Kniffe, die Sie kennen sollten

Linux-Tipps

Neu und mit noch mehr Inhalt: Auf den nächsten vier Seiten zeigen wir, wie Sie Chrome gegen Werbung immun machen, kompakte Kopfzeilen in Thunderbird 3 einrichten, Firefox beschleunigen und asynchrone Filme reparieren.

Tipp: Thunderbird 3: Kompakte Header

Thunderbird 3 zeigt die Kopfzeilen eingegangener E-Mails in der Standardeinstellung ziemlich ausführlich an. Sie erkennen dadurch auf einen Blick den Absender und Empfänger einer E-Mail, aber wozu? Meist sind Sie selbst der Empfänger, und die Absender zeigt Thunderbird auch in der E-Mail-Übersicht oberhalb der Kopfzeile an. Sie erhalten diese Informationen im Zweifelsfall also doppelt, und die Header helfen lediglich, um weitere Empfänger (via CC:) zu entdecken.

Was dabei stört: Die Kopfzeilen versperren die Sicht auf den eigentlichen Text der E-Mail. Sie müssen unter Umständen das Fenster vergrößern oder explizit die E-Mail öffnen, um in kurzen E-Mails den gesamten Text zu lesen.

Das Add-on CompactHeader [1] zeigt die E-Mail-Kopfzeilen in kompakter Form an und lässt nur den Betreff übrig. Über ein kleines Pluszeichen klappen Sie jedoch die kompletten Kopfzeilen auf, um etwa zu erfahren, an wen sich die E-Mail zusätzlich richtet.

  1. Um die Erweiterung zu installieren, besuchen Sie die genannte Webseite [1], klicken dort auf Jetzt herunterladen und legen die XPI-Datei in einem lokalen Ordner ab.
  2. Nun starten Sie Thunderbird 3, rufen Extras / Add-ons auf und wechseln im neuen Fenster in den Bereich Erweiterungen.
  3. Hier klicken Sie unten im Fenster auf Installieren, suchen und wählen die auf der Festplatte abgelegte XPI-Datei aus und öffnen sie.
  4. Es erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie nach einer kurzen Wartezeit auf Installieren klicken. Nach einem Neustart des E-Mail-Clients finden Sie die verkürzten Kopfzeilen vor (Abbildung 1).

Tipp: Firefox: IPv6 ausschalten

Zwar gehen viele Computerexperten davon aus, dass sich IPv6-Adressen aufgrund der Knappheit an IPv4-Adressen zukünftig durchsetzen (siehe Kasten IPv4 vs. IPv6), doch im Alltag erweist sich der parallele Einsatz der beiden Adressformen als schwierig. So fahndet Firefox zum Beispiel beim Aufruf einer URL zuerst nach einer zugrunde liegenden IPv6-Adresse, bevor der Browser die passende IPv4-Adresse abfragt. Das führt unter Umständen zu Verzögerungen und Auszeiten, und es dauert recht lang, bis eine Webseite im Browserfenster erscheint. Teilweise brechen Anfragen mit einer Fehlermeldung ab, und die Seite erscheint erst nach erneutem Laden. Das lässt sich ändern.

IPv4 vs. IPv6

Da es weltweit "nur" vier Milliarden mögliche IPv4-Adressen gibt, sollen diese zukünftig durch IPv6-Adressen ersetzt werden. Die bestehen aus 8 Blöcken zu je 16 Bit und ermöglichen dadurch die Versorgung mit 2^128 Adressen. In der Praxis kommen aber nach wie vor meist IPv4-Adressen zum Einsatz: So steckt hinter der Domain easylinux.de etwa die IP-Adresse 80.237.227.187.

Geben Sie dazu about:config in die URL-Leiste des Browsers ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Ich werde vorsichtig sein, versprochen!. In die Suchleiste neben Filter tragen Sie ipv6 ein, woraufhin der Eintrag network.dns.disableIPv6 erscheint. Per Doppelklick ändern Sie den Wert in der gleichnamigen Spalte von false auf true (Abbildung 2). Nach einem Neustart des Browsers sollten die oben genannten Phänomene verschwinden.

Abbildung 2: Ruft Firefox Webseiten nur sehr langsam auf oder leidet an häufigen Timeouts, versuchen Sie einmal, die IPv6-Unterstützung zu deaktivieren.

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