Tipp: Ubuntu: Praktischer Helfer "aptsh"

Sie arbeiten gerne mit den apt-Befehlen auf der Shell statt mit Synaptic oder KPackgeKit, können sich aber die einzelnen Parameter und Optionen nicht gut merken oder vertippen sich öfters? In dem Fall sollten Sie sich den kleinen Helfer aptsh anschauen, der automatische Vervollständigung von Kommandos und damit leichteren Zugriff auf die apt-Befehle ermöglicht.

Nach der Installation des Pakets, das Sie im universe-Repository finden, geben Sie auf der Konsole den Befehl aptsh ein und befinden sich nun in einer Art Pseudo-Shell:

$ sudo aptsh
[sudo] password for huhn:
Generating and mapping caches...
Reading commands history...
aptsh>

An diesem neuen Prompt (aptsh>) geben Sie nun Ihre Kommandos ein. Um zunächst in Erfahrung zu bringen, welche Befehle das Tool kennt, drücken Sie zweimal hintereinander [Tab] (Abbildung 2). Wenn Sie die Paketlisten auf den aktuellsten Stand bringen möchten (apt-get update), reicht es, upd und dann [Tab] einzugeben – ein Druck auf [Eingabe] führt das Kommando aus.

Abbildung 2: Drücken Sie zweimal hintereinander Tab, zeigt "aptsh", welche Befehle es kennt.

Die Autovervollständigung funktioniert übrigens nicht nur mit Befehls-, sondern auch mit Paketnamen. Geben Sie beispielsweise search (für die Suche nach Paketnamen) oder install (zur Installation von Paketen) gefolgt von den ersten Buchstaben eines Pakets ein und drücken dann wieder [Tab], blendet aptsh alle Pakete ein, deren Namen mit diesen Buchstaben anfangen.

Tipp: Ubuntu: Rechnernamen nachträglich ändern

Lange Zeit war das Programm gnome-network-admin (Menü System / Systemverwaltung / Netzwerk) fester Bestandteil von Ubuntu. Über diesen grafischen Helfer konnten Sie unter anderem den Rechnernamen (nachträglich) verändern. Seit einiger Zeit ist das gleichnamige Paket aus dem main-Zweig der Distribution verschwunden. Sie finden es zwar noch in der Abteilung universe, die Ubuntu-Macher raten aber ausdrücklich davon ab, das Programm zu installieren: Laut Aussagen der Entwickler enthält das Paket zu viele Fehler, daher empfehlen sie den Einsatz des bereits installierten NetworkManagers [2].

Mit Verschwinden des Gnome-Netzwerktools ist keine grafische Möglichkeit mehr vorhanden, den Rechnernamen eines Ubuntu-Systems nachträglich zu ändern. Sie müssen trotzdem nicht mit dem Namen leben, den Sie bei der Installation der Distribution gesetzt haben. Ein kurzer Ausflug ins Terminal tauft den Computer neu:

  1. Starten Sie eine Terminalanwendung, zum Beispiel über Anwendungen / Zubehör oder über Eingabe von gnome-terminal beziehungsweise konsole in ein mit [Alt]+[F2] geöffnetes Schnellstartfenster.
  2. Geben Sie das folgende Kommando am Prompt ein:

    sudo -s

    Tippen Sie anschließend auf Aufforderung Ihr eigenes Kennwort ein. Ein visuelles Feedback in Form von Sternchen erhalten Sie nicht, Sie tippen also blind. Anschließend ändert sich der Eingabeprompt im Terminal – dass Sie nun als Administrator in einer so genannten Root-Shell unterwegs sind, sehen Sie am Prompt root@computer.

  3. Geben Sie ins Terminal den Befehl gedit /etc/hostname ein, um den Gnome-Texteditor als Administrator zu starten. In dieser Datei steht nur ein einziges Wort – der Name des Computers. Diesen ändern Sie nun in das Gewünschte ab. Speichern Sie die Datei und beenden Sie den Editor.
  4. Mit dem nächsten Befehl aktivieren Sie den neuen Hostnamen. Tippen Sie in das Root-Terminal dazu das folgende Kommando:

    hostname -F /etc/hostname
  5. Eine Änderung im Terminal sehen Sie noch nicht – im Prompt steht weiter der alte Name. Damit die Änderung aktiv ist, müssen Sie noch eine weitere systemweite Datei anpassen. Geben Sie dazu im Terminalfenster gedit /etc/hosts ein. Ändern Sie auch in dieser Datei jeweils den alten Rechnernamen in den neuen. Dort steht dann beispielsweise das Folgende, sollte der Rechner (bisher) "zwerg" heißen:

    127.0.0.1    localhost
    127.0.1.1    zwerg
    ...

Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie den Texteditor wieder. Auch das Terminalfenster können Sie nun schließen. Sie müssen sich nicht neu anmelden oder gar den Rechner neu starten – die Änderungen sind sofort aktiv. Eine erste Bestätigung erhalten Sie, wenn Sie das Terminalfenster noch einmal aufrufen. Der Prompt sollte hinter Ihrem Benuternamen getrennt durch ein "@"-Zeichen nun den neuen Rechnernamen präsentieren.

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