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EasyLinux-News

05.01.2011

Mageia mit neuem Logo

Mageia [1], ein Fork der Linux-Distribution Mandriva, hat jetzt ein Logo: Nach über acht Wochen, langen Diskussionen und mehreren "Vorwahlen" haben sich die Community und die Gründergruppe von Mageia auf eine Grafik geeinigt.

Von Anfang Oktober bis zum Einsendeschluss beteiligten sich 113 Einsender mit über 400 Vorschlägen an dieser "Identitätssuche". Es wurden zwei Vorauswahlen getroffen, bei denen die Einsendungen aussortiert wurden, die nicht den vorgegebenen Richtlinien entsprachen. Zum Schluss wurden 27 Vorschläge der Community zur Diskussion gestellt. Das so ermittelte Logo wird nun noch professionell überarbeitet und dann zusammen mit den Richtlinien für die Benutzung im Wiki von Mageia und auf der Website vorgestellt werden. Die für den Januar geplante Alphaversion wird also bereits ein Logo besitzen. (Wolfgang Bornath/hge)

[1] http://blog.mageia.org/de/ (http://ezlx.de/b1w##)

10. Augsburger Linux-Infotag 2011

Am 26. März 2011 findet bereits zum zehnten Mal der Augsburger Linux-Infotag in den Räumen der Hochschule Augsburg statt [1].

Unter dem Motto "Leben mit Pinguinen – Open-Source-Software im Alltag" soll die Veranstaltung Neulingen einen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten von Open-Source-Software geben und alten Hasen die neuesten Entwicklungen vorstellen. Daneben bieten Projektstände die Möglichkeit zum direkten Kontakt mit Entwicklern und Aktivisten.

Organisiert wird der Linux-Infotag seit 2001 von der Linux User Group Augsburg (LUGA) e.V. Mit regelmäßig über 300 Besuchern zählt die Veranstaltung zu den ältesten und größten Linux-Events im süddeutschen Raum.

Die Keynote wird Thomas Gleixner halten: Er ist ein führender Linux-Kernel-Entwickler, der auch maßgebliche Beiträge zum Realtime-Linux-Projekt geleistet hat. (Franz Ratzinger/hge)

[1] http://www.luga.de/LIT-2011/ (http://ezlx.de/b1w##)

VirtualBox 4 Beta

Gespickt mit dem neuen Open Virtualization Format Archive (OVA), Unterstützung für neue Chipsets, überarbeiteter Oberfläche und weiteren Neuerungen zeigt VirtualBox 4.0.0 Beta, was die kommende Version 4 des PC-Emulators zu bieten hat.

Diverse Features stecken nun in "Extpacks" genannten externen Paketen. Zu den Neuerungen zählen die Unterstützung von mehr Arbeitsspeicher auf 32-Bit-Hosts, Support von Intel-HD-Audio in Gastsystemen und das Kopieren von Dateien in das Dateisystem von virtuellen Maschinen. Details verrät ein Foreneintrag [1].

Für die Beta steht ein "Puel" genanntes Extpack [2] bereit, das sich über das Menü Global Settings und von dort über Extensions installieren lasse, teilt der Hersteller mit. Es gibt fertige Pakete der Beta 1 für gängige Linux-Distributionen, Windows und Mac OS X [3]. Vor dem Einsatz in Produktivumgebungen warnen die Hersteller aber eindringlich: Viele Neuerungen bedeuten auch viele potenzielle Fehler, die es nun zu finden gelte.

(Ulrich Bantle/hge)

[1] http://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=15&t=36748 (http://ezlx.de/b1w##)

[2] http://download.virtualbox.org/virtualbox/4.0.0_BETA1/Oracle_VM_VirtualBox_Extension_Pack-4.0.0_BETA1-68572.vbox-extpack (http://ezlx.de/b1w##)

[3] http://download.virtualbox.org/virtualbox/4.0.0_BETA1/ (http://ezlx.de/b1w##)

Calligra: KOffice mit neuem Namen

Die Calligra Suite [1] ist laut Ankündigung des KDE-Projekts [2] die "Technologie-Plattform für Produktivitäts- und Kreativwerkzeuge sowohl für den Desktop als auch für mobile Geräte". Damit will sich das Projekt vom bisherigen "Noch-ein-Officepaket"-Image von KOffice absetzen und auf eine höhere Stufe heben. Die nächste Version von KOffice wird noch den alten Namen tragen. Ab Version 2.4 soll das Ganze dann Calligra heißen. Die Zusammenarbeit und die Verbundenheit mit dem KDE-Projekt bleibt bestehen.

