Nachrichten

EasyLinux-Nachrichten

11.07.2011

Ausweis-App für Ubuntu

Seit November 2010 gibt es den neuen Personalausweis. Die für die elektronische Identifikation nötige App dafür ist nun auch in einer Linux-Version erhältlich.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt zwei Linux-Versionen heraus, eine für Debian 5/6 und eine für Ubuntu ab Version 9.04. Bei letzterer gilt aber der Hinweis des BSI: "Die Ausweis-App unterstützt Ubuntu 11.04 in der klassischen Ansicht. Ubuntu 11.04 mit Unity wird nicht unterstützt." Das BSI hat auch seine Informationsseite zu Kartenlesern [1] auf die unterstützten Funktionen für die Linux-App aktualisiert.

Die Anwendung steht beim Bundesamt zum Download bereit [2]. Nachdem nun die Linux-Version fertig ist, verspricht das BSI: "Eine Version für das Betriebssystem Mac OS wird voraussichtlich im Sommer bereitgestellt." (Ulrich Bantle/hge)

[1] https://www.ausweisapp.bund.de/pweb/cms/kartenleser.jsp

[2] https://www.ausweisapp.bund.de/pweb/filedownload/download_pre.do

Libre Office 3.4.0

Die Document Foundation hat mit der Freigabe von Libre Office 3.4.0 einen neuen Versionszweig ihrer freien Bürosuite eröffnet. Die Release bringt viele verbesserte Details, ist aber noch nicht für alle Anwendergruppen reif.

Die neue Version richte sich vor allem an Power-User und Mitglieder der Libre-Office-Community, welche die Neuerungen ausprobieren möchten, schreiben die Macher. Allen anderen empfiehlt das Projekt, auf die erste Wartungs-Release 3.4.1 zu warten, in die Bugfixes und Stabilisierungen eingehen.

Zahlreiche Neuerungen gibt es bei der Tabellenkalkulation Calc: Anwender können nun einen Autofilter auf jedes Tabellenblatt anwenden, ohne eine benannte Datenbank anzulegen. Daneben lassen sich benannte Bereiche auch innerhalb eines Blatts definieren. Außerdem gibt es Verbesserungen am Dialog zum Verschieben und Kopieren von Tabellenblättern, an der Darstellung von Zeichnungsobjekten sowie an den Referenzen auf externe Daten. Der Datenpilot unterstützt jetzt eine unbegrenzte Anzahl von Feldern aller Typen.

Die Textverarbeitung Writer kennt in der neuen Version Farben und Linienstile für die Trennlinien zwischen Spalten und oberhalb der Fußnoten. Aufzählungen lassen sich auch mit griechischen Buchstaben durchnummerieren. Das Präsentationsprogramm Impress verfügt jetzt über einen verbesserten HTML-Export, der im Inhaltsverzeichnis alle Folien als Vorschaubilder zeigt.

Daneben haben die Entwickler den ODF-Export in eine einzelne XML-Datei schneller gemacht und die Unterstützung für das vor 2000 übliche StarOffice-Format überarbeitet. Das Menü von Libre Office fügt sich nun in Canonicals Desktopumgebung Unity ein und verträgt sich besser mit Gtk+-Themes. Weitere Details zu den Neuerungen in Version 3.4.0 hat das Libre-Office-Projekt auf seiner Webseite zusammengefasst [1].

Libre Office ist unter der LGPL (Version 3) lizenziert. Die neue Version der Bürosuite steht für Linux als Debian- und RPM-Paket für 32- und 64-Bit-Intel-Rechner zum Download bereit [2]. Daneben gibt es Binärdateien für Windows sowie Intel- und Power-PC-Macs. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.libreoffice.org/download/3-4-new-features-and-fixes/

[2] http://www.libreoffice.org/download/

EasyLinux auf Facebook

EasyLinux bringt seit einem Monat tägliche News auf der neuen Facebook-Seite [1] – hier können Sie auch Kontakt mit der Redaktion aufnehmen und Meldungen kommentieren oder Fragen stellen. Anwender ohne Facebook-Account können die News auch ohne Anmeldung lesen.

