Schlanke Desktops
Kleine Alternativen zu KDE und Gnome
Mehr Konfiguration
Die zentralen Einstellungen für den Window Manager können Sie in der Datei preferences verändern; dort sind für alle möglichen Anpassungen bereits (deaktivierte) Einträge mit kurzen (englischsprachigen) Erklärungen angelegt. Die Zeile
# DesktopBackgroundImage=""
ist z. B. für das Hintergrundbild zuständig. Um ein eigenes einzusetzen, entfernen Sie zunächst die vorangestellte Raute (#), die den Eintrag auskommentiert, und setzen zwischen die Anführungszeichen den Pfad zur Bilddatei.
Komfortabler wird die Konfiguration, wenn Sie das Icewm Control Panel (iceWMCP) installieren, das Sie im Paket iceWMCP finden (Abbildung 4), Sie starten es nach der Installation durch Eingabe von iceWMCP in ein Terminalfenster. Mit diesem Kontrollzentrum können Sie, ähnlich wie bei KDE und Gnome, diverse Einstellungen vornehmen, ohne die Konfigurationsdateien anzupassen.
Passende Dateimanager
Nun hat es nur wenig Sinn, den KDE- oder Gnome-Desktop durch einen spartanischen Window Manager zu ersetzen, dann aber als Dateimanager KDEs Dolphin oder Gnomes Nautilus zu starten und damit doch alle Bibliotheken des jeweiligen Desktops nachzuladen – darum bietet sich auch die Suche nach einem schlanken Dateimanager an, der sich in Sachen Ressourcenverbrauch nicht vor den für die Fensterverwaltung zuständigen Kollegen verstecken muss.
Hier gibt es eine Reihe kleiner Tools, z. B. ROX-Filer [3], Filerunner [4] und Thunar [5]. Letzterer (Abbildung 5) ist besonders interessant, weil es für ihn eine Erweiterung (im Paket thunar-volman) gibt, die (wie bei KDE und Gnome) externe Datenträger automatisch einbindet, sobald Sie diese einlegen bzw. anschließen. Unter Ubuntu hatte er im Test allerdings Probleme mit der Darstellung. Eine Alternative dazu ist die KDE-3-Version von Konqueror oder Dolphin, falls Sie ein entsprechendes Paket finden: OpenSuse bietet den KDE-3-Dolphin über das Paket kde3-dolphin an.



