Container-Dateien

Die Erstellung eines TrueCrypt-Containers unterscheidet sich von der Verschlüsselung eines Sticks nur in wenigen Punkten. Anstelle der zweiten Option Create a volume within a partition/drive wählen Sie die erste Create an encrypted file container. Das Fenster Outer Encryption Options nennt sich nun nur noch Encryption Options. Im Anschluß folgt im Dialog Volume Size die Abfrage nach der Größe des Containers. Bei der nachfolgenden Wahl des Dateisystems gilt das gleiche wie den USB-Stick: Möchten Sie ihn sowohl unter Linux als auch Windows verwenden, wählen Sie FAT, unter Windows optional NTFS.

Ein Container unterscheidet sich zunächst nicht von anderen Dateien. Allerdings enthält er das komplette verschlüsselte Dateisystem samt der Daten, die Sie darin speichern. Um an den Inhalt zu gelangen mounten Sie ihn, wie zuvor beim USB-Stick beschrieben. Sie nutzen dafür lediglich Select File statt Select Drive, bevor sie die Datei einem Slot zuweisen und einhängen.

Der TrueCrypt-Container eignet sich besonders gut, um beispielsweise sensible Daten in der Cloud eines Anbieters virtueller Festplatten, wie zum Beispiel Strato SmartDrive, zu lagern. Von jedem Ort aus auf die TAN-Liste zugreifen können? Der Gedanke muss dank TrueCrypt kein Datenschutzalptraum sein.

Verteilter Zugriff

Die Aufgabe, mehrere Anwender gleichzeitig auf verschlüsselte Daten zugreifen zu lassen, löst TrueCrypt nicht komplett befriedigend. Die Entwickler schlagen drei Wege vor, von denen der bequemste vorsieht, dass TrueCrypt-Volume auf einem Server zu mounten. Anwender greifen dann über Netzwerk-Dateisysteme wie NFS oder Samba darauf zu. Der Dateitransfer erfolgt dabei aber meist unverschlüsselt und so eignet sich dieser Weg nur für abgesicherte LANs. Weg Nummer zwei eignet sich für Virtuelle Festplatten in der Cloud. Er sieht vor, dass die Nutzer nacheinander auf TrueCrypt-Container zugreifen. Speicher-Dienste, die automatische Synchronisation anbieten, haben mit dieser Methode so ihre Probleme. TrueCrypt-Container-Dateien verändern sich äußerlich gesehen auch dann nicht, wenn sich ihr Inhalt verändert. Der Container muss daher immer von Hand auf zentralen Speicher kopiert werden. Der dritte Weg besteht darin, dass nur ein Anwender schreibend auf den Container zugreifen kann. Alle anderen hängen den Container lediglich im Lesemodus ein. Die passende Einstellung finden sie im Menü von TrueCrypt unter Settings / Preferences / Mount Options / Mount volumes as read-only.

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