Zero Ballistics

Ein Kindheitstraum vieler Jungen wird wahr: Im Actionspiel von QuantiCode darf man an Bord eines dicken Panzers hemmungslos um sich feuern. Richtig Spaß macht das unkomplizierte Spektakel aber nur mit mehreren realen Mitspielern.

In Zero Ballistics [4] steigt jeder Spieler an Bord eines dicken Panzers und versucht innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele seiner Gegner abzuschießen. Sollte dabei ungeschickter Weise der eigene Panzer in Rauch aufgehen, zaubert man sich mit einem Mausklick in ein neues Fahrzeug und somit wieder zurück ins Geschehen.

Neben dem vorgestellten Deathmatch-Spielmodus bringt die aktuelle Zero Ballistics Version 2.0 noch drei weitere mit: Im Team Deathmatch treten zwei Mannschaften gegeneinander an, das Team mit den meisten Treffern gewinnt. Weitaus mehr strategisches Denken erfordert Beaconstrike, das an den Domination-Modus aus klassischen Ego-Shootern erinnert: Ein angreifendes Team muss mithilfe sogenannter Beacons ihr Einflussgebiet vergrößern und so die Basen des gegnerischen Teams erobern. Dieses wiederum versucht den Sturm zu verhindern, indem es die Beacons vernichtet. Um den Druck auf beide Parteien zu verstärken, gibt es für die Angreifer ein Zeitlimit, während die Verteidiger immer wieder ihre Munition aufladen müssen.

Der Soccer-Modus versetzt die Panzer schließlich noch in ein futuristisches Stadion (Abbildung 3). Wie beim realen Fußballspiel versuchen zwei Mannschaften einen überdimensionalen Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Das Team mit dem meisten Toren hat nach Ablauf einer zuvor festgelegten Spielzeit gewonnen.

Abbildung 3: In Zero Ballistics geht es eigentlich darum, gegnerische Panzer mit dem eigenen Militärfahrzeug abzuschießen; friedlicher ist der Fußballmodus.

Zero Ballistics sieht für ein kostenloses Spiel äußerst gut aus und ist insbesondere mit mehreren realen Spielern ein kurzweiliger, launiger Zeitvertreib. Für mehr reicht es aber leider nicht: Trotz komplizierten Beaconstrike-Modus steckt unter der Haube ein einfaches Ballerspiel. Die wenigen Karten sind auf Dauer zu eintönig, wenn auch mit viel Liebe gemacht. Da man gleichzeitig den Geschützturm und den fahrbaren Untersatz unabhängig voneinander durch den Wald lenken muss, dauert es zudem eine Weile, bis man mit der Steuerung zurecht kommt.

Zero Ballistics

Bezugsquelle: http://www.zeroballistics.com/
Entwickler: QuantiCode
Lizenz: Proprietär
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

M.A.R.S.

Simon Schneegans und Felix Lauer mixen ein simples Ballerspiel mit feiner Grafik, fieser Gravitation und pfiffigen Spielmodi. Heraus kommt ein faszinierender und motivierender Schießspaß für zwischendurch [5].

Im Jahre 3547 ist der weite Weltraum großflächig erschlossen. Einige Zivilisationen leben friedlich miteinander, während andere natürlich mal wieder einen Großen Krieg anzetteln mussten. Diese karge Hintergrundgeschichte ist zwar nettes Beiwerk, spätestens nach dem ersten Spielstart jedoch schon wieder vergessen. Wie in den ersten Actionspielen aus den 70er Jahren blickt man auch in M.A.R.S. auf einen zweidimensionalen, hübsch gezeichneten Weltraum. Die Bildschirmränder begrenzen den Kampfschauplatz, in dem sich mehrere kleine Raumschiffe gegenseitig die Laserstrahlen um die Ohren pfeffern.

Gemeine Hindernisse bilden dabei kleine und große Planeten, Sonnen, sowie schwarze Löcher. Je nach Masse ziehen sie alle Gegenstände in ihrer Umgebung mehr oder weniger stark an. Das gilt sowohl für die Raumschiffe, als auch ihre abgefeuerte Munition (Abbildung 4). Durch einen geschickten Schuss kann man so leicht um einen Himmelskörper herumschießen. Eine Kollision mit den Planeten sollte man allerdings tunlichst vermeiden: Je größer die Geschwindigkeit beim Aufprall, desto mehr Schaden nimmt das Raumschiff. Umgekehrt ist es aber auch wieder eine gute Idee, den Gegner mit möglichst viel Wucht gegen einen Himmelskörper zu schubsen.

Abbildung 4: Planeten lenken durch ihre Anziehungskraft auch Schüsse ab.

Unter der Haube von M.A.R.S. steckt ein ziemlich simples Ballerspiel. Die sehr gut gezeichneten Grafiken, der schmissige Soundtrack, eine gute künstliche Intelligenz der Gegner und nicht zuletzt die pfiffigen Spielmodi machen daraus jedoch ein extrem spaßiges Vergnügen – insbesondere wenn zwei menschliche Spieler vor einem Rechner gegeneinander antreten. Einziger Wermutstropfen ist die ziemlich knifflige Steuerung: Da man zum Bremsen das Raumschiff um 180 Grad wenden muss, werden Einsteiger ziemlich häufig mit zu hoher Geschwindigkeit alles mögliche rammen oder in die falsche Richtung fliegen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet in M.A.R.S. ein schnelles, forderndes Actionspiel für die Mittagspause.

M.A.R.S.

Bezugsquelle: http://mars-game.sourceforge.net/
Entwickler: Simon Schneegans und Felix Lauer
Lizenz: GPL v3
Preis: kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

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