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© Andrejs Pidjass, 123RF

Freier Zaubertrank

Mandriva-Fork: Mageia 1 "Couldron"

21.06.2011 Mageia ist eine neue Linux-Distribution, die sich für den Desktop-Einsatz und auch für Linux-Einsteiger empfiehlt. Da sie ein Fork von Mandriva ist, musste das Entwickler-Team aber nicht bei Null anfangen. Wir werfen einen Blick auf Mageia 1.

Mandriva, das ältere Linux-Anwender auch noch unter dem Namen Mandrake kennen, hat sich im September in zwei separate Distributionen aufgespalten. Das Entwicklerteam des Mandriva-Forks hat dem neuen System den Namen Mageia gegeben: Der Begriff bedeutet "Zauberei" oder "zauberhaft" und steht damit in guter Mandrake-Tradition – Mandrake heißt der Zauberer in einem Comic-Strip, den es seit den 30er Jahren gibt. Die erste Release, Mageia 1, ist seit kurzem erhältlich, und Sie finden sie auch auf der Heft-DVD.

Mageia bietet im Downloadbereich [2] eine Auswahl von CD- und DVD-Images an, mit denen Sie das System testen oder installieren können; es gibt 32- und 64-Bit-Versionen – EasyLinux-typisch besprechen wir aber nur die 32-Bit-Varianten und empfehlen die 64-Bit-Version nur fortgeschrittenen Anwendern.

Interessant ist die Nutzung der Live-CDs (die es als KDE- und Gnome-Varianten gibt), denn diese enthalten – anders als die DVDs – bereits die proprietären Grafikkartentreiber von Nvidia und ATI/AMD. Sie erlauben auch den direkten Start der Installation (wie bei den DVDs) oder alternativ eine Installation aus dem laufenden Live-System heraus.

Software-Auswahl

Die angebotenen Softwarepakete von Mageia sind aktuell: KDE 4.6.3, Gnome 2.32.1 und LXDE 1.0 können Sie bereits bei der Installation auswählen, Xfce 4.8.1 und aktuelle Versionen einfacher Windowmanager stehen für die nachträgliche Einrichtung in den Online-Repositories zur Verfügung. Gnome 3 gibt es hingegen für die erste Mageia-Release noch nicht. Die Kernel-Version ist 2.6.38.7.

In der Detailauswahl der Pakete gibt es noch erhebliche Lücken. Vor allem Desktop-Themes und Icon-Sammlungen, aber auch ganze Gruppen von Anwendungen, die bei Mandriva zum Standard gehören, sind unter Mageia noch nicht verfügbar.

...

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Kommentare
Korrekturen
Thorsten van Lil, Mittwoch, 22. Juni 2011 09:37:40
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Mageia 1 hat nicht den Codename "COULDRON".
Zum einen müsste ich "Cauldron" heißen und zum anderen ist es nicht der Codename des Release sondern schlicht der Name für die Entwicklungsversion von Mageia. Was für Mandriva Cooker war oder Rawhide für Fedora ist eben Cauldron (also der Hexenkessel) für Mageia.

Viele Grüße,
TeaAge


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Re: Korrekturen
wobo (unangemeldet), Mittwoch, 22. Juni 2011 10:35:53
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Es würde mich auch interessieren, wie die Autoren zu der Meinung kommen, dass die 64-Bit-Installation den fortgeschritteneren Benutzern vorbehalten bleiben sollte. Sowohl die Installation des Systems als auch der Umfang der angebotenen Software ist bei der 64-Bit-DVD zu 100% mit der 32-Bit-DVD identisch.






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Re: Korrekturen
Wolfgang Völker, Mittwoch, 22. Juni 2011 14:32:34
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Das mit der 64 bit Version stimmt. Die wurde auch von mir angetestet. Der Artikel ist für EasyLinux geschrieben und die die Chefredaktion besteht auf der ausschließlichen Erwähnung von 32bit Versionen. Daher kommt das.


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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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