Dropbox-Client installieren

Die Installation von Dropbox erfolgt in zwei Stufen: Alle paketierten Versionen enthalten lediglich ein Initialisierungsprogramm, das beim Start das Hauptprogramm aus dem Netz nachlädt. Eine Internetverbindung ist deswegen für die Einrichtung zwingend nötig. Im Anschluss öffnet sich ein weitgehend selbsterklärender Konfigurationsdialog, über den Sie auch direkt einen Dropbox-Account anlegen können, sofern Sie noch keinen haben.

In der kostenfreien Variante stellt Dropbox 2 GByte Speicherplatz auf den Servern bereit, die 50-GByte-Variante kostet knapp 10 US-Dollar im Monat. Nach Abschluss der Konfiguration prüft die Software permanent den Inhalt eines gewähltes Verzeichnisses (in der Grundeinstellung den Ordner Dropbox in Ihrem Home-Verzeichnis) auf Veränderungen und synchronisiert es automatisch mit allen weiteren von Ihnen eingerichteten Dropbox-Clients und dem Online-Account. Kopieren Sie beispielsweise auf Rechner A die Datei liesmich.txt in das Verzeichnis, erscheint diese automatisch im Dropbox-Verzeichnis aller übrigen Rechner. Ähnlich verhält es sich mit dem Löschen: Entfernen Sie eine Datei aus Ihrem Dropbox-Verzeichnis, verschwindet sie automatisch auf den anderen PCs.

Da der Anbieter Apps für das iPhone und Android-Smartphones in den jeweiligen App-Stores bereitstellt, greifen Sie auch mit den Mobilgeräten problemlos auf den Netzwerkspeicher zu – allerdings mit der Einschränkung, dass die Apps Dateien auf dem Dropbox-Server nicht automatisch herunterladen, was vielen Anwendern wegen der potenziell hohen Transferkosten aber entgegenkommen dürfte.

Praktisch alle Kamera-Apps besitzen eine Funktion namens Weiterleiten beziehungsweise Export (Abbildung 1). In diese klinkt sich die Dropbox-App nach der Installation ein und erlaubt damit den problemlosen Upload der Bilder auf den Dropbox-Server – und damit nach der nächsten Synchronisation auch auf die übrigen Rechner.

Abbildung 1: Nach der Installation klinkt sich Dropbox in die "Weiterleiten"-Funktion von Android ein, und erlaubt damit den direkten Upload der Bilder auf den Dropbox-Server.

Nach der Anwahl des Export-Buttons erscheint ein Dateimanager, in dem Sie das Verzeichnis auf Ihrem Dropbox-Account wählen, in den die App das Bild hochladen soll. Typische Bilder, die Sie mit Smartphones erstellen, sind – je nach Auflösung – 500 KByte bis 2 MByte groß. Sofern Ihr PC läuft, kopiert Dropbox das Bild praktisch simultan dorthin. Alternativ stehen Ihnen die Bilder auch über die webbasierte Verwaltungsoberfläche von Drobox zur Verfügung. Auch hier vorgenommene Änderungen werden nach dem nächsten Datenabgleich auf dem PC sichtbar.

Feinschliff

Die Bildverwaltung Digikam [5] ist nicht nur das passende Werkzeug, um Bilder nachträglich in vielfältiger Weise zu bearbeiten, sondern hat auch Upload-Funktionen zu den verschiedensten Bilderdiensten an Bord. Digikam gehört zur Standardausstattung vieler Distributionen, weswegen eine nachträgliche Installation meist nicht notwendig ist. Sollte das Programm bei Ihnen fehlen, richten Sie es über den Paketmanager Ihrer Distribution ein.

DigiKam verwendet in der Grundeinstellung den Ordner Bilder in Ihrem Home-Verzeichnis, um Fotos zu speichern. Weitere Ordner zu nutzen, ist standardmäßig nicht vorgesehen. Da es relativ umständlich wäre, die Bilder aus dem Dropbox-Verzeichnis jedes Mal dorthin zu kopieren, um sie dann weiterzuverarbeiten, behelfen Sie sich mit einem kleinen Trick:

  1. Öffnen Sie zunächst mit [Alt]+[F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie darin konsole ein, um ein Terminalfenster zu öffnen.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie sich in der Shell in Ihrem Home-Verzeichnis befinden, indem Sie cd (ohne weitere Parameter) eingeben.
  3. Geben Sie nun ln -s ../Dropbox Bilder/ ein. Damit erzeugen Sie im Bilder-Verzeichnis einen symbolischen Link zum Dropbox-Ordner, so dass Sie die Dropbox-Bilder in Digikam nutzen können.

Sollten neue Bilder hinzukommen, drücken Sie in Digikam [F5], um die Bilderliste zu aktualisieren. Alle Änderungen am Bild überträgt Dropbox direkt auf die Onlineversion und schließlich auf alle weiteren Dropbox-Clients.

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