Weder KDE noch Gnome
LXDE und XFCE: Desktop-Alternativen
Auch der Login-Bildschirm
Die meisten Mitglieder der Open-Source-Community vertreten mittlerweile auch die Ansicht, dass Desktop-Umgebungen auch einen eigenen Display-Manager benötigen: Der ist die erste grafische Anwendung, die Sie nach dem Booten sehen; Sie geben dort Benutzername und Passwort ein und melden sich am Rechner an. KDE und Gnome haben beide einen Display-Manager (kdm bzw. gdm). Haben Sie die automatische Anmeldung aktiviert, sehen Sie den Display-Manager übrigens nur, wenn Sie sich vom Rechner ab- und erneut anmelden.
Welche Programme tatsächlich dabei sein müssen, damit Sie von einer Desktop-Umgebung sprechen können, ist nirgendwo definiert. Wir gehen hier davon aus, dass eine Desktop-Umgebung wenigstens aus einem Window-Manager mit Panel und verschiedenen Zusatzpogrammen wie einem Dateimanager besteht und auch ein zentrales Konfigurationswerkzeug vorhanden ist.
XFCE
Grau ist alle Theorie, XFCE [2] hingegen ist fast schon bunt. Die Desktop-Umgebung hast schon einige Jahre auf dem Buckel, auch wenn aktuelle Versionen sich mit ihren historischen Vorbildern nur die Optik in mancherlei Hinsicht teilen. XFCE schrieb seinen Namen am Anfang als XFCE, denn es handelt sich um das Akronym für XForms Common Environment. XForms ist eine sehr alte Grafikbibliothek, auf der XFCE ursprünglich aufbaute.
Das war so bis einschließlich XFCE 2. 1999 begann Olivier Fourdan, einer der Hauptentwickler von XFCE, die Umgebung auf Basis von GTK+ neu zu schreiben. XFCE 3 basierte vollständig auf GTK 1, wirkte im Hinblick auf seine Optik allerdings immer noch altbacken – selbst für damalige Verhältnisse. KDE 2 und Qt 2 waren schon am Horizont zu sehen und wesentlich hübscher.



