Die meisten Mediaplayer ähneln sich wie Netbooks: Sie unterstützen fast dieselben Dateitypen und Codecs, haben zwei USB-Anschlüsse, HDMI, Netzwerk, SPDIF, Cinch-Anschlüsse, optionales WLAN, einen Sigma-Designs- oder Realtek-Chip und ein Linux mit darüber gestülptem Mediaplayer-User-Interface unter der Haube.
Patriot versucht, sich mit dem im Handel für rund 70 Euro erhältlichen (UVP: 100 Euro) Patriot Box Office Core (kurz PBO Core) vom Einerlei der Mediaplayer durch einige attraktive Zusatzfeatures abzuheben: So bietet der amerikanische Hersteller Unterstützung für optische USB-Laufwerke und USB-Hubs sowie die Option, in das Gerät eine günstige nackte 2,5"-Festplatte zu bauen, was dann auch den Betrieb als externe Festplatte, SMB-Server oder Torrent-Downloader erlaubt.
Auspacken
Das 14,5 x 14 x 3,8 cm große Gerät ist kaum größer als ein WDTV, der Western-Digital-Konkurrent bietet aber nicht die Option auf eine Festplatte. Die Oberfläche aus gebürstetem schwarzem Aluminium wirkt wertig und macht das Gerät mit 530 Gramm relativ schwer, was zusammen mit den Gummifüßen das Ein- und Ausstecken erleichtert. Die Fernbedienung erscheint mit 47 Knöpfen stark überladen (Abbildung 1), viele davon sind nur in einem Betriebsmodus verwendbar (z. B. bei der DVD-Wiedergabe). Die Stromversorgung liefert ein kleines externes Steckernetzteil, Patriot legt dem Gerät löblicherweise ein HDMI-Kabel bei. Obendrein gibt es auch noch ein Composite-Cinch- und ein USB-Slave-Kabel für den Betrieb als Festplatte. Der PBO Core hat einen winzigen Lüfter, den man im Betrieb jedoch nicht hört.
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