Die Ecke mit was drin

Nicht zuletzt ordnen Sie den Bildschirmecken des KDE-Desktops bestimmte Funktionen zu. Fahren Sie dann mit der Maus in eine Ecke oder in den Bereich dazwischen, führt KDE eine festgelegte Aktion aus. Um diese zu definieren, rufen Sie die Systemeinstellungen auf und wählen Verhalten der Arbeitsfläche / Bildschirmecken bzw. Verhalten der Arbeitsfläche / Bildschirmränder (Abbildung 11). Klicken Sie auf die gewünschte Ecke und ordnen Sie dieser dann eine der vorgeschlagenen Aktionen zu. Es ist dabei nicht möglich, eigene Aktionen zu wählen. Sie lassen KDE beispielsweise die Arbeitsfläche anzeigen oder den Bildschirm sperren.

Abbildung 11: Auch das Berühren einer Bildschirmecke löst unter KDE bestimmte Funktionen aus, die Sie zuvor zuordnen müssen.

Fazit

Wenn Sie Ihren KDE-Desktop ausreichend konfigurieren, sparen Sie an vielen kleinen Ecken und Enden jeweils ein wenig Zeit. In der Summe arbeiten Sie effizienter, ohne gleich einen neuen Rechner zu benötigen.

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Optionen für den optimalen Workflow, auf die wir hier nicht explizit eingehen. So bringen die meisten Anwendungen eigene Einstellungen mit, um Ihnen das Leben zu erleichtern und die Arbeitseffizienz zu steigern. Häufig spielt dabei Tagging eine Rolle. Dabei fügen Sie den Dateien Metainformationen hinzu, um diese zu sortieren. In Firefox taggen Sie Ihre Lieblingswebseiten und rufen diese dann über auf einen Schlag auf. Verschiedene Bildbetrachter und Audioplayer sortieren Fotos und Musikdateien nach ihren Metadaten. Dolphin, der Dateimanager von KDE, bringt ein eigenes Tagging-System mit und ermöglicht es Ihnen so, schnell inhaltlich zusammenhängende Dateien aufzuspüren. Desweiteren rufen Sie bestimmte Programme schneller auf, wenn Sie auf den Splash-Screen verzichten oder das anfängliche Durchforsten einer Datenbank abschalten.

Das Optimieren des Arbeitsprozesses ist zugleich eine Selbstoptimierung: Wenn Sie regelmäßig Tastaturbefehle verwenden, gehen diese in Ihr Muskelgedächtnis über: Sie benutzen [Strg]+[Q],[Alt]+[Tab] und Co. bald, ohne noch groß darüber nachzudenken. In diese Kategorie gehört auch die Möglichkeit, schnelles Tippen zu erlernen. Mit Software wie Tipp10 [1], die auch unter Kubuntu und OpenSuse funktioniert, lernen Sie spielend das 10-Finger-Tippen. Aber: Vergessen Sie vor lauter Selbstoptimierung nicht, gelegentlich mal eine Kaffeepause einzulegen.

Infos

[1] Zehn-Finger-Trainer Tipp10: http://www.tipp10.com/de/

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