In unregelmäßigen Abständen erscheinen zudem kurze, aktuelle Artikel auf der Facebook-Seite, die Sie dann im Bereich Notizen finden.

Lassen Sie sich nicht irritieren: Facebook-typisch herrscht auch auf der EasyLinux-Facebook-Seite ein vertraulicherer Umgangston, es wird also geduzt. Wenn Sie unser neues Angebot mögen, klicken Sie doch auf Gefällt mir. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://www.facebook.com/easylinux

Asus Eee PC mit Meego

Asus hat auf der Messe Computex in Taipeh ein Netbook mit der Linux-Distribution Meego [1] angekündigt. Mit einem 10-Zoll-Display, 950 Gramm Gewicht und nur 18 mm Dicke soll das X 101 in der Tasche des mobilen Nutzers verschwinden. Die weiteren technischen Angaben sind noch lückenhaft, ein Intel Atom N435 steckt im Inneren, und das Netbook bringt eine vollständige Tastatur mit.

Unter der Bezeichnung X101H gibt es das Gerät mit der Betriebssystemauswahl Meego oder Windows 7 Starter sowie mit Solid-State-Disk – in der herkömmlichen Version steckt eine Festplatte. (Ulrich Bantle/hge)

[1] http://www.meego.com/

HTC will Smartphones öffnen

Bei den funktionsreichen Smartphones stehen Betriebssystem-Updates und -Alternativen auf der Wunschliste vieler Nutzer. Hersteller HTC hatte bisher das Flashen bei Android-Geräten über einen Speicherschutz verhindert – das soll sich ändern.

Auf der Facebook-Seite von HTC [1] meldete sich CEO Peter Chou mit einem kurzen Statement zu Wort, in dem es heißt, man habe das überwältigende Feedback der Nutzer gehört, und er könne bestätigen, dass HTC die Bootloader seiner Geräte nicht länger sperren will.

Vorausgegangen war dem Schritt von HTC eine Petition von Handy-Nutzern, die eben diese Befreiung des Speichers in den Geräten gefordert hatte [2]. Das Statement des CEO scheint allerdings eher auf künftige Gerätegenerationen gerichtet. Auf der Seite der Petitionsunterzeichner bleibt man skeptisch. (Ulrich Bantle/hge)

[1] http://www.facebook.com/HTC/posts/10150307320018084

[2] http://www.groubal.com/htc-bootloaders-and-nand/

Fedora 15

Red Hats Community-Distribution Fedora ist in Version 15 erhältlich, die zahlreiche Neuerungen bringt. Die pünktlich erschienene Release präsentiert sich auf dem Desktop mit Gnome 3.0, KDE Plasma Workspaces 4.6 oder Xfce 4.8. Unter den Anwendungen finden sich Firefox 4 und Libre Office. Im Inneren des Systems arbeitet Kernel 2.6.38.6.

Weitere Details sind im Announcement [1] und den Release Notes [2] für Version 15 (Lovelock) nachzulesen. Images für eine installierbare Live-Desktop-CD sowie in weiteren Varianten gibt es beim Fedora-Projekt zum Download [3], außerdem finden Sie Fedora 15 auch auf der Heft-DVD dieser EasyLinux-Ausgabe. (Mathias Huber/hge)

[1] http://fedoraproject.org/wiki/Fedora_15_announcement

[2] http://docs.fedoraproject.org/en-US/Fedora/15/html/Release_Notes/

[3] http://fedoraproject.org/get-fedora.html

Miro 4.0 mit Android-Schnittstelle

Mit der Option, Android-Smartphones zu synchronisieren und in kompatiblen Versionen auch iTunes-Vorräte anzuzapfen, kommt die Multimedia-Software Miro in neuer Version. Der Open-Source-Player konvertiert zudem Videos und verbindet sich mit den gängigen Kanälen wie YouTube, um etwa Videodaten und Podcasts herunterzuladen. Die Konvertierungsfähigkeiten für Videos wurden ebenfalls verbessert.

