Tipp: Brasero: Cover-Editor gleich inklusive
Das Gnome-Brennprogramm zeichnet sich durch Schlichtheit und Übersichtlichkeit aus. Die wichtigsten Funktionen sind im Startbildschirm bzw. im Menü Projekt / Neues Projekt versammelt: So erstellen Sie schnell und unkompliziert Audio-, Video- und Daten-CDs/-DVDs, kopieren Datenträger oder brennen einfach fertige Abbilder. Selbst wenn Sie Ihre Silberscheiben lieber mit K3b oder sogar auf der Kommandozeile brennen, sollten Sie einmal einen Blick ins Brasero-Menü Werkzeuge werfen. Gleich an erster Stelle befindet sich der Cover-Editor, den Sie auch unabhängig vom Brennvorgang einsetzen können, um mit wenigen Mausklicks ansehnliche Albumcover zu erstellen. So geht's:
- Nach dem Start sehen Sie drei grafische Elemente, die Sie mit Inhalt füllen können: die Vorderseite, die Seiten und die Rückseite.
- Über die Werkzeugleiste stellen Sie eine der auf dem System verfügbaren Schriften, deren Größe, Farbe, Stil und Ausrichtung ein.
- Das Symbol mit dem Monitor öffnet einen weiteren Einrichtungsdialog, über den Sie den Hintergrund gestalten. Grundsätzlich können Sie sich zwischen einer Farbe und einem Bild entscheiden und für beide Varianten jeweils Feineinstellungen vornehmen (Abbildung 1).
- Der Knopf ganz rechts schickt die Datei an einen Drucker oder speichert sie über den Umweg In Datei drucken. Letzteres bietet die drei Formate PostScript, PDF und SVG (Vektorgrafik) an; eine andere Möglichkeit, das eigene Cover auf der Platte abzulegen, gibt es in Brasero nicht.
Wollen Sie ein Cover nicht nur einmal verwenden, sondern zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwenden und ein paar Elemente umgestalten, sollten Sie eine SVG-Datei erstellen. Diese können Sie immerhin mit einem Programm wie Gimp oder Inkscape bearbeiten.
Tipp: Terminal für Gnomes Texteditor
Der Standardeditor der Desktopumgebung heißt Gedit. In der Regel finden Sie das Programm zur Bearbeitung von Textdateien im Bereich Zubehör des Startmenüs. Alternativ starten Sie es über Eingabe von gedit in ein Terminal- oder Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]). Von Haus aus bringt die Anwendung zahlreiche Plug-ins mit [1] – einige davon sind in der Voreinstellung bereits aktiviert, wie ein Blick in den Dialog Bearbeiten / Einstellungen / Plugins bestätigt.
Andere Erweiterungen, wie auch das Terminal, müssen Sie per Klick in die Checkbox explizit einschalten. Die Kommandozeile für Gedit befindet sich im Plug-in Eingebettetes Terminal. Nachdem Sie das Häkchen gesetzt haben, rufen Sie das Terminal über den Menüpunkt Ansicht / Fußleiste ([Strg]+[9]) auf den Plan (Abbildung 2). Über denselben Weg werden Sie die Eingabeaufforderung auch wieder los. Da es sich um eine ganz normale Bash handelt, funktionieren die üblichen Shortcuts – [Strg]+[D] oder exit fängt das Plug-in allerdings ab und schließt das Terminal nur über den beschriebenen Weg. Praktisch: Rufen Sie aus der Kommandozeile heraus gedit mit einem Dateinamen als Argument auf, öffnet der Texteditor einfach einen neuen Tab im aktuellen Programmfenster.



