Home / EasyLinux / 2011 / 04 / Alter Name, neuer Desktop: Gnome 3

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Alles neu in Gnome 3

Alter Name, neuer Desktop: Gnome 3

Gnome 3: Konzepte

Die Gnome-3-Entwickler hatten unter anderem zum Ziel, ihrer Desktop-Oberfläche ein moderneres Aussehen zu verleihen, wozu die Entwickler gezielt Forschungsergebnisse zur Interaktion von Mensch und Computer auswerteten und außerdem Erfahrungen mit anderen Benutzeroberflächen in die Entwicklung haben einfließen lassen. Im Resultat wirft das Gnome-Projekt deshalb gleich eine Reihe bekannter Konzepte über Bord und versucht sich in völlig neuen Herangehensweisen. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Bei Gnome 3 gibt keine Applets und keine konfigurierbaren Themes mehr.
  • Ebenfalls wegoptimiert wurden die Fensterliste sowie Knöpfe zum Minimieren und Maximieren im Titelbalken der Fenster. Außerdem gibt es keine Möglichkeit mehr, Daten und Ordner auf dem Desktop abzulegen.
  • Zudem haben die Entwickler die Einstellmöglichkeiten insgesamt auf das Nötigste zusammengestrichen.
  • Dafür profitieren Gnome 3-Benutzer in besonderer Weise von Tastenkombinationen.

Damit wirkt Gnome 3 speziell auf Nutzer von Gnome 2 eventuell abschreckend, denn die Oberflächen haben nicht viel gemeinsam. Geringer sind die Unterschiede zu KDE 4, wenngleich sich KDE und Gnome in ihren zentralen Designkonzepten ebenfalls unterscheiden: KDE ist maximal konfigurier- und individualisierbar und bietet eine Applet-Schnittstelle, die ein riesiges Repertoire an Miniprogrammen (bei KDE Plasmoiden genannt) erschließt. Gnome setzt dagegen auf einfache Bedienung mit zahlreichen Automatismen, gute Vorkonfiguration und minimale Konfigurierbarkeit. Schauen wir uns die Fakten im Einzelnen an.

Gnome Shell

Die auffälligste Neuerung bei Gnome 3 ist die so genannte "Gnome Shell", das zentrale Steuerelement des Desktop-Konzepts von Gnome. Die Gnome Shell tritt im Normalbetrieb in Form einer schwarzen Funktionsleiste am oberen Bildschirmrand in Erscheinung. Sie "entfaltet" sich zu ihrer vollen Größe, wenn Sie mit der Maus in den linke obere Ecke fahren. Alternativ klicken auf den Eintrag Aktivitäten links oben oder aktivieren die Gnome Shell über die Windows-Taste oder mit [Alt]+[F1].

Ist die Gnome Shell entfaltet, erscheinen am linken Rand das "Dash" (eine Art Schnellstartbereich) und am rechten Bildschirmrand ein Arbeitsflächen-Umschalter. Oben gibt es zwei Einträge Fenster und Anwendungen (Abbildung 1) mit denen Sie zwischen zwei Ansichtsvarianten umschalten können. Ganz unten schlummert unaufdringlich eine Statusleiste, die nur hin und wieder mit dezenten Hinweisen – etwa bei einem kritischen Akkuzustand oder bei vom IM-Client empfangenen Nachrichten – auf sich aufmerksam macht.

Abbildung 1: Die neue Gnome-Shell kennt derzeit zwei Ansichten "Fenster" und "Anwendungen". Mit dem Zeitgeist-Framework wird in naher Zukunft noch eine Journal-Ansicht dazu kommen.

Ihr volles Potenzial entfaltet die Statusleiste in Kombination mit Gnome-Applikationen, die für die Zusammenarbeit ausgelegt sind. Das gilt zum Beispiel für den IM-Client Empathy, der direkt über die Statusleiste Antworten entgegennehmen kann. Auch der Musik-Player Rhythmbox klinkt sich dezent in die Statusleiste ein und bietet hier u. a. die Möglichkeit, zum nächsten Lied zu springen.

Bei entfalteter Gnome Shell zeigt diese in der Fensteransicht (Abbildung 2) in der Mitte des Bildschirms sämtliche Fenster der aktiven Arbeitsfläche neben- und untereinander an, das ähnelt der Exposé-Funktion von Mac OS oder dem Scale-Plugin von Compiz. Über die Anwendungen-Ansicht starten Sie bequem Programme. In jeder Ansicht gibt es rechts oben ein Suchfeld, das beim Öffnen der Shell automatisch den Eingabefokus erhält und schnell die zum Suchbegriff passenden Anwendungen, Dateien, Ordner oder Systemeinstellungen findet. Häufig benutzte Anwendungen sollten Sie ins Dash verfrachten, indem Sie diese über das jeweilige Kontextmenü als Favorit kennzeichnen. Im Dash finden sich übrigens neben Favoriten auch Icons aller laufenden Anwendungen. Eine Fensterliste, wie sie KDE, Gnome oder Windows im Panel am unteren Bildschirmrand bieten, kennt Gnome 3 nicht. Bei KDE hingegen dient dessen Dashboard ähnlich der gleichnamigen Funktion unter Mac OS der schnellen Orientierung zwischen ausgegraut dargestellten geöffneten Fenstern und den derzeit aktiven Miniprogrammen. (Zum Anzeigen des KDE-Dashboards können Sie das Plasmoid Miniprogramm-Dashboard anzeigen auf den Desktop oder in die Kontrollleiste ziehen.)

Abbildung 2: In der Fenster-Ansicht der Gnome-Shell können Sie komfortabel zwischen den einzelnen Fenstern wechseln.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 69 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

EasyLinux 02/2013

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...