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Steuererleichterung

Ubuntus neuer Desktop

Blick durch die richtige Brille

Das Dash gibt es dabei in verschiedenen Variationen, den lenses, die wir hier als Linsen bezeichnen. Klicken Sie auf Mehr Anwendungen, landen Sie in einer Linse, die fast sämtliche installierten Anwendungen kennt (Abbildung 3). Über Dateien finden gelangen Sie zur Dateienlinse, welche die zuletzt aufgerufenen und verfügbaren Dateien anzeigt (Abbildung 4). Auch die Lesezeichen des Dateimanagers Nautilus haben einen eigenen Bereich. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Lesezeichen anlegen, die per Mausklick eine SSH- oder FTP-Verbindung zu einem anderen Rechner im lokalen Netzwerk oder Internet aufbauen. Die entfernten Dateien erscheinen dann per Mausklick im Dateimanager.

Abbildung 3: Anwendungen finden Sie schnell, wenn Sie in der Anwendungslinse den Namen eingeben. Die Linse listet auch installierbare Programme aus dem Paketmanager auf.

Abbildung 4: Auch kürzlich verwendete Dateien erscheinen in einer Linse. Über den Dateinamen landen Sie schnell bei einer spezifischen Datei, die Sie via Mausklick in der passenden Anwendung öffnen.

Diese Linsen sollen unter Ubuntu zukünftig vielfältigste Aufgaben übernehmen. Eine Google-Books-Linse lässt Sie schnell und einfach Googles Buchschätze durchforsten. Eine Ask-Ubuntu-Linse erlaubt den einfachen Zugriff auf die Fragen und Antworten der englischsprachigen Plattform Ask Ubuntu [1].

Im unteren Bereich des Dash aus Abbildung 5 rufen Sie direkt und in dieser Reihenfolge den Browser Firefox, den Bildbetrachter Shotwell, das E-Mail-Programm Evolution und den Audioplayer Banshee auf. Zentral ist aber die obere Eingabezeile, die Sie im täglichen Umgang mit Unity vermutlich am häufigsten verwenden.

Abbildung 5: Über die [Super]-Taste (auf den meisten Keyboards die Windows-Taste) rufen Sie das Dash auf und starten durch die Eingabe eines Programmnamens einzelne Anwendungen.

Tippen Sie in die Zeile den Namen (oder dessen erste Zeichen) der gesuchten Anwendung ein – etwa bansh für den Audioplayer Banshee –, erscheinen darunter die Icons der passenden Programme. Unity wechselt dann zur Anwendungslinse. Klicken Sie auf ein Icon oder bewegen Sie den Cursor dorthin und drücken [Eingabe], startet das gewählte Programm. Taucht die gesuchte Anwendung ganz links in der Liste auf, genügt es, lediglich [Eingabe] zu drücken, was einen Arbeitsschritt spart. Geben Sie beispielsweise ter ein und drücken [Eingabe], öffnet das ein Terminalfenster.

Schnelle Listen

Was aber, wenn Sie nicht genau wissen, wie eine bestimmte Anwendung heißt? Hier halfen bisher die Menüs weiter. Um auf dem klassischen Gnome-Desktop beispielsweise einen Browser aufzurufen, suchten Sie im Menü Anwendungen unter Internet danach. Diese Kategorien fehlen unter Unity scheinbar. Schauen Sie genauer hin, gibt es sie doch – in Form einer Quicklist.

Diese Quicklists erreichen Sie, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf ein Launcher-Icon klicken (Abbildung 6). Versuchen Sie das beim Icon mit dem integrierten Pluszeichen, tauchen rechts daneben die gesuchten Kategorien auf, über die Sie Programme aus einem bestimmten Bereich aufrufen. Es gibt noch mehr Quicklists. Zeigt der Launcher ein Icon Ihres USB-Sticks an, bietet die zugehörige Quicklist eine Option an, den Stick auszuwerfen.

Abbildung 6: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Icons im Launcher, entdecken Sie häufig Etxrafunktionen. Diese Menüs nennen sich Quicklists.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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