Applets und Desktop-Icons

KDE bringt in der Basisausstattung rund 100 Applets mit, unzählige weitere stehen mit der Schaltfläche Neue Miniprogramme holen unmittelbar zur Verfügung. Ein Klick auf das Untermenü Neue Programme herunterladen öffnet einen komfortablen Dialog Neue Erweiterungen herunterladen -- Plasma-Desktop-Umgebung, in dem Sie mit einem Blick ein Preview, eine kurze Beschreibung und die Bewertung des jeweiligen Applets ansehen. Die Liste lässt sich auch nach Bewertungen oder der Häufigkeit der Downloads sortieren, und Sie können nach neuen Plasmoiden suchen.

Gnome 3 kennt keine Applets mehr, noch nicht einmal für Systemauslastung oder zur Wetteranzeige. Der Desktop-Hintergrund ist frei von Icons, und es ist standardmäßig auch nicht möglich, Programme oder Dateien auf dem Desktop abzulegen. In dieser Hinsicht folgen KDE und Gnome der gleichen Philosophie. Bei KDE ist es für Traditionalisten aber mit Hilfe des oben beschriebenen Applets Arbeitsflächen-Ordner möglich, die Funktionalität eines Desktops im klassischen Sinne nachzubilden. Alle hier abgelegten Objekte landen dann als Verknüpfung im zugehörigen Arbeitsflächen-Ordner. Schließen oder entfernen Sie das Applet, ist die Ordnung im Nu wiederhergestellt. Bei Gnome 3 ist es nur mit Hilfe des weiter unten beschriebenen Gnome-Tweak-Tools möglich, die Kontrolle des Desktops wieder an den Dateimanager abzugeben. Über diesen Umweg können Sie dann Objekte auf dem Desktop ablegen.

Geräteüberwachung

Beim Anstecken eines Wechseldatenträgers öffnet sich unter Gnome 3 der aufpolierte Dateimanager Nautilus automatisch (Abbildung 4). Bei KDE gibt es schon seit der Version 4.4 keine Desktop-Symbole mehr. Über angesteckte Wechseldatenträger informiert das Applet Geräteüberwachung in der Kontrollleiste. Bei einem neu angeschlossenen Gerät meldet sich das Applet sofort zu Wort. Fahren Sie später mit der Maus über das Applet, zeigt es jeweils das neueste Gerät. Klicken Sie mit links auf das Applet, präsentiert KDE eine Liste aller angeschlossenen Geräte. Ein Klick auf eines der Geräte bietet die Optionen, das Gerät entweder im Dateimanager Dolphin zu öffnen oder Fotos vom Datenträger in den Bildbetrachter Gwenview zu importieren. Dies sind jedoch getreu der KDE-Philosophie nur die Standardeinstellungen – Sie können das Verhalten des Applets nach Belieben selbst konfigurieren (Abbildung 5). Die Art und Weise, wie das Applet auf neu angesteckte Datenträger reagiert, legen Sie mit einem Rechtsklick auf das Applet und Auswählen des Menüeintrages Einstellungen für "Geräteüberwachung" fest. Hier können Sie u. a. angeben, ob das Applet nur auf Wechselmedien oder auf alle Datenträger reagiert. Auch das automatische Einbinden von Wechselmedien können Sie hier einrichten, so dass KDE dann ähnlich reagiert wie Gnome 3.

Abbildung 4: Beim Einstecken eines Wechseldatenträgers startet automatisch der Dateimanager Nautilus.
Abbildung 5: Bei KDE ist die Geräteüberwachung über ein Applet frei konfigurierbar.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Design-Ziele und Probleme in Gnome 3.0
    In einem harten Schnitt haben die Entwickler bei Gnome 3 mit Gewohntem gebrochen. Welche Ansätze stecken hinter den neuen Techniken, und wie nehmen die Developer die teils herbe Kritik auf?
  • [Update] Gnome 3.0 kommt ohne Zeitgeist und ohne Activity Journal
    Das Gnome-Team hat die Weichen für Version 3.0 gestellt und im Mai beschlossen, welche Module zu Gnome 3.0 gehören sollen welche nicht. Der Status der Gnome-Shell ist noch unklar.
  • Gnome 3.0 verschoben, Gnome 4.0 soll Gnome OS werden
    Die Gnome-Entwickler haben heute offiziell Version 3.0 auf den März 2011 verschoben. Zugleich häufen sich Szenarien, die die Version 3.0 als Entwicklerversion sehen.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor. Seit Ausgabe 01/2012 zeigen wir Tricks für die dritte Generation des Desktops: die Gnome Shell.
  • Freundlicher Gnome
    Traditionell ist KDE der bevorzugte Desktop von EasyLinux. Ubuntu setzt aber in der Standard-Variante auf Gnome. Dieser Artikel stellt Ihnen die KDE-Alternative vor.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2015_02

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Tim Schürmann, 24.04.2015 19:36, 0 Kommentare

LibreOffice kommt zwar mit einer deutschen Rechtschreibprüfung und einem guten Thesaurus, eine Grammatikprüfung fehlt jedoch. In ältere 32-Bit-Versionen ...

Aktuelle Fragen

Fernwartung oder wartung im haus
heide marie voigt, 29.06.2015 10:37, 2 Antworten
gerne hätte ich jemanden in Bremen nord, der mir weiter hilft - angebote bitte mit preis HMVoigt
Druckeranschluss DCP-195C
heide marie voigt, 29.06.2015 10:35, 1 Antworten
installiert ist linux ubuntu 15.04 offenbar auch der treiber für den Drucker DCP-195C. Die Konta...
keine arbeitsleiste beim einloggen
heide marie voigt, 27.06.2015 13:31, 0 Antworten
seit der neu-installierung von linux ubuntu 15.04 erscheint die arbeitsleiste rechts oben erst na...
raid platte an linux mint 17.1
andreas schug, 23.06.2015 19:44, 1 Antworten
folgende thematik NAS Iomega Storage Center wird auf einmal nicht mehr im netzwerk erkannt .....
SUSE 13.2 - Probleme mit kmail
kris kelvin, 03.06.2015 13:26, 2 Antworten
Hallo, nach dem Umstieg auf 13.1 hatte ich das Problem, daß kmail extrem langsam reagierte. Nun...