Freier Zaubertrank
Mandriva-Fork: Mageia 1 "Couldron"
Erster Start und Nacharbeiten
Nach dem Neustart präsentiert sich Mageia nüchtern und aufgeräumt. Für die weitere Einrichtung steht das Kontrollzentrum MCC zur Verfügung, das dieselben Funktionen wie das entsprechende Mandriva-Programm bietet. Aus einer Shell heraus rufen Sie das Kontrollzentrum mit mcc auf, in der Startleiste findet sich aber auch ein Icon für den schnellen Start.
Als Erstes sollten die Online-Paketquellen eingerichtet werden. Über die Punkte Software verwalten und Paketquellen für Installation und Aktualisierung einrichten gelangen Sie in einen entsprechenden Dialog, der bisher nur das Installationsmedium anzeigt. Sie können wahlweise nur Update-Quellen oder die kompletten Paketquellen einrichten. Empfehlenswert ist die zweite Variante bei gleichzeitiger Deaktivierung der Installations-DVD, wenn Sie über einen ständigen Internetzugang verfügen.
Repositories
Die Repositories gliedern sich in core-release, core-backports und core-updates sowie sechs weitere Zweige mit den Namen nonfree-* und tainted-* statt core-*. Die *-release-Repos enthalten die Stammpakete der Distribution. Backports sind Rückportierungen aus dem Entwicklerzweig. In *-updates fließen die laufenden Aktualisierungen ein. In nonfree-* finden Sie Pakete, die nicht unter einer freien Lizenz stehen, wie z. B. Firmwarepakete für WLAN-Chips. Die tainted-*-Repos enthalten Pakete, die in einigen Ländern Patente verletzen könnten – diese Repos müssen Sie zunächst manuell aktivieren, wenn Sie Pakete daraus installieren möchten. Über das Kontrollzentrum können Sie im Bereich Softwareverwaltung Repositories jederzeit entfernen, verändern oder neu einrichten.
Für die Paketverwaltung nutzen Sie entweder das Kommandozeilentool urpmi oder das grafische Frontend RPMDrake; beide Varianten funktionieren wie bei Mandriva. RPMDrake sortiert die Pakete in sinnvolle Gruppen und bietet auch eine Suchfunktion, die allerdings nicht die Paketbeschreibungen durchsuchen kann, sondern nur Pakete findet, bei denen ein Treffer im Paketnamen vorkommt – da waren ältere RPMDrake-Versionen besser.



