Firefox 4

Galt vor 10 Jahren noch der Internet Explorer als Maß aller Dinge, wendete sich seither das Blatt gründlich. Die Protagonisten heißen inzwischen Google Chrome, Opera und Mozilla Firefox [1]. Letzteren unterzogen die Macher einer gründlichen Frischzellenkur.

Als erstes sticht die in weiten Teilen neu gefasste Optik von Firefox 4 ins Auge. Unverkennbar schauten sich die Programmmierer dabei das eine oder andere Detail beim Konkurrenten Google Chrome ab: So verschwand beispielsweise die sperrige Menüleiste, übr die Sie bisher einen großen Teil der Einstellungen erreichten. An ihre Stelle trat ein Konfigurationsmenü, das Sie per Klick auf einen Button links oben im Firefox-Hauptfenster auf den Bildschirm holen. Chrome funktioniert ganz ähnlich; auch hier erreichen Sie das Hauptmenü per Button. Durch das Verbannen der Menüleiste wirkt der neue Mozilla-Browser 4 deutlich aufgeräumter.

Das Firefox-Hauptfenster zeigt in der Standard-Konfiguration lediglich die Adressleiste, das Suchmaschinen-Feld, Buttons für Vor- und Zurückspringen sowie einen Home- und Lesezeichen-Button. Optional blenden Sie die Contributor-Toolbar ein, die Icons und Lesezeichen von Drittherstellern enthält. Ein Rechtsklick mit der Maus im Bereich um die Adressleiste herum öffnet die Funktion. Hier versteckt sich auch der Schalter, um Tabs über oder unter der Adressleiste anzuzeigen (Abbildung 1). In der Standardeinstellung steht diese darüber – ein weiterer Wink in Richtung Google Chrome. Wer das Look & Feel von Firefox 3 bevorzugt, verschiebt die Tabulatoren per Mausklick wieder unter die Menüleiste.

Abbildung 1: Firefox 4.0 erlaubt es, die Tabs oberhalb der Adressleiste zu positionieren.

Tabs

Die Entwickler spendierten den Tabs eine Gruppierungsfunktion. Konkret bedeutet das, dass Sie Ihre Tabs manuell nach eigenen Kategorien sortieren und auf einer Art virtuellen "Schreibtisch" in Firefox verwalten. Die Funktion erreichen Sie über das Symbol Tabs gruppieren ganz rechts von der Adresszeile. Wenn Sie Tab-Gruppen verwenden, zeigt Firefox nur die Tabs im Hauptfenster an, die zur jeweiligen Gruppe gehören. Auf dem Desktop für Tabulatoren erstellen Sie durch das Aufziehen eines Vierecks mit dem Mauszeiger eine neue Gruppe, der Sie einzelne Fenster zuweisen. Durch unterschiedliche Größen der Bereiche erzeugen Sie eine optische Priorisierung ("groß" = "wichtig", "klein" = "weniger wichtig").

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