Operas Riesensprung

Operas Marketing-Claim "The fastest Browser on Earth" entsprach bis Version 9 zumindest unter Linux nicht der Wahrheit, denn in vielen unserer Geschwindigkeit-Tests stellte Opera das Schlußlicht. Seitdem hat sich aber sehr viel getan, Version 11 hat gerade unter Linux nochmal gehörig zugelegt, so dass der Marketing-Spruch nun zumindest in vielen Tests stimmt. In Sachen Standardkompatibilität war Opera früher in Acid 3 ganz weit hinten anzutreffen, nun teilen sich die Wikinger mit Chrome den ersten Platz.

Kaltstart-Zeit und Speicherverbrauch

Wir messen die Zeit, die ein Browser zum Start benötigt, direkt nach einem Rechner-Neustart. Alle Browser starten mit einer leeren Seite. Firefox 4 startet in 3,6 Sekunden, Opera 11 in 6,3 und Chrome 9 in 5,6. Da Firefox allerdings in Ubuntu als Standard-Browser fungiert und die beiliegende Version 3.6.11 in sagenhaften 1,3 Sekunden startet, ist anzunehmen, dass einige Firefox-Komponenten schon zum Systemstart geladen werden.

Am speichersparendsten erweist sich Firefox 4 mit nur 38 MByte. Chrome 9 mit 52 MByte ist auf Platz 2 und Opera 11 mit 62 MByte auf dem dritten Platz. Während Opera und Chrome im Vergleich zu ihren Vorgängerversionen deutlich mehr Speicher verbrauchen, ist Firefox hier eher sparsamer geworden.

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