Tipp: Ubuntu: Globales Menü in Unity verwenden
Eines der hervorstechendsten Merkmale am neuen Desktop Unity (siehe auch Artikel Steuererleichterung ab Seite 44 in dieser Ausgabe) ist das globale Menü. Sie arbeiten auf dem neuen Ubuntu-Desktop fast immer im Vollbildmodus, und die meisten Programmfenster lagern sogar ihr Menü in das obere Panel aus. Das spart zwar Platz auf kleinen Displays, ist aber nicht unbedingt immer übersichtlich. Das Menü der jeweiligen Anwendung erscheint erst, wenn Sie den Mauszeiger über die Kontrollleiste bewegen.
Wer das zu verwirrend findet, der blendet über die Taste [F10] das globale Menü der Anwendung im Vordergrund ein. Dabei erscheinen nicht nur die Menüeinträge selbst im Panel, sondern bei den meisten Programmen klappt das erste Menü von links gleich aus und zeigt seine Einträge an (Abbildung 1). Mit den Pfeiltasten können Sie nun hoch- und runterblättern; ein Druck auf [Eingabe] wählt einen Menüeintrag aus. Falls keine Anwendung läuft, blenden Sie mit [F10] übrigens das Menü des Gnome-Dateimanagers Nautilus ein.
Tipp: Ubuntu: Globales Menü temporär deaktivieren
Einige Programme öffnen beim Start mehr als ein Fenster. Dazu gehört beispielsweise das beliebte Grafikprogramm Gimp (siehe auch die Tipps ab Seite 92). Das globale Menü – egal ob über den Mauszeiger oder die Taste [F10] – öffnet sich nur dann, wenn das Gimp-Hauptfenster den Fokus hat. Ist der Werkzeugkasten oder der Ebenendialog gerade aktiv, verweigert der Grafikfuchs in dieser Hinsicht die Zusammenarbeit.
Um Gimp für eine einzige Sitzung ohne das Feature zu starten und zur gewohnten Ansicht zurückzukehren, greifen Sie zu einem Trick und definieren eine leere Umgebungsvariable UBUNTU_MENUPROXY, geben Sie dazu in ein mit [Alt]+[F2] geöffnetes Schnellstart- oder in ein mit [Strg]+[Alt]+[T] geöffnetes Terminal den folgenden Befehl ein:
UBUNTU_MENUPROXY="" gimp
Danach startet Gimp einmalig mit dem Menü im Hauptfenster, und auch ein (versehentlicher) Druck auf [F10] bleibt wirkungslos.



