Schnappschuss online
Fotos zu Webdiensten hochladen
Immer mehr Nutzer verwenden anstelle von Kompaktkameras ihr Smartphone für die gelegentliche Momentaufnahme – nicht ohne Grund: Die Bildqualität hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert und steht derjenigen von reinen Kameras speziell bei gutem Wetter kaum noch nach. Wozu also ein weiteres Gerät mitnehmen?
Diverse Kamera-Apps bieten darüber hinaus bereits eine direkte Uploadmöglichkeit zu Webdiensten wie Facebook [1], Picasaweb [2] oder Flickr [3]. Möchten Sie die Bilder vor dem Veröffentlichen aber am heimischen PC bearbeiten, wird es etwas komplizierter. Hier gilt es, die Dateien zunächst auf den Rechner und von dort aus ins Internet zu schieben. Wie sie diesen Workflow mit einem Android-Smartphone optimieren, zeigt der Artikel.
Vorbereitungen
Sollten Sie noch auf der Suche nach dem passenden Smartphone sein, dann lassen Sie sich nicht von den häufig beworbenen vielen Megapixeln blenden. Speziell bei Minisensoren, wie sie in Smartphones zum Einsatz kommen, bewirken die häufig genau das Gegenteil: Statt das Bild zu verbessern, wird es nur größer – und vor allem verrauschter. Als Grenzwert für Sensoren dieser Größe gelten etwa 5 MPixel.
Wenn Sie als Besitzer eines Android-Handys die Bilder aus dem Smartphone am heimischen PC weiter bearbeiten möchten, sollten Sie bereits vor der Aufnahme einige Regeln beachten:
- Vermeiden Sie, wenn möglich, den Einsatz eines digitalen Zooms, der nichts anderes macht, als einen Ausschnitt des eigentlichen Bilds zu speichern. Das erledigen Sie später am heimischen PC viel präziser.
- Damit Ihnen möglichst viel Spielraum beim Nachbearbeiten bleibt, nehmen Sie die Bilder in der bestmöglichen Qualität, vor allem was die Komprimierung betrifft, auf.
Ab ins Netz
Der übliche, zuweilen aber auch umständliche Weg, Bilder vom Smartphone auf den PC zu kopieren, läuft über ein USB-Kabel. Im Modus Speicherkartenzugriff zeigt der PC den Inhalt der SD-Karte direkt im Dateimanager an, mit dem Sie die Aufnahmen an einen beliebigen Ort kopieren.
Komfortabler geht's mit Dropbox [4], einen Online-Dienst, mit dem Sie Dateien verschiedener Systeme untereinander synchronisieren. Allerdings setzt der Dienst passende Client-Programme auf allen Geräten voraus, die ihn nutzen möchten. Löblicherweise bietet der Betreiber sowohl den Quellcode als auch paketierte Versionen für Linux (und Windows sowie Mac OS) an. Unabhängig davon gibt es für alle von EasyLinux unterstützten Distributionen die Software in den Online-Repositories. Alternativ verwenden Sie die auf der Heft-DVD enthaltene Version; die DVD enthält auch die für Ihr System passende Installationsanleitung.
In erster Linie wurde die Linux-Version von Dropbox für den Gnome-Desktop konzipiert, was vor allem eine nahtlose Integration in den Dateimanager Nautilus bedeutet. Aber auch unter KDE bereitet der Einsatz der Software keine größeren Probleme, bietet allerdings nicht ganz denselben Komfort.



