Schlanke Desktops
Kleine Alternativen zu KDE und Gnome
Optik
Die Optik von IceWM legen Themes fest. Um auf ein anderes Theme umzuschalten, wählen Sie im Startmenü Settings / Motive und dann einen der installierten Kandidaten (Abbildung 2). Nachschub finden Sie im Paket icewm-themes oder über das Internet. Eine erste Anlaufstelle bietet hier z. B. die Seite Box-look.org [2] in ihrer Abteilung IceWM Themes. Heruntergeladene Themes gehören in den eventuell neu zu schaffenden Ordner .icewm/themes in Ihrem Home-Verzeichnis.
Im Untermenü Settings schlummert noch die Einstellung Focus: Mit ihr legen Sie fest, wie IceWM das aktive Fenster bestimmt, das dann den Fokus erhält. In der Voreinstellung müssen Sie ein Fenster anklicken, um es zu aktivieren. Wenn Sie Sloppy mouse focus einschalten, genügt es bereits, mit dem Zeiger über das entsprechende Fenster zu fahren.
Menü anpassen
Prinzipiell ist das Startmenü von IceWM dazu geeignet, einen kleinen Kulturschock auszulösen: Einige Einträge haben keine Wirkung (weil die darüber zu startenden Programme nicht installiert sind), andere aktivieren uralte Linux-Anwendungen wie etwa die wenig hübsche Zeitanzeige xclock. Die Anpassung des Menüs ist möglich, verlangt aber einen Eingriff in die Konfiguration – dazu müssen Sie einen Texteditor zur Hand nehmen. Kopieren Sie zunächst alle Dateien aus dem Ordner /etc/icewm in das versteckte Verzeichnis .icewm in Ihrem Home-Verzeichnis. Sollte es noch nicht existieren, legen Sie es vorher an. In Dolphin klicken Sie dazu auf Persönlicher Ordner (unter Orte) und drücken [Alt]+[.], um die versteckten Dateien (mit einem Punkt am Anfang des Dateinamens) anzuzeigen.
Eine der Dateien im Ordner .icewm heißt menu – sie enthält die Einträge für das Startmenü. Abbildung 3 zeigt, wie diese Datei auf einem OpenSuse-System aussieht.
Sie können neue Einträge hinzufügen, indem Sie Zeilen der Form
prog Eintrag -- Programmname
ergänzen, z. B.
prog LibreOffice -- soffice
für das freie Officepaket. Hinter prog steht erst der Text, der im Menü erscheinen soll, dann folgt ein Feld, über das Sie ein Icon für den Eintrag definieren können (IceWM sucht in den Ordnern .icewm/icons im Home-Verzeichnis und /usr/share/icewm/icons nach Icons), und das letzte Feld muss den Namen der Programmdatei auf der Platte enthalten – so, wie Sie ihn auch in ein Schnellstartfenster unter KDE oder Gnome eingeben würden, um das jeweilige Programm zu starten.



