Home / EasyLinux / 2011 / 03 / Virtuelles Planetarium

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Dritter Planet von links

Virtuelles Planetarium

Zeitreisen

Berühren Sie mit dem Mauszeiger den unteren oder linken Bildschirmrand, schieben sich zwei Menüs heraus (Abbildung 4), die wir im folgenden immer wieder streifen und über die Sie die Funktionen von Stellarium erreichen. Über das untere Menü schalten Sie verschiedene Effekte ein oder aus, lassen sich etwa Sternbilder und Koordinatennetze anzeigen, aber auch Nebel, den Boden (hier die gezeigte Wiese) sowie die Atmosphäre des Planeten. Klicken Sie mehrmals auf die Knöpfchen im linken Bereich, bemerken Sie, wie Elemente auf dem Bildschirm verschwinden und erscheinen.

Abbildung 4: Über zwei ausklappbare Menüs erreichen Sie die wichtigsten Funktionen des virtuellen Planetariums.

Nun ist es recht hell, wenn Sie Stellarium tagsüber starten, die Sterne erkennen Sie im Dunklen jedoch besser. Das lässt sich optimieren. Im unteren Menü ganz rechts sehen Sie Symbole, die Sie vielleicht auch von Ihrer Fernbedienung kennen. Hier beschleunigen und verlangsamen Sie die Zeit. Mehrere Klicks auf die Vor- und Rückspulknöpfe beschleunigen die Zeit, die pro Klick immer schneller läuft. Verwenden Sie den Abspielknopf, um sie wieder anzuhalten und die stilisierte Sanduhr, um die Uhr auf die aktuelle Zeit zurück zu drehen. Der Knopf ganz rechts im unteren Menü wirft Sie übrigens ganz aus Stellarium heraus und beendet die Software. Spulen Sie die Zeit nun einmal testweise vor bis es dunkel wird und halten Sie die Uhr dann an. Vor dem dunklen Hintergrund lassen sich die Effekte der unteren Leiste nun gut testen. Klicken Sie zum Beispiel auf das augenförmige Symbol, schaltet das den Nachtsicht-Modus ein (Abbildung 5).

Abbildung 5: Nachts sind alle Katzen rot: Stellarium bringt einen Nachtsicht-Modus mit, damit beim Beobachten der Sterne der Monitor nicht blendet.

Standortvorteil

Nun wohnen Sie aber vermutlich nicht in Paris, sondern in Hamburg, Wien, Zürich oder einer anderen Stadt. In diesem Fall passen Sie als nächstes Ihren Standort an. Dazu drücken Sie entweder [F6] oder klicken auf das oberste Icon aus dem seitlichen Menü (Standortfenster). Neben dem Symbol mit der Lupe geben Sie den gesuchten Standort ein und klicken dann auf das angezeigte Ergebnis. Es gibt zudem die Möglichkeit, die angezeigte Liste an Städten um eigene Standorte zu erweitern.

Gefällt Ihnen die Blumenwiese nicht, weil Sie diese ständig an Ihren Heuschnupfen erinnert, ändern Sie das Bild einfach. Drücken Sie [F4] oder verwenden Sie im Menü links das dritte Icon von oben (Himmel- und Anzeigeoptionsfenster). Sie landen in einem Dialogfenster mit vier Reitern (Abbildung 6) – wählen Sie den mit Landschaft beschrifteten. Markieren Sie in ihm einen anderen Eintrag – etwa Hurricane oder Moon (noch nicht alle Teile von Stellarium sind übersetzt) – ändert sich die Umgebung Ihres virtuellen Planetariums im Hintergrund. Über [Bild]+[auf] und [Bild]+[ab] beeinflussen Sie jeweils den sichtbaren Ausschnitt der Umgebung, es handelt sich um eine Zoom-Funktion. Entfernen Sie die Häkchen bei Boden anzeigen oder Atmosphäre anzeigen, erhalten Sie einen klareren Blick aufs Universum (und können endlich die Erklärungen zu den Menüicons entziffern). Wo Sie schon mal im Himmel- und Anzeigeoptionsfenster sind, schauen Sie sich auch noch die anderen Reiter an.

Abbildung 6: In einem Konfigurationsfenster, das Sie über [F4] errreichen, betrachten Sie unter anderem internationale Sternbilder und ihre Namen.

Kennen Sie die Sternbilder "Gerollte Zunge", "Äußerer Zaun" und "Mausoleum"? Nein? Dann wechseln Sie in das Register Sternsage und wählen Sie die Option Chinesisch. Es handelt sich um chinesische Bezeichnungen für Sternbilder, hier gibt es noch weitere lustige Namen. Sie erfahren auch, welche Bilder die Inuit, Azteken oder Navajo mit den Sternen verbinden.

Über das Register Markierungen aktivieren Sie zahlreiche Zusatzinformationen, die Stellarium am Himmelszelt anzeigen soll. Im Bereich Projektion beeinflussen Sie, in welcher Perspektive Stellarium das Himmelszelt präsentiert (Abbildung 7). Unter Sternbilder können Sie Sternbildfiguren anzeigen. Das klappt zwar nicht für die Sternbilder sämtlicher Völker, aber zumindest ein paar Figuren der Inuit oder Azteken zeichnet Stellarium in die Sternennacht.

Abbildung 7: Die Perspektiven auf die Landschaft lassen sich ändern, mitunter ruft das extreme Nebeneffekte hervor.

Interessant ist der Reiter Himmel, denn hier stellen Sie die weiter oben genannte Lichtverschmutzung ein und bestimmen, wie viele Kometen Sie sehen wollen – und zwar stündlich. Daneben vergrößern Sie die Darstellung von Mond und Sternen. Die dynamische Augenadaption schwächt das Licht der umliegenden Sterne, sobald ein hellerer Vertreter ins Blickfeld gerät. Setzen Sie einen Haken im Kästchen Nebel, besuchen Sie in Stellarium einige Nebel, zu denen etwa der Andromeda-Nebel (Andromeda) und der Pferdekopf-Nebel (horsehead nebula) gehören (Abbildung 8). Nicht zuletzt – auch ganz lehrreich – lassen sich hier die Bahnen der Planeten aktivieren, sie erscheinen als Linien am Himmelszelt (Abbildung 1).

Abbildung 8: Nur schwer zu entdecken: Auch den Andromeda-Nebel finden Sie in Stellarium, wenn Sie die entsprechende Einstellung aktivieren und [Bild]+[auf] und [Bild]+[ab] verwenden.

Als Hobby-Astronom wissen Sie womöglich bereits, nach welchem Stern Sie suchen. Drücken Sie [F3] und geben Sie den Namen ein, holt die Software diesen Stern auf den Schirm. Während die weit entfernten Sterne beim Heranzoomen weiße Punkte bleiben, lassen sich andere Objekte näher heran holen, dazu gehören etwa der Mond, der Mars oder die bereits genannten Nebel.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 135 Punkte (14 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

EasyLinux 02/2013

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...