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Umzugshelfer

Lernen Sie die wichtigsten Linux-Tools kennen

18.01.2012
Der Umstieg auf Linux fällt leichter, wenn Sie wissen, welche Anwendungen das freie Betriebssystem anbietet. Die Überraschung: Häufig sind es dieselben Tools, die Sie unter Windows oder Mac OS einsetzen.

Kennen Sie Linux noch nicht, begeben Sie sich auf unbekanntes Terrain und stellen sich vermutlich einige Fragen: Was wird aus meiner Lieblingsanwendung? Womit schreibe ich Briefe und andere Texte? Kann ich meine Musiktitel und Filme noch abspielen? Was geschieht mit meinen Bildern? Keine Sorge: Für die meisten Aufgaben bietet das freie Betriebssystem Alternativen an. Und überraschend oft finden Sie die wichtigen Windows-Standardprogramme auch unter Linux wieder.

Was fehlt denn?

Die schlechten Nachrichten zuerst: Einige beliebte, kommerzielle Windows-Programme gibt es für Linux einfach nicht. Dazu gehören einige Adobe-Produkte wie Photoshop, Dreamweaver und Premiere. Arbeiten Sie im CAD-Bereich, vermissen Sie eventuell das neueste Autocad. Und natürlich fehlen die gängigen Microsoft-Programme: Outlook Express, der Internet Explorer und das komplette Microsoft-Office-Paket. Möglicherweise lieben Sie diese Software nicht unbedingt, sind aber beruflich oder privat darauf angewiesen.

Auch viele aktuelle Spiele laufen nicht nativ unter Linux, da sie für die 3-D-Grafik DirectX verwenden, was Linux nicht unterstützt. Mac-Anwender vermissen womöglich iTunes, iMovie, Time Machine oder Boot Camp. Zumindest für Windows-Nutzer gibt es einen Hoffnungsschimmer: Die Software Wine (lesen Sie dazu mehr im Abschnitt Spiele ganz am Ende des Artikels) bringt in einigen Fällen Windows-Programme zum Laufen.

Sind Sie aber gewillt, umzusteigen, zu lernen und Alternativen auszuprobieren, stoßen Sie im Open-Source-Universum auf verblüffend geniale Software, die ihre kommerziellen Gegenparts in einigen Fällen locker ausbootet. Da es aber zugleich sehr viel instabile, veraltete oder fehlerhafte freie Software gibt, halten Sie sich am besten an die Ratschläge anderer Nutzer oder testen selbst die Programme, bevor Sie umsteigen. Häufig müssen Sie noch bestimmte Zusatzpakete installieren, bevor eine Anwendung tut, was Sie wollen. Damit zum Beispiel der Audioplayer Amarok MP3s abspielt, müssen Sie im Vorfeld den passenden Codec einrichten [1].

In vielen Punkten brauchen Sie jedoch nicht umzulernen: Auch unter Windows setzt sich freie Software zunehmend durch. Das bekannteste Programm hier heißt Firefox, es gibt aber auch zahlreiche weitere Beispiele für erfolgreiche Open-Source-Software, die Millionen Windows-Anwender nutzen. Diese Software können Sie also zunächst unter Windows testen, bevor Sie auf Linux umsteigen.

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