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Knoppix und Ubuntu

Tipps und Tricks zu Knoppix und Ubuntu

Tipp: Ubuntu/Knoppix: In nicht installierten Paketen suchen

Sie suchen nach einer Datei, die ein anderes Programm vermisst, und haben keine Ahnung, in welchem Paket sich diese versteckt? Kein Problem – Ubuntu und Knoppix bringen als Debian-Derivate genau wie die Debian-Distribution selbst ein praktisches Tool für die Shell mit, das Ihnen bei der Suche nach Dateien aus nicht installierten Paketen hilft. Installieren Sie das Paket apt-file über Ihren bevorzugten Paketmanager. Bringen Sie danach die Paketlisten auf den neuesten Stand; das Tool lädt dabei die Indexdateien von jedem in der Datei /etc/apt/sources.list eingerichteten Repository herunter:

$ sudo apt-file update
 [sudo] password for huhn:
Downloading complete file http://mirror.netcologne.↩
de/ubuntu/dists/natty/Contents-i386.gz
...
File is up-to-date.
...

Jedes Mal, wenn Sie etwas an den Softwarequellen auf Ihrem System verändert haben, führen Sie diese Aktualisierung durch. Das Update darf aber auch ruhig häufiger passieren, da apt-file die Contents-Dateien der Archive anschaut, und diese können sich bei den Quellen natty-updates und natty-security auch vor dem Erscheinen einer neuen Ubuntu-Version häufiger ändern. Für das Aktualisieren benötigt apt-file Root-Rechte, weswegen Sie obiges Kommando mit sudo einleiten müssen; die eigentlichen Suchfunktionen des Programms können Sie mit normalen Rechten nutzen.

Um nach einer Datei zu suchen, übergeben Sie im apt-file-Aufruf den Namen:

$ apt-file search gtk.h
audacious-dev: /usr/include/libaudgui/↩
libaudgui-gtk.h
bibledit-data: /usr/share/bibledit/gtk.html
gambas2-doc: /usr/share/gambas2/help/help/↩
comp/gb+gtk.html
...

Das Programm listet alle Pakete auf, welche die gesuchte Datei enthalten. Zusätzlich bringt das Tool eine Option mit, die den kompletten Inhalt eines nicht installierten Pakets anzeigt. Dazu geben Sie hinter dem Aufruf einfach die Option list, gefolgt vom Paketnamen an:

$ apt-file list audacious-dev
 [sudo] password for huhn:
audacious-dev: /usr/include/audacious/api-alias-begin.h
audacious-dev: /usr/include/audacious/api-alias-end.h
audacious-dev: /usr/include/audacious/api-define-begin.h
audacious-dev: /usr/include/audacious/api-define-end.h
...

Die Contents-Dateien landen übrigens im Verzeichnis /var/cache/apt/apt-file. Dieses müssen Sie nicht von Hand aufräumen. Geben Sie stattdessen

sudo apt-file purge

ein, um den Cache zu leeren und die Dateien zu entfernen.

Tipp: Ubuntu/Knoppix: "apt-file" ohne Root-Rechte

Mit einem kleinen Trick können Sie den praktischen Helfer apt-file vollständig ohne sudo und Administrationsrechte verwenden, also auch beim Aktualisieren der Datenbank. Dazu erstellen Sie in Ihrem Home-Verzeichnis einen Ordner, in dem die heruntergeladenen Contents-Dateien landen. Anschließend arbeiten Sie mit diesem privaten Cache und durchsuchen die Dateien nach Herzenslust.

Ein eigenes Cache-Verzeichnis erstellen Sie auf der Shell mit dem Befehl mkdir; das folgende Kommando legt es unterhalb von Downloads im eigenen Home an:

mkdir ~/Downloads/cache

Anschließend geben Sie apt-file bei jedem Aufruf über die Option -c dieses Verzeichnis als Cache vor. Um die Contents-Dateien herunterzuladen und zu aktualisieren, tippen Sie also Folgendes:

apt-file -c ~/Downloads/cache update

Ein Blick in den Ordner zeigt anschließend wieder für jedes Repository einen eigenen Eintrag (Abbildung 3). Ähnlich funktionieren die Suche und das Aufräumen in dem Verzeichnis. Verwenden Sie einfach die im vorigen Tipp gezeigten Kommandos und fügen Sie jeweils -c ~/Downloads/cache hinzu.

Abbildung 3

Abbildung 3: Es ist möglich, mit "apt-file" einen privaten Cache im eigenen Home-Verzeichnis zu erstellen und auf "sudo" zu verzichten.

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