Die zwei Jahreszeiten

Family Farm ist ein rundenbasiertes Spiel. Eine Runde dauert im Spiel etwa 18 Minuten, soll ein Jahr abbilden und besteht aus zwei Teilen – dem Frühling und dem Sommer. Speichern können Sie Ihr Spiel nur nach dem Ende einer Jahreszeit. Ihre Perspektive auf den Bauernhof ist übrigens isometrisch – Sie schauen also von schräg oben auf das Gebiet und die darin wuselnden Menschen und Tiere.

Abbildung 2: Eine "Freie Geschichte" dürfen Sie erst starten, wenn Sie eine Weile eine Reihe von Einsteigergeschichten absolviert haben.

Im Frühjahr säen und bauen Ihre Spielfiguren an, bis sie abends erschöpft nach Hause wanken. Sie steuern diese Figuren mit der Maus und weisen ihnen permanent Aufgaben zu. Der Bauer und seine Frau sind die Hauptfiguren, ansonsten rekrutieren Sie am Anfang jedes Zyklus so viel Wanderarbeiter, wie Sie benötigen (und bezahlen können). Die Spielfläche ändert sich insgesamt kaum – sie beschränkt sich auf das Bauernhaus und dessen nähere Umgebung (Abbildung 3). Starten Sie eine Freie Geschichte, bietet Family Farm weitere Umgebungen an. Mit den Pfeiltasten oder der Maus bewegen Sie sich über das Areal – das geht im Vollbildmodus am besten.

Abbildung 3: Das Bauernhaus ist das Zentrum des Spiels. Erreichen Sie höhere Ränge, dürfen Sie weitere Szenarien freischalten und integrieren zum Beispiel auch die Viehzucht stärker.

Im Sommer ernten Ihre Figuren die Früchte der Arbeit und bereiten die Felder für das nächste Jahr vor. Neben der Tierzucht (Schafe, Pferde, Schweine u.a.) züchten die Bauern auch Hühner in Käfigen und verkaufen die Eier. Sie pflanzen Obstbäume, jäten Gemüsefelder und säen auf Feldern Nutzpflanzen wie Getreide, Mais und Sonnenblumen aus. Nicht zuletzt verbessert das Anlegen von Blumenbeeten und Parks die Stimmung auf dem Bauernhof – sogar an Gartenzwerge haben die Entwickler gedacht.

Die vorgefertigten Szenarios, die Sie über Neue Geschichte erreichen, haben konkrete Ziele, die Sie durch intelligentes Wirtschaften erreichen. Die Ziele stehen in einer Liste, die sich öffnet, wenn Sie oben links auf das Textblattsymbol (Abbildung 4) klicken. So sollen Sie etwa bis zum Ende eines Jahres (also innerhalb von zwei Spielzyklen, Frühling und Sommer) eine bestimmte Anzahl von Hühnereiern verkaufen.

Abbildung 4: In den Geschichten für Einsteiger müssen Sie bestimmte Ziele erfüllen. Eine Liste, die Sie oben links auf dem Bildschirm sehen, hält diese fest.

Ein anderes Mal besteht das langfristige Ziel (mehrere Jahre) darin, viel Gemüse abzusetzen. Um die zwei Ziele zu erreichen, müssen Sie also stets die Hühner füttern, damit sie Eier legen und neue Käfige bauen. Brauchen Sie mehr Gemüse, müssen Sie Wald roden, Steine entfernen und dann Felder anlegen, auf denen Sie Gemüse anpflanzen. Das Problem: Sie spielen immer gegen die Zeit. Die Uhr tickt links unten in dem runden Kreis. Legen Sie die Felder zu spät an, schaffen Sie das Pflanzen nicht mehr rechtzeitig vor Sommeranbruch – die Felder liegen dann brach. Sie müssen also Prioritäten setzen.

Anpacken

In der ersten, einfachsten Geschichte steuern Sie nur den Farmer und seine Frau. Ein Assistent, der links unten im Bild auftaucht, gibt Ihnen Tipps zum Spiel. Die beiden Figuren tun nichts, so lange Sie ihnen keine Aufträge erteilen. Die Anzahl der wartenden Figuren zeigt ein Icon rechts oben an – anfangs sind es zwei (Abbildung 5). Ihre Aufgabe besteht nun darin, alle Figuren ständig in Bewegung zu halten, sie mit Aufträgen zu versorgen.

Abbildung 5: Das Icon mit dem sitzenden Bauern zeigt zwei untätige Personen an. Klicken Sie auf diese und geben Sie den beiden einen Job.

Aufgaben gibt es genug, sie warten auf dem gesamten Spielfeld. Gelbe Zahnräder zeigen an, dass es hier etwas zu tun gibt. Solche Zahnräder erscheinen zum Beispiel neben dem Hühnerstall (Abbildung 6). Wählen Sie eine untätige Figur aus und bewegen Sie dann die Maus auf das Zahnrad, erscheint dort der Text Füttere die Hühner!. Ein Mausklick und die ausgewählte Figur tut genau das. Sie streut Körner im Hühnerkäfig und sammelt auch gleich neue Eier ein, was nett animiert ist. Bestimmte Aufgaben dürfen mehrere Spielfiguren gemeinsam erledigen, etwa das Bepflanzen und Bewässern von Feldern. Symbole in den gelben Zahnrädern zeigen das dann an.

Abbildung 6: Die gelben Zahnräder zeigen, dass es hier etwas zu tun gibt. Die Anzahl der Personen im Zahnrad gibt an, wie viele Menschen sich den Job teilen dürfen.

Um im Laufe des Zyklus Ihr Ziel zu erreichen, müssen Sie vor allem optimal planen. Brauchen Sie einmal eine Atempause, klicken Sie unten rechts auf den Knopf mit dem Pausensymbol. Nun hält das Spiel an und Sie legen sich eine Strategie zurecht. Lassen Sie etwa Farmer und Hilfsarbeiter möglichst kurze Wege gehen, sonst verlieren Sie viel Zeit mit bloßem Herumlaufen. Beim Spielen bekommen Sie auch ein Gefühl dafür, wie viele Arbeiter sie zu Beginn einer Runde anheuern müssen, um die Felder bis zum Rundenende zu bestellen.

Verlieren Sie dabei nie das Budget aus dem Blick. Starten Sie eine Runde im Minus, fehlen Ihnen die Leiharbeiter, die Ihre Ernte einfahren und die Felder pflügen. Sie können auch keine Obstbäume und Tiere kaufen, sondern lediglich Saatgut (für das Sie Zinsen zahlen). Sie sollten also stets etwas flüssig bleiben.

Jede Figur – auch die Leiharbeiter – verfügt über bestimmte Fähigkeiten, die sie im Laufe des Spiels ausbaut. Es ist zwar nicht so, dass die Bäuerin keine Bäume fällen kann – es dauert nur länger. Klicken Sie auf das Bild einer Person, zeigt sich, über welche Fähigkeiten diese verfügt. Die Frau – so will es das Klischee – kann eben besser kochen und das Essen ist in Family Farm ein wichtiger Punkt.

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