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Besser arbeiten mit KDE

Tipps & Tricks zu KDE

13.10.2011 Wer mit dem KDE-Desktop arbeitet, muss sich um die Programme für täglich anfallende Aufgaben kaum Gedanken machen, denn die komfortable Arbeitsumgebung bringt Software für fast jeden Zweck mit. Wie bei KDE üblich, lassen sich alle Anwendungen perfekt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen – wenn man denn die richtigen Schalter kennt.

Tipp: Akonadi-Server manuell starten

Eigentlich bereits für KDE 4.0 geplant, kümmert sich erst seit kurzem Akonadi um die Verwaltung der in den KDE-PIM-Programmen hinterlegten Informationen. Zur PIM-Suite gehört neben dem KDE-Adressbuch und dem KOrganizer auch das Mail-Programm KMail, das die Entwickler erst vor kurzem auf Akonadi umgestellt haben. Mitunter kommt es mit den neuen Programmen der KDE-PIM-Suite zu Problemen: Häufig ist die Ursache, dass der Akonadi-Server nicht läuft – er wird normalerweise automatisch gestartet, doch nach zu vielen Abstürzen auch automatisch deaktiviert. Programme, die Akonadi verwenden, lassen sich dann nicht benutzen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Wenn der Akonadi-Server nicht läuft, überlagert diese Fehlermeldung das KMail-Fenster und lässt sich auch nicht wegklicken.

Oft lässt sich das Problem durch einen Neustart des Akonadi-Servers lösen. Öffnen Sie dazu über ein mit [Alt]+[F2] geöffnetes Schnellstartfenster und Eingabe von konsole ein Kommandozeilenfenster und geben Sie dort

akonadictl start

ein. Dieser Befehl gibt mehrere Bildschirmseiten Text aus, doch um zu erkennen, ob die Fehlerbehebung erfolgreich war, reicht ein Blick auf die letzten Zeilen. Sie sollten unter keinen Umständen den Eintrag "akonadiserver" crashed to often and will not be restarted (deutsch: Der Akanadi-Server ist zu oft abgestürzt und wird nicht neu gestartet) enthalten. Hat alles geklappt, funktioniert KMail wieder wie gewohnt – selbst wenn Sie das Programm während des Akonadi-Neustarts nicht geschlossen haben.

Tipp: Wenn Akonadi weiterhin streikt

Wenn Tipp 1 nicht funktioniert, weil beim Versuch, den Akonadiserver neu zu starten, die Meldung "akonadiserver" crashed to often and will not be restarted erscheint, und nicht einmal das Neuanmelden am Desktop oder gar ein Neustart des Systems weiterhelfen, bleibt nur die Holzhammer-Methode: In so hartnäckigen Fällen sind normalerweise die Benutzerdateien von Akonadi inkonsistent, so dass der Start des Dienstes nicht mehr gelingt. Diesem Problem rücken Sie zu Leibe, indem Sie den Ordner mit den Akonadi-Dateien umbenennen.

  1. Starten Sie dazu den Dateimanager Dolphin und aktivieren Sie über Ansicht / Versteckte Dateien anzeigen die Anzeige von Dateien und Verzeichnissen, deren Namen mit einem Punkt beginnen.
  2. Wechseln Sie danach in den Ordner .local/share in Ihrem Home-Verzeichnis und klicken Sie den Ordner akonadi mit der rechten Maustaste an.
  3. Über Auswahl des Eintrags Eigenschaften aus dem Kontextmenü öffnet sich ein Dialog, in dem Sie dem Verzeichnis auf dem Reiter Allgemein einen neuen Namen geben können, etwa akonadi_alt.
  4. Sobald Sie danach in einer Konsole mit dem Befehl akonadictl start den Akonadi-Server manuell starten, wird der Ordner .local/share/akonadi neu angelegt und KMail sollte wieder funktionieren (Abbildung 2).

    Abbildung 2: Reicht es nicht aus, den Akonadi-Server neu zu starten, hilft es, das Verzeichnis "akonadi" im Ordner "~/.local/share" umzubenennen.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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