Freier Zaubertrank
Mandriva-Fork: Mageia 1 "Couldron"
Hardware
Mageia bootet auch auf älterer Hardware (einem Laptop mit Centrino-Prozessor und 1,5 GByte RAM) sehr schnell und arbeitet stets flüssig. Die Hardwareerkennung ist ausgereift, funktioniert sicher und erfordert nur an wenigen Stellen Nacharbeiten. Bei unseren Tests mit mehreren Notebooks fiel ein Umstand besonders auf: Im Vergleich zu älteren Linux-Installationen hat Mageia 1 eine deutlich bessere Energieverwaltung. Mit dem aktuellen Kernel 2.6.38 liefen die Testgeräte bis zu 10 % länger mit einer Akkuladung.
Bei einem aktuellen Acer-Subnotebook mit 1366x768 Pixeln erkannte Mageia nicht die richtige Auflösung; eine manuelle Auswahl im Kontrollzentrum konnte dieses Problem aber beheben. Auf diesem Rechner gab es auch Probleme mit den Suspend-Modi: Ruhezustand und Tiefschlaf (und das Wiederaufwachen) funktionierten zwar, aber das WLAN lief danach nicht mehr und ließ sich nur über einen Neustart reaktivieren.
KDE 4 bei Mageia
Eine Standardinstallation bringt KDE 4.6.3 und eine Reihe beliebter Anwendungen auf die Platte, darunter das neue Libre Office, Gimp, VirtualBox und auch einige Spiele. Nicht vorinstalliert ist der Videoplayer Kaffeine. Die Arbeitsfläche selbst präsentiert sich sachlich und aufgeräumt.
Mageia hat sich bei KDE für das traditionelle K-Menü entschieden (Abbildung 5), aber auch das neue KDE-Menü ist verfügbar. Insgesamt macht KDE 4 bei Mageia, wie auch schon bei Mandriva, einen ausgereiften und gut benutzbaren Eindruck. Alle Multimedia-Anwendungen laufen problemlos.



