Weder KDE noch Gnome
LXDE und XFCE: Desktop-Alternativen
Fazit zu XFCE
Die Performance erkauft sich XFCE damit, dass der Desktop keine spektakulären optischen Effekte bietet. Wer KDE oder auch Gnome gewohnt ist, findet XFCE anfangs etwas karg. Mit den beiden "Großen" wollen die XFCE-Entwickler aber gar nicht konkurrieren.
Ubuntu bietet seit Jahren eine Version der Distribution mit XFCE an: Xubuntu [5] richtet sich auch an Anwender, die für ältere Hardware eine grafische Oberfläche benötigen. Mit den aufwändigen Effekten überfordern Gnome und KDE ältere Geräte oft. XFCE läuft selbst auf sehr langsamen Rechnern noch angenehm flüssig.
LXDE
LXDE [3,4] ist anders als XFCE eine sehr junge Desktop-Umgebung. Die maßgeblichen Arbeiten am Projekt begangen 2006, mittlerweile steht das Projekt bei Version 0.5.0, betrachtet die Software aber durchaus schon als benutzbar. LXDE ist die Abkürzung von "Leightweight X11 Desktop Environment", also etwa: "leichtgewichtige Desktop-Umgebung für X11". Damit ist die Marschrichtung klar: Wie XFCE richtet sich LXDE an Besitzer von Computern, die nicht erst gestern gekauft wurden. Die minimalen Systemanforderungen gibt LXDE mit einem 266-MHz-Prozessor und 48 MByte RAM an. Das ist etwas optimistisch, aber bei einer Verdopplung der beiden Werte lässt sich bereits ordentlich arbeiten.
Das Team rund um LXDE-Hauptentwickler Hong Jen Yee hat auch die Vorzüge modularer Software-Architektur erkannt und LXDE entsprechend designt. Wie XFCE besteht LXDE aus vielen verschiedenen Komponenten.
LXDE hat keinen eigenen Fenstermanager, sondern greift für diese Aufgabe auf das unabhängige Programm OpenBox zurück, eine Weiterentwicklung des sehr bekannten Fenster-Manager BlackBox. OpenBox hält sich an alle gängigen Standards, so dass die LXDE-Entwickler ihm den Vorzug gegenüber einer eigens programmierten Version gaben. Einige Komponenten wie die Taskbar sind darauf ausgerichtet, eng mit OpenBox zusammenzuarbeiten.



