AA_noten_sxc-coralsea_778198.jpg

© Carol Kramberger,sxc.hu

Minitunes: Einfacher aber sehr schöner Musikplayer

Einfach Musik

Musikhören am PC muss nicht kompliziert sein. Sind Ihnen Programme wie Amarok oder Rhythmbox zu kompliziert und umfangreich, dann lohnt sich ein Blick auf Minitunes.

Laut Minitunes-Entwickler Flavio Tordini ist Minitunes ein ganz normaler Audioplayer, nur besser. Das stimmt insofern, als sich das Programm ganz einfach benutzen lässt und auch optisch einen sehr guten Eindruck macht. Denn während Amarok, Banshee und Rhythmbox immer mehr Wert auf soziale Dienste, Internetangebote und sonstige Spezialfunktionen legen, verfolgt Minitunes [1] nur ein Ziel: möglichst einfach zu sein. Es macht dazu einen radikalen Schnitt mit den teilweise überfüllten Musikplayern unter Linux und arbeitet mit einer minimalistischen aber umso einfacheren Oberfläche.

Das Qt-Programm stammt vom Italiener Flavio Tordini und gleich dem dem YouTube-Clients Minitube [2] aufs Haar. Das ist kein Zufall, da Minitube ebenfalls von Tordini stammt.

Minitunes ist anders

Beim ersten Start von Minitunes geben Sie einen Sammlungsordner an (Abbildung 1), wobei Minitunes in der Grundeinstellung den Ordner ~/Musik in Ihrem Home-Verzeichnis vorschlägt. Verwalten Sie Ihre Musik an einem anderen Ort, klicken Sie hier auf Choose a folder (Ordner auswählen) und geben danach das gewünschte Verzeichnis an.

Abbildung 1: Beim ersten Programmaufruf geben Sie den Ordner an, in dem Sie Ihre Musik sammeln.

Damit haben sich jedoch die Parallelen zu anderen Musikplayern bereits erschöpft. Minitunes scannt nun die lokale Sammlung und holt sich dabei automatisch die zugehörigen Infos von Last.fm. Dabei beschränkt sich das Programm nicht auf die Albumcovers sondern holt sich auch Bilder und Zusatzinformationen zu den Interpreten ab. Details dazu lesen Sie im Kasten Informationen aus dem Internet.

Informationen aus dem Internet

Während Sie bei den meisten Musikprogrammen die Albumvorschauen und Informationen zu den Künstlern live aus der Wikipedia oder von Amazon beziehen, holt sich Minitunes seine Infos beim Musikdienst last.fm [3]. Dabei handelt es sich um einen (teilweise kostenpflichtigen) Dienst, über den Sie online Musik hören und Ihren Musikgeschmack mit anderen Benutzern teilen können. Minitunes greift aber auf diese sozialen Dienste nicht direkt zu, sondern benutzt lediglich die sehr umfangreiche Datenbank von Last.fm, um die Albumvorschauen und Details zu den einzelnen Interpreten herunterzuladen. Kosten entstehen Ihnen somit keine.

Hat Minitunes Ihre Sammlung einmal gescannt, benötigt das Programm keinen Internetzugang mehr. Die heruntergeladenen Daten bleiben auf dem Rechner erhalten. Während auf der deutschen Seite von Last.fm die meisten Informationen auch in Deutsch zur Verfügung stehen, müssen Sie in Minitunes allerdings mit den englischen Texten Vorlieb nehmen.

Der erste Scan-Vorgang dauert je nach Internetanbindung und Umfang der Sammlung eine Weile. Danach kann die Musik spielen. Minitunes zeigt die gefundenen Interpreten an. Halten Sie den Mauszeiger über einem Bild, erscheint ein Play-Button. Ein Klick darauf spielt sämtliche Songs des Interpreten ab. Von nun an kümmert sich Minitunes beim Start automatisch um das Update der Sammlung.

Abbildung 2: In der Grundeinstellung zeigt Minitunes sämtliche Interpreten an.

Interpreten, Alben, Ordner

Minitunes sortiert die eigene Sammlung nach Künstlern und Alben und zeigt sie in einer Verzeichnisstruktur an. Dabei ist nicht die Sortierung an und für sich erwähnenswert, sondern die Art, auf die das Programm die enthaltenen Informationen präsentiert. Interpreten erscheinen mit einem Foto, bei Alben stellt das Programm als Zusatzinformation das Jahr der Veröffentlichung bereit, und in der Ordneransicht blendet das Programm die Anzahl der Tracks ein.

Abbildung 3: Ganz schön bunt ist die Alben-Ansicht von Minitunes.

Auch bei diesen Ansichten blendet das Programm einen Play-Button ein, sobald Sie den Mauszeiger über einem Element lassen. Damit können Sie ganz einfach und sehr schnell Playlists mit einem bestimmten Album, einem bestimmten Künstler oder aus einem Verzeichnis erstellen. Während die meisten Musikprogramme lediglich für die eine oder andere Variante "programmiert" sind, funktioniert in Minitunes einfach alles, egal wie Sie Ihre Musik lokal verwalten.

Möchten Sie hingegen kein komplettes Album bzw. nicht sämtliche Alben eines Künstlers der Wiedergabeliste hinzufügen, klicken Sie bei der Auswahl nicht auf das Play-Symbol im Kreis, sondern daneben. Es erscheint dann eine Auswahl der Alben bzw. der darauf vorhandenen Stücke, so dass Sie auch einzelne Tracks in die Wiedergabeliste aufnehmen können.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...