Miro 4.0 gibt es für Linux, Mac OS X und Windows. Der Download ist über die Miro-Seite [1] möglich. (Ulrich Bantle/hge)

[1] http://www.getmiro.com/

Neue Nvidia-Treiber für Linux

Nvidia hat neue Grafiktreiber für Linux veröffentlicht, die einige Probleme mit KDE 4 und Gnome 3 beseitigen und eine bessere Performance mit den beiden Desktops bieten sollen [1]. Außerdem unterstützt die neue Version 275.09.07 des Treibers mehr Grafikchips des Herstellers.

Besitzer von Nvidia-Grafikkarten haben immer die Wahl zwischen verschiedenen Treibern, Linux-Distributionen liefern meist die Treiberpakete nv und nouveau aus, die proprietären Treiber, die der Kartenhersteller selbst entwickelt, müssen von Hand nachinstalliert werden. Ausführlichere Hinweise zu den Unterschieden gibt es auf der OpenSuse-Webseite [2] und bei UbuntuUsers.de [3]. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://www.nvidia.com/object/linux-display-ia32-275.09.07-driver.html

[2] http://de.opensuse.org/NVIDIA

[3] http://wiki.ubuntuusers.de/Grafikkarten/NVIDIA

Google Chrome und Unity

Die neue Version 12 von Google Chrome [1] unterstützt auch das globale Menü von Ubuntus neuer Oberfläche Unity. Um es zu aktivieren, geben Sie einfach in der Adresszeile about:flags ein und aktivieren die Option Experimental Gnome Menu Bar support.

Chrome lässt sich jetzt auch mit Browser-eigenen Apps erweitern, ein Highlight für viele Anwender ist die App Angry Birds [2], die bisher vor allem auf iPods und iPhones weite Verbreitung gefunden hat. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://www.google.com/chrome/

[2] https://chrome.google.com/webstore/detail/aknpkdffaafgjchaibgeefbgmgeghloj?hl=de

Englisches Ubuntu-Handbuch

Das "Ubuntu Manual Team" hat das Handbuch zu Ubuntu 10.10 veröffentlicht [1]. Bislang gibt es nur die englischsprachige Version. Da das Handbuch fast komplett auf Fachbegriffe verzichtet und viel mit Bildern arbeitet, ist es aber auch mit angerostetem Schulenglisch gut verständlich. (Hans-Georg Eßer/hge)

[1] http://ubuntu-manual.org/

SoftMaker Office 2008 gratis

Der Hersteller SoftMaker verschenkt seine Office-Suite SoftMaker Office in der Version 2008 [1]. Gegen Registrierung erhält der Anwender eine persönliche Seriennummer für die Linux- oder Windows-Ausgabe oder beide. SoftMaker Office 2008 für Linux ist als Debian- oder RPM-Paket sowie als Tarball mit Installationsskript erhältlich und eignet sich für Ubuntu, OpenSuse, Red Hat, Mandriva, Debian und weitere Distributionen. Weitere Informationen sowie Zugang zur Registrierung gibt es auf der SoftMaker-Office-Homepage.

Die proprietäre Office-Suite besteht aus der Textverarbeitung TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem Präsentationsprogramm Presentations und bietet gute Kompatibilität mit Microsoft Office. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.softmakeroffice.de/

Infos

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_04

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Artikelsuche
Erwin Ruitenberg, 09.10.2014 07:51, 1 Antworten
Ich habe seit einige Jahre ein Dugisub LinuxUser. Dann weiß ich das irgendwann ein bestimmtes Art...
Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...