Alles an Bord

Ergänzend erreichen Sie über die Funktionstasten verschiedene Bootoptionen. Eine haben Sie bereits kennen gelernt: Über [F2] wählen Sie eine andere Sprache aus. Über [F1] erhalten Sie Hilfe in Form einer Textoberfläche, die Sie mit Hilfe der F-Tasten durchforsten. Über [F3] legen Sie eine Tastaturbelegung fest.

Für fortgeschrittene Benutzer interessant sind die Möglichkeiten, über [F4] einen Server und ein Befehlszeilensystem zu installieren bzw. eine OEM-Installation für den Vertrieb. Der Druck auf [F5] fördert einige Optionen zur Barrierefreiheit zu Tage: Eine Bildschirmlupe und Tastaturmodifikationen helfen bei körperlichen Schwierigkeiten mit der Installation.

Schlägt eine Installation fehl, besteht auch immer ein Weg darin, über [F6] verschiedene Kerneloptionen einzusetzen. Diese wählen Sie mit Hilfe der Leertaste aus. Verwenden Sie zum Beispiel nomodeset, wenn Kubuntus Desktop nicht erscheint oder Grafikfehler auftreten. Die Option noacpi hilft mitunter, wenn der Rechner unregelmäßig abstürzt. Das kann ein Fehler in der Energieverwaltung bewirken, die Sie über noacpi oder acpi=off deaktivieren. Über [F6] erreichen Sie zudem eine Option, dank der Kubuntu ausschließlich freie Software installiert, was sicherlich für Vertreter der reinen Lehre interessant ist, die auf Flash und andere proprietäre Programme verzichten können und wollen.

Mehr zu weiteren möglichen Optionen, lernen Sie, indem Sie [F1] und dann [F6] bzw. [F8] drücken. Um Kubuntu mit einer dieser Optionen zu booten, geben Sie den jeweiligen Befehl am Ende der weißen Bootzeile ein, die Sie im unteren Bereich des Bootmenüs sehen, zum Beispiel fb=false.

Folgen Sie dem Installer

In den meisten Fällen wählen Sie – wie weiter oben erwähnt – die Option Start Kubuntu, landen beim Schirm aus Abbildung 3 und ändern hier zunächst die Sprache, indem Sie in dem mit English beschrifteten Reiter den Eintrag Deutsch wählen. Dann testen oder installieren Sie Kubuntu. Im zweiten Fall landen Sie zunächst im Register Vorbereiten (Abbildung 5). Hier prüfen Sie, ob der anvisierte Plattenplatz genügt und setzen gegebenenfalls ein Häkchen bei Drittanbieter-Software installieren, wenn Sie nach der Installation Filme, MP3-Dateien und Flash-Animationen abspielen wollen. Die meisten kommerziellen DVDs lassen sich dann aber noch nicht abspielen. Hierzu müssten Sie die in Deutschland verbotene Bibliothek libdvdcss2 installieren oder einen offiziellen Software-DVD-Player wie LinDVD oder den Fluendo-Player kaufen.

Abbildung 5: Neuerdings lassen sich die grundlegenden Multimedia-Codecs bereits während der Installation auf den Rechner spielen. Das Herunterladen der Updates funktioniert hingegen nicht.

Das Häkchen bei Aktualisierungen während der Installation herunterladen müssen Sie nicht setzen – dieses Feature funktioniert momentan noch nicht. Starten Sie einfach nach der Installation von Kubuntu eine reguläre Systemaktualisierung. Über Vor gelangen Sie zum nächsten Fenster, das den wichtigsten Teil ins Visier nimmt: die Partitionierung (Abbildung 6).

Abbildung 6: Findet Kubuntu bereits andere Systeme auf der Festplatte vor, versucht es, ein wenig Platz von diesen abzuknapsen.

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