"Ich glaub, ich steh im Wald" – das können Nutzer der aktuellen Version 6 von Google Earth nun mit Fug und Recht behaupten. Denn die bringt nicht nur vereinzelte Bäume mit, sondern gleich ganze Wälder. 80 Millionen Bäume sollen es sein, glaubt man jedenfalls dem Hersteller Google. In großen Städten wie San Francisco, Athen, New York – aber auch Berlin – können Sie jetzt zumindest virtuell an einigen Orten unter Bäumen lustwandeln. Das Titelbild zeigt die von Bäumen umringte Siegessäule in Berlin.
Wollen Sie in Google Earth lieber echte Bäume sehen, verwenden Sie hingegen Street View mit seinen 360-Grad-Aufnahmen internationaler Innenstädte und Landstraßen. Das gibt es seit diesem Herbst auch in 20 deutschen Städten und lässt sich entweder online über Google Maps nutzen oder eben aus Google Earth heraus. Eine Warnung im Voraus: Um Google Earth sinnvoll zu benutzen, sollten Sie über einen breitbandigen Internetanschluss verfügen und eine Grafikkarte, die 3-D-Beschleunigung beherrscht. Gegebenenfalls müssen Sie den 3-D-Treiber noch aktivieren.
Installation unter Kubuntu
Nutzen Sie bereits eine Version von Google Earth, sollten Sie diese vor dem Einspielen der neuen Version von der Festplatte entfernen. Dazu rufen Sie den Paketmanager auf, wenn Sie die Software über eine externe Paketquelle installiert haben. Unter Kubuntu tun Sie das über das K-Menü und den Eintrag Rechner / KPackageKit. Geben Sie googleearth in die Suchzeile ein, erscheint das bereits installierte Paket gleichen Namens. Klicken Sie nun rechts daneben auf die Schaltfläche Entfernen (Abbildung 1).
Haben Sie Google Earth direkt von der Webseite installiert – am Paketmanager vorbei – befindet sich die Software vermutlich im Ordner google-earth in Ihrem Home-Verzeichnis. Über [Alt]+[F2] und die Eingabe von konsole rufen Sie eine Kommandozeile auf und navigieren in dieses Verzeichnis (cd $HOME/google-earth). Dort rufen Sie über
./uninstall
ein Skript auf, dass die alte Google-Earth-Installation entfernt. Im nächsten Schritt starten Sie den Paketmanager erneut, um das aktuelle Google Earth 6 zu installieren. Sie suchen nach den Paketen googleearth-package und lsb-core und klicken jeweils rechts neben den Fundstücken auf die Schaltfläche Installieren. So spielen Sie die Software auf den Rechner. Benutzen Sie ein 64-Bit-System, benötigen Sie zusätzlich das Paket ia32-libs.
Nach erfolgreicher Installation der Software, rufen Sie über [Alt]+[F2] und die Eingabe von konsole eine Kommandozeile auf. In diese tippen Sie
make-googleearth-package --force
Der Befehl lädt nun Googles Software vom Server herunter und verwandelt sie in ein installierbares Debian-Paket, das die Endung DEB trägt. Das dauert einen Augenblick und benötigt ein paar MByte Speicherplatz auf der Festplatte. Das fertige Paket landet in Ihrem Home-Verzeichnis, wo Sie es aus Dolphin heraus mit einem Mausklick installieren. Sie finden danach einen Eintrag im Startmenü unter Anwendungen / Internet.
Installation für OpenSuse-Nutzer
Auch für OpenSuse 11.2/11.3 gilt: Entfernen Sie zunächst bereits installierte Google-Earth-Versionen. Nutzen Sie den Paketmanager, den Sie im Startmenü über Rechner / Software installieren aufrufen oder das für Kubuntu beschriebene Uninstall-Skript, wenn Sie die Version von Google verwenden.
Um das neue Google Earth 6 zu benutzen, kopieren Sie die BIN-Datei von der Heft-DVD auf Ihren Rechner. Dann installieren Sie auf beiden OpenSuse-Systemen jeweils das Paket lsb über den Paketmanager. Suchen Sie nach lsb, und kreuzen Sie das Kästchen links neben dem Eintrag an, um die Software einzuspielen. Wechseln Sie dann in das Verzeichnis mit dem kopierten Google-Earth-Paket und geben Sie
chmod u+x GoogleEarthLinux.bin ./GoogleEarthLinux.bin
ein. Das ruft den Installer auf den Plan, der Ihnen ein Fenster präsentiert (Abbildung 2). Entfernen Sie das Häkchen bei Installieren Sie einen symbolischen Link in den Pfad und klicken Sie auf Installation beginnen. Der Prozess nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, am Ende erscheint ein Fenster mit einem Start-Button. Leider startet die Software mitunter nicht. In diesem Fall hilft der Sprung auf die Konsole. Wechseln Sie einfach ins Verzeichnis google-earth im Home-Verzeichnis und geben Sie ./googleearth ein.