Zu der neuen Calligra Suite gehören Words als Textverarbeitung (ehemals KWord), Tables als Tabellenverarbeitung (KSpread), Stage als Präsentationsprogramm (KPresenter), Flow als Diagrammprogramm (ehemals Kivio) und Kexi. Flow soll ab der nächsten Version Teil von Calligra sein. Als Management-Anwendung präsentiert das neue Calligra-Projekt Plan, ehemals KPlato. An Grafikprogrammen sind Krita und Karbon für Pixel- und Vektorgrafiken dabei. (Anika Kehrer/hge)

[1] http://www.calligra-suite.org/ (http://ezlx.de/b1w##)

[2] http://dot.kde.org/2010/12/06/kde-announces-calligra-suite (http://ezlx.de/b1w##)

Open-PCs: Computer ohne Geheimnisse

Das Projekt Open-PC hat den Verkauf von drei Rechnermodellen gestartet. Die Computer mit Community-Spezifikation werden über drei Kooperationspartner vertrieben – das hat Frank Karlitschek (Bild), KDE-Entwickler und Gründer des Projekts, bekanntgegeben. Die Rechner mit offenem Design gibt es in drei Formfaktoren. Das Modell Open-PC 1 hat Booksize-Format, verwendet einen Atom D510 Dual-Core-Prozessor mit 1,6 GHz sowie 4 GByte RAM und kostet in Deutschland rund 390 Euro. Mit dem selben Prozessor, jedoch 2 GByte RAM ist der Open-PC Micro ausgestattet, der in einem Mini-ITX-Gehäuse steckt (rund 350 Euro). Mit rund 250 Dollar ausgezeichnet und offenbar für den US-Markt bestimmt ist der Mini-Computer Open-PC SX mit 1 GByte RAM und ebenfalls einem Atom-Prozessor.

Die Rechner sind ausschließlich mit Komponenten bestückt, zu denen offene Dokumentationen und freie Treiber vorliegen. Das vorinstallierte Linux-System basiert auf OpenSuse 11.3 und verwendet den KDE-Desktop.

Als Kooperationspartner, die die Rechner verkaufen, fungieren die Firmen Arlt und Greenix in Deutschland sowie Think Penguin in USA. Für jeden verkauften PC geht eine Spende von 10 Euro an das KDE-Projekt. Weitere Informationen gibt es auf der Open-PC-Website [1]. (Mathias Huber/hge)

[1] http://open-pc.com/ (http://ezlx.de/b1w##)

Zeitgeist und KDE

Der Gnome-Entwickler Seif Lotfy und der Nepomuk-Autor Sebastian Trüg (KDE) arbeiten gemeinsam daran, Zeitgeist auch auf den KDE-Desktop zu bringen.

Die beiden Technologien erschließen Inhalte auf dem PC auf je eigene Weise: Das Semantik-Framework Nepomuk [1] kann z. B. alle MP3-Dateien eines Künstlers finden, oder alle Dateien, die mit "Arbeit" etikettiert sind. Zeitgeist [2] arbeitet entlang der Zeitachse und weiß etwa, mit wem der Anwender zuletzt gechattet oder gemailt hat.

Bei einem Treffen haben Lotfy und Trüg nun den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt, die beide Verfahren kombinieren und zudem Zeitgeist auf den KDE-Desktop bringen soll. Die kombinierte Methode könnte dann z. B. die meistgehörten Songs eines Musikers finden oder jene Ansprechpartner heraussuchen, die mit Arbeit zu tun haben und die der Anwender zuletzt von daheim kontaktiert hat. (Mathias Huber/hge)

[1] http://nepomuk.kde.org/ (http://ezlx.de/b1w##)

[2] http://zeitgeist-project.com/ (http://ezlx.de/b1w##)

Bildschirmtastatur macht Vorschläge

On-Screen-Keyboards helfen nicht nur Behinderten bei der Arbeit am Computer, auch für Handys und andere Touchscreen-Geräte sind sie ein Mittel zur Texteingabe. Durch eine Diskussion auf der Meego-Konferenz angeregt, hat Thomas Thurman ein solches Eingabeprogramm auf der Basis der Accessibility-Software Dasher [1] entwickelt.

