Probleme?

Bei einem festen Veröffentlichungszyklus im Halbjahresrhythmus bleiben Probleme nicht aus. Über die wichtigsten klären die Release Notes [1] auf. Sie nennen meist auch Lösungen für diese Probleme, wir greifen zwei Beispiele heraus.

So aktiviert Kubuntu auf einigen Systemen die Desktop-Effekte nicht automatisch – auch wenn Sie den korrekten Grafikkartentreiber verwenden. Das Problem lässt sich über Systemeinstellungen / Arbeitsflächeneffekte ändern. Hier können Sie die Arbeitsflächeneffekte aktivieren. Funktionieren diese wie gewünscht, setzen Sie noch ein Häkchen bei Funktionsüberprüfung deaktivieren im Register Erweitert.

Nutzen Sie eine ältere Nvidia-Karte, die noch den AGP-Slot verwendet, bekommen Sie womöglich Probleme mit bestimmten Programmen, die 3-D-Beschleunigung nutzen (vor allem mit Spielen, aber auch Google Earth, Celestia usw.) Zwar gibt es auch die freien Nouveau-Treiber, aber die fortgeschrittenen 3-D-Funktionen decken lediglich die proprietären Treiber ab.

Zum Redaktionsschluss steht nun zwar der nvidia-96-Treiber für diese älteren Grafikkarten bereit. Um ihn zu nutzen, müssen Sie aber eine externe Paketquelle in den Paketmanager einbinden [2] und das Paket jockey aktualisieren.

Fazit

Das neue Kubuntu 10.10 konsolidiert die bisherigen Entwicklungen. Auch der nun als Standard eingesetzte Audioserver Pulseaudio bietet keine wirkliche Überraschungen, steckt er doch bereits seit einer geraumen Weile in Ubuntu. Wirklich neu ist hingegen die Integration von Plasma Netbook – die Oberfläche wirkt recht ansprechend. Die Ablösung des Browsers Konqueror durch Rekonq ist eine weitere auffällige Neuerung, auch der Installer kann sich sehen lassen. Er kommt allerdings auch bei den anderen Ubuntu-Derivaten zum Einsatz. Alles in allem eine runde Sache, zumal KDE 4 allmählich in einen Zustand kommt, wo es die ursprünglich gemachten Versprechen tatsächlich einlöst.

Glossar

GTK

Mit Hilfe des Gimp Toolkits lassen sich die grafischen Elemente für den Gnome-Desktop erstellen, zum Beispiel Dialogfenster mit anklickbaren Buttons.

Qt

wird wie das englische cute ausgesprochen. Das so genannte Toolkit ermöglicht das Erstellen grafischer Oberflächen und Elemente für den KDE-Desktop, etwa Auswahlboxen, Fenster mit Menüs und Warndialoge.

Multitouch

So bezeichnet man die Steuerung von Software auf Geräten mit Touchscreens, bei der mehrere Finger zum Einsatz kommen.

Firewire

Firewire (oder auch IEEE 1394a/b) dient – wie das etabliertere USB – zur schnellen Datenübertragung zwischen einem Rechner und Peripheriegeräten via Kabel.

Infos

[1] Release Notes von Ubuntu 10.10: https://wiki.ubuntu.com/MaverickMeerkat/ReleaseNotes

[2] PPA für den Nvidia-Treiber "nvidia-96": https://launchpad.net/~dajhorn/+archive/nvidia-96

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