Tempo, tempo

Wie wirken sich die genannten Neuerungen auf die Performance aus? Kritiker mäklen seit langem an, dass aus dem einst schlanken Firefox-Kern ein aufgeblähter Haufen Code wurde, dessen Spezialität vor allem darin liegt, möglichst viel Arbeitsspeicher und CPU-Leistung zu benutzen. Wer glaubt, dass Firefox in der neuen Version diese Tradition fortsetzt täuscht sich – zumindest nach den Worten der Firefox-Entwicklern: Die wollen nämlich bei Benchmarks Performance-Verbesserungen von bis zu 500 Prozent gemessen haben. Ganz so extrem fällt der Unterschied im Alltag nicht aus, allerdings wirkt Version 4 tatsächlich schneller, als der Vorgänger. Das macht sich besonders bei alltäglichen Aufgaben wie dem Öffnen eines neuen Tabulators oder einer Seite bemerkbar. Darüber hinaus benötigt der neue Firefox auf dem Testsystem wesentlich weniger Hauptspeicher als der Vorgänger.

Das meint die Redaktion

Firefox 4 bringt elementare Verbesserungen hinsichtlich diverser Funktionen sowie in der Performance mit. Durch die Kombination interessanter Features des Google-Browsers – insbesondere der nutzerfreundlichen Oberfläche – mit den Stärken von Firefox entstand ein wirklich guter Browser, der sogar bei der Performance überzeugt.

In diesem Test kam eine Vorserienversion von Firefox zum Einsatz, die sich aber als sehr stabil erwies.

Bewertung

4,5 Sterne

Goggles Music Manager

Anders als die GTK- und Qt-Vertreter wie Amarok und Rythmbox nutzt GogglesMM [1] das Fusion-Toolkit zum Darstellen der grafischen Oberfläche. Fusion ist prinzipiell das gleiche wie GTK oder Qt, aber jüngeren Datums und darüber hinaus wesentlich schlanker. Das wirkt sich auf die Geschwindigkeit der Anwendungen, die das Toolkit nutzen aus: Sie laufen wesentlich schneller als ihre GTK- oder Qt-Pendants.

GogglesMM merkt man das an: Direkt nach dem Anklicken des Programm-Icons im K-Menü öffnet sich das Programm beinahe verzögerungsfrei (Abbildung 1). Kein Splash-Screen, der nur das Laden verschiedener Programmkomponenten im Hintergrund verdeckt, und auch kein langsamer Aufbauen des Hauptfensters.

Abbildung 1: GogglesMM setzt auf das Fusion-Toolkit, das zwar wieselflink ist, dessen Optik dafür aber auch an GTK1 aus dem 20. Jahrhundert erinnert.

Nach Projektangaben bestand das Hauptziel darin, einen möglichst performanten Audio-Player zu entwickeln. Seine hohe Performance erkauft sich das von GogglesMM verwendete Fusion-Toolkit durch den Verzicht einiger Gimmicks und Funktionen der etablierten, großen Toolkits. So wirkt die Optik von Fusion eher altbacken; eine Möglichkeit, sie mittels Themes aufzupolieren, fehlt.

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