Ein YouTube-Video [2] zeigt die Arbeit mit dem Programm: Nach der Eingabe jedes Buchstabens berechnet die Software mit statistischen Methoden, welche Buchstaben am wahrscheinlichsten folgen, und zeigt diese sehr groß an, um die Eingabe zu erleichtern. Der Gnome-Entwickler Thurman hat einen Gtk-Prototypen sowie zwei webbasierte Prototypen [3,4] umgesetzt, die allerdings nur für englische Wörter funktionieren. Ein ähnliches Programm namens Thick Buttons [5] gibt es bereits für die mobile Plattform Android. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.inference.phy.cam.ac.uk/dasher/ (http://ezlx.de/b1w##)

[2] http://www.youtube.com/watch?v=8gBtVYMq_ts (http://ezlx.de/b1w##)

[3] http://people.collabora.co.uk/~tthurman/predictive/ (http://ezlx.de/b1w##)

[4] http://marnanel.org/DasherKeyboard/ (http://ezlx.de/b1w##)

[5] http://thickbuttons.com/ (http://ezlx.de/b1w##)

OpenSuse 11.4 mit Kernel 2.6.37

Eigentlich befindet sich die für den März 2011 geplante OpenSuse-Version 11.4 bereits in Status "Feature Freeze", aber für den Kernel will man eine Ausnahme machen. Der Bedarf nach einem Update stand schon länger in der OpenSuse-Wunschliste Open Fate. Kernel 2.6.37 befindet sich noch in Entwicklung und erscheint voraussichtlich Ende 2010. So bleiben dem OpenSuse-Team noch gut zwei Monate, um den Kernel fit für OpenSuse 11.4 zu machen. Das letzte Wort ist trotz großer Zustimmung zu dem Vorschlag noch nicht gesprochen: Kernel 2.6.36 soll als Option so lange erhalten und für OpenSuse 11.4 gepflegt werden, bis mit Version 2.6.37 alles in Ordnung ist. (Marcel Hilzinger/hge)

Fedora 15 kommt im Mai

Kaum ist Fedora 14 fertig, schmiedet das von Red Hat gesponserte Community-Linux-Projekt Pläne für die nächste Release. Mit dem Segen des Fedora Engineering Steering Committee (FESCo) hat das Projekt das Release-Datum auf den 10. Mai 2011 festgelegt und einen Terminplan im Wiki veröffentlicht [1]. Damit hat Fedora die Möglichkeit, den Versionssprung auf die für April angekündigte Gnome-Version 3.0 mitzumachen. (Mathias Huber/hge)

[1] https://fedoraproject.org/wiki/Releases/15 (http://ezlx.de/b1w##)

Münchener Linux-Umstieg verzögert

Die Migration auf Limux [1], den Open-Source-Desktop in München, soll nach der aktuellen Planung im Jahr 2013 abgeschlossen sein. Das ist zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Für die vollständige Umsetzung hat der Stadtrat den Etat um 5,9 Millionen Euro erhöht, und die Migration auf den Linux-Desktop wird nun von IBM-Mitarbeitern begleitet.

Begonnen hatte das Limux-Projekt die Migration des Basisclients mit einer so genannten Keimzellenstrategie. Hierbei wurden zunächst Pilotrechner in einzelnen Referaten vollständig migriert, die dann als Erfahrungsgrundlage für die weiteren Clients dienen sollten. Zwanzig dieser Keimzellen sind eingerichtet, jedoch stellte sich diese Vorgehensweise als zu langsam und ungeeignet für die Anwendung im großen Stil heraus. Darum hat man IBM als Verstärkung gerufen. (Britta Wülfing/hge)

[1] http://www.muenchen.de/limux (http://ezlx.de/b1w##)

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