Neue Software

EasyLinux stellt neue Programme vor

11.07.2011
Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise.

Die Chrome-Offensive

Googles Browser Chrome avanciert zum Dauerbrenner in den Software-News. Zurecht, denn die Entwicklung geht rasend schnell voran. Im April erschien Version 11, die zwischenzeitlich noch um ein Sicherheitsupdate erweitert wurde. Version 12 steht derzeit in den Startlöchern und wird voraussichtlich noch vor Erscheinen dieser Ausgabe verfügbar sein.

Der Suchmaschinenprimus Google hat sich mit seinem Browser auch deshalb einen Namen gemacht, weil das Unternehmen sehr genau darauf achtet, bestehende Web-Standards möglichst akkurat zu nutzen. So war Chrome [1] der erste Browser, der eine umfassende und funktionierende Unterstützung für HTML 5 bot. HTML 5 soll der neue Standard für Websites werden und viele Funktionen bieten, die sich bisher nur über Krückenkonstruktionen wie Flash oder JavaScript auf Websites realisieren lassen. Google handelt dabei nicht ganz uneigennützig: Seit einiger Zeit bietet beispielsweise die zu Google gehörende Website YouTube Videos auch als HTML-5-Video und nicht mehr nur im Flash-Format an. Wegen der Fülle an Google-Web-Angeboten profitiert so auch das Unternehmen selbst von der Einführung besserer Standards.

Sprechen statt schreiben

Chrome 11 implementiert den vom Web-Konsortium W3C festgelegten Speech-Input-Standard [Abbildung 1]. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Mensch und PC direkter zu gestalten und neben die Tastatur als Haupteingabegerät eine alternative Methode zu stellen. Denn statt Text einzutippen, spricht der Anwender den Text, die geöffnete Webseite interpretiert die Sprache dann als Kommando und reagiert entsprechend.

Abbildung 1: Googles Browser Chrome wartet vor allem bei der HTML5- und CSS3-Unterstützung mit einer Menge neuer Features auf.

Nur HTML-5-Seiten ermöglichen den Zugriff auf die Speech-Input-Engine des Browsers. Sie testen das Feature, indem Sie Googles eigenen Übersetzungsdienst Google Translate (http://translate.google.com) öffnen. Im Eingabefenster sehen Sie dort rechts unten ein kleines Mikrofon-Icon. Sofern an Ihrem Rechner ein Mikrofon oder Headset angeschlossen ist, klicken Sie darauf und sprechen einen Text. Diesen übernimmt der Dienst und übersetzt ihn in die gewählte Zielsprache.

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