Tipp: Nautilus: MP3-Dateien als Klingelton für's Android

Wer ein Android-Telefon sein Eigen nennt und mit den ausgelieferten Klingel-, Weck- und Benachrichtigungstönen nicht zufrieden ist, muss diese nicht teuer von einem der unzähligen Anbieter herunterladen. Mit wenigen Handgriffen wandern eigene Musikstücke, zum Beispiel in den Formaten MP3, Ogg Vorbis oder auch WAV, auf's Handy. Diese laden Sie entweder direkt über den integrierten Browser herunter oder transferieren sie via Bluetooth oder mit einem USB-Kabel auf die SD-Karte des Geräts. Das Problem bei den ersten beiden Vorgehensweisen: Die Musik landet in fest vorgegebenen Verzeichnissen – /sdcard/bluetooth bzw. /sdcard/download. Von dort aus können Sie die Dateien nicht als Systemtöne einrichten.

Verschiedene Lösungsansätze stehen zur Verfügung. Sie können über den Market einige Apps finden, welche die internen Audioeinstellungen erweitern und es erlauben, Sounddateien aus allen Verzeichnissen als Systemklänge einzurichten. Funktioniert das nicht, greifen Sie einfach zu Gnomes Dateimanager Nautilus und sortieren die Töne in der Android-Ordnerstruktur um:

  1. Schließen Sie das Handy per USB-Kabel an den Linux-Rechner an. Bestätigen Sie die Datenverbindung auf dem Handy per Klick auf USB-Speicher aktivieren.
  2. Öffnen Sie ein Nautilus-Fenster. In der linken Ordnerliste sollten Sie die SD-Karte des Handys sehen, die das System automatisch gemountet hat. Per Klick auf diesen Eintrag zeigen Sie in der rechten Fensterhälfte des Dateimanagers den Inhalt an.

  3. Über Datei / Ordner anlegen erstellen Sie dort nun ein paar weitere Verzeichnisse. Legen Sie zunächst den Ordner media und dort ein Unterverzeichnis namens audio an. In diesem erstellen Sie drei weitere Ordner für die Wecktöne (alarms), für die Benachrichtigungssounds (notifications) und für die Klingeltöne (ringtones).

  4. Nachdem Sie Ihre MP3-, Ogg-Vorbis- oder WAV-Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse einsortiert haben, können Sie über das Handy den USB-Speicher deaktivieren. In den Telefoneinstellungen richten Sie im Bereich Töne nun die eigenen Sounds als Klingel-, Weck- und Benachrichtigungstöne ein.

Tipp: Platz sparen in den Programmmenüs

Finden Sie die Symbole in den Menüs der Anwendungen überflüssig, zu bunt oder einfach störend? Mit einem kleinen Ausflug in den GConf-Editor schalten Sie die Anzeige der Icons ab. Öffnen Sie den Konfigurationseditor über ein Terminal oder einen Schnellstarter ([Alt]+[F2]) und geben Sie gconf-editor ein. Navigieren Sie in der linken Baumansicht zum Bereich desktop / gnome / interface und entfernen Sie auf der rechten Seite hinter menus_have_icons das Häkchen. Anschließend präsentieren sich die Menüs der Programme schön schlicht und nur noch mit Text.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Textmaschine
    Linux bringt eine Vielzahl mächtiger Editoren mit. Gnomes grafischer Texteditor Gedit glänzt mit vielen nützlichen Plugins, die komfortables Editieren versprechen.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 02/17-04-17: E-Mail sicher und komfortabel

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 3 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...