und schnellsten gelingt dies über das neue Konfigurationstool der Gnome Shell namens DConf-Editor. Sollte das Programm nicht installiert sein, rüsten Sie es über den Paketmanager Ihrer Distribution nach. Anschließend starten Sie die Anwendung über [Alt]+[F2] und Eingabe von dconf-editor. Navigieren Sie links zu org / nautilus / window-state. Rechts sehen Sie nun die einzelnen Konfigurationsschlüssel, unter anderem den für die Breite der Seitenleiste (sidebar-width). Doppelklicken Sie auf die Zahl 148 und tragen Sie dann einen eigenen Wert ein. Die Änderungen sind sofort aktiv.

Praktisch: Der neue Konfigurationseditor der Gnome Shell zeigt Schlüssel, deren Voreinstellung Sie verändert haben, fett hervorgehoben an. So sehen Sie auf einen Blick, wo Sie das Original abgewandelt haben. Und das Beste daran: Sie müssen sich nicht einmal merken, was Sie genau geändert haben. Markieren Sie einfach einen Eintrag und klicken Sie unten rechts auf Set to Default, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Glossar

XML

Die Extensible Markup Language ist eine Beschreibungssprache für hierarchisch strukturierte Daten. XML-Dateien sind reine Textdateien und daher auch in einem einfachen Texteditor modifizierbar. Das Format kommt oft zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Programmen und Plattformen zum Einsatz. Die Theme-Dateien des Gnome-Desktops sind ebenfalls in XML geschrieben